40.000
  • Startseite
  • » Regionale Wirtschaft
  • » Westerwald Bank zahlt 5,5 Prozent Dividende
  • Aus unserem Archiv

    Kreis Neuwied/WesterwaldkreisWesterwald Bank zahlt 5,5 Prozent Dividende

    Mit einem äußerst erfreulichen Resultat konnte die Westerwald Bank ihr Geschäftsjahr 2014 abschließen. Die Bilanzsumme liegt mit 2,16 Millionen Euro weiterhin auf einem hohen Niveau und konnte gegenüber dem Jahr 2013 um 1,7 Prozent gesteigert werden. Diese Eckdaten nannte Vorstandssprecher Wilhelm Höser während der ordentlichen Vertreterversammlung in der Westerwaldhalle in Rennerod. Die Mitglieder dürfen sich zudem über eine Dividende von 5,5 Prozent freuen.

    Der Vorstand der Westerwald Bank mit den in Rennerod frisch gewählten Aufsichtsratsmitgliedern (von links): Hans-Rüdiger Schneider (Aufsichtsrat), Diplom-Kaufmann Karl Heinz Schmitz (Aufsichtsrat), Markus Kurtseifer (Vorstandsmitglied), Dr. Ralf Kölbach (Vorstandsmitglied), Wilhelm Höser (Vorstandssprecher) sowie Professor Dr. Arno Steudter (Aufsichtsrat) und Jörg Federrath (Aufsichtsrat). Foto: Röder-Moldenhauer
    Der Vorstand der Westerwald Bank mit den in Rennerod frisch gewählten Aufsichtsratsmitgliedern (von links): Hans-Rüdiger Schneider (Aufsichtsrat), Diplom-Kaufmann Karl Heinz Schmitz (Aufsichtsrat), Markus Kurtseifer (Vorstandsmitglied), Dr. Ralf Kölbach (Vorstandsmitglied), Wilhelm Höser (Vorstandssprecher) sowie Professor Dr. Arno Steudter (Aufsichtsrat) und Jörg Federrath (Aufsichtsrat).
    Foto: Röder-Moldenhauer

    Von unserem Redakteur Michael Wenzel

    "Wir brauchen Sie, und wir brauchen den Dialog, um die wichtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen", sagte Vorstandssprecher Wilhelm Höser. Der Bankfachmann stellte unter anderem die wirtschaftliche Situation der Westerwald Bank im vergangenen Jahr vor und richtete den Blick auf 2015. Höser machte deutlich, dass die Niedrigzinsen die Ergebnisse der Banken auch weiterhin belasten werden. Und auch der demografische Wandel wird sich auf die Resultate niederschlagen. Die Verantwortlichen der Westerwald Bank rechnen damit, dass sie durch schrumpfende Bevölkerungszahlen jährlich 300.000 Euro verlieren werden.

    Rund 140.000 Kunden arbeiteten im Vorjahr mit der Westerwald Bank zusammen. 73.340 Mitglieder insgesamt zählte das Bankinstitut. Die Bilanzsumme entwickelte sich von 2,124 Millionen Euro im Jahr 2012 über 2,126 Millionen Euro 2013 auf nunmehr 2,162 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr.

    Die Westerwald Bank hat die Region mit einem Netz von 25 personenbesetzten Bankstellen, 24 Agenturen und 8 Selbstbedienungsstellen überzogen. Die Bedeutung der Westerwald Bank für den heimischen Wirtschaftsraum zeigt sich auch in der starken Zahlungsverkehrstätigkeit. So belief sich der Gesamtumsatz auf den Kontokorrentkonten der Kunden 2014 auf rund 17,4 Milliarden Euro; dabei wurden 23,3 Millionen Buchungsposten bearbeitet. Was die Vergabe von Krediten an Kunden im vergangenen Jahr betrifft, so bewegten die sich 2014 mit einem Volumen von 356 Millionen Euro auf dem Niveau des Jahres 2013. Insgesamt wurden circa 4700 Kreditzusagen gegeben.

    Besonders gefragt waren dabei Kredite mit langen Zinsfestschreibungen, was auf das unverändert niedrige Zinsniveau zurückzuführen ist. Im kurzfristigen Kreditgeschäft war das Volumen wegen der guten Liquiditätslage der Unternehmenskunden leicht rückläufig. Bei den Privatkunden lag der Schwerpunkt der Kreditnachfrage im wohnungswirtschaftlichen Bereich bei selbst genutzten Objekten.

    2014 wurde bei der Westerwald Bank ein Wertpapierumsatz von mehr als 203 Millionen Euro getätigt. Ende 2014 wurden nahezu 21.000 Wertpapierkonten bei der Bank beziehungsweise bei den Verbundpartnern geführt. Das Depotvolumen summierte sich auf rund 488 Millionen Euro. Am Ende des vergangenen Jahres betrugen die liquiden Mittel des Bankinstitutes 49,7 Millionen Euro oder umgerechnet 2,3 Prozent der Bilanzsumme.

    Um die Eigenkapitalbestände zu verbessern, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr versteuerte, sogenannte stille Vorsorgereserven aufgelöst und in den Fonds für allgemeine Bankrisiken überführt, der auf diese Weise von 20,5 Millionen auf nunmehr 45 Millionen Euro aufgestockt werden konnte. "Das Eigenkapital wird künftig noch mehr an Bedeutung gewinnen", prognostizierte Höser. Er kündigte den Mitgliedern an, dass die Westerwald Bank die neuen digitalen Vertriebskanäle noch konsequenter nutzen werde, und sicherte ihnen zu, dass die Ertragsfähigkeit der Bank trotz Niedrigzinsen weiterhin gesichert sei.

    Die Versammlung stimmte dem Jahresabschluss 2014 und der Verwendung des Bilanzgewinnes ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen zu. Der Rücklage werden jetzt insgesamt 4,3 Millionen Euro aus dem Jahresüberschuss zugeführt.

    Wirtschaft
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    x
    Auszug der aktuellen Ausgabe
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Hier erhalten Sie die aktuelle Ausgabe von "Wirtschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz"