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    Rheinland-PfalzIHK: Fortbildung fördert die Karriere

    Wer sich beruflich weiterbildet, hat beste Chancen auf einen beruflichen Aufstieg: Das hat eine Umfrage unter mehr als 10.000 Absolventen der Weiterbildungsprüfungen der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Deutschland ergeben.

    Mit Weiterbildung gegen Fachkräftemangel
    Allein wegen der demografischen Entwicklung werden in Zukunft bundesweit Millionen Fachkräfte fehlen. Viele Firmen setzen daher auf Weiterbildung. Archivbild: Stephanie Pilick
    Foto: DPA

    Allein im Bezirk der IHK Koblenz haben in den vergangenen fünf Jahren mehr als 4200 Menschen eine Fortbildungsprüfung abgelegt – etwa zum Fachwirt oder Meister. Innerhalb dieses vergleichsweise kurzen Zeitraumes hat sich die Weiterbildung für zwei Drittel der befragten Absolventen bereits ausgezahlt.

    Wie die Umfrage im Kammerbezirk ergab, erlangten zwei Drittel (66 Prozent) eine höhere Position. Ebenfalls fast zwei Drittel (65 Prozent) verbesserten sich finanziell - viele sogar um mehr als 600 Euro, bezogen auf das Bruttomonatsgehalt. Ein Fünftel berichtet von einer höheren Arbeitsplatzsicherheit, ein knappes Viertel hebt hervor, die Aufgaben seien besser zu bewältigen als zuvor.

    Berufliche Weiterbildung wird unterschätzt

    Bernhard Meiser, Geschäftsführer des Bereichs Aus- und Weiterbildung bei der IHK Koblenz, betont daher: "Eine qualifizierte berufliche Weiterbildung eröffnet den Teilnehmern beste Perspektiven." Seiner Ansicht nach findet das aber zu wenig Beachtung. "Wir erleben, dass immer mehr Jugendliche zum Studium an die Hochschulen drängen. Doch die pauschale Annahme, Akademiker hätten generell die besseren Karrierechancen und höheren Gehälter, ist heute einfach nicht mehr zutreffend."

    Laut Meiser besteht die Gefahr eines künftigen "Überangebots" an Akademikern. "Unsere Unternehmen brauchen gut qualifizierte Fachkräfte aus der Praxis. Schon heute können viele solcher Stellen nicht mehr adäquat besetzt werden." Eine duale Ausbildung mit einer späteren Aufstiegsfortbildung ist deshalb nach Ansicht des IHK-Experten häufig genau das Richtige, um sich zu qualifizieren.

    Teilzeit bevorzugt

    Der Großteil der befragten Teilnehmer im Bezirk der IHK Koblenz bereitete sich auf die Prüfungen in einem Teilzeitlehrgang neben dem Beruf vor (72 Prozent). Bernhard Meiser appelliert an die Betriebe, ihre Mitarbeiter in Sachen beruflicher Weiterbildung zu unterstützen. "Wir alle müssen uns dafür einsetzen, noch stärker aufzuzeigen, wie attraktiv berufliche Bildung ist und welche Karriereoptionen dabei offen stehen."

    Aktuell werden in Koblenz rund 40 verschiedene kaufmännisch und technisch orientierte IHK-Weiterbildungsprüfungen für alle Branchen angeboten. Das Spektrum reicht vom "geprüften Fachwirt Versicherungen und Finanzen" über den "geprüften Industriemeister Metall" bis zum "geprüften Betriebswirt" oder dem "geprüften strategischen IT-Professional". Aber auch zum Ausbilder, Fremdsprachenkorrespondenten oder IT-Entwickler können Arbeitnehmer sich weiterbilden. Mit vielen der IHK-Weiterbildungen sind Abschlüsse auf Bachelor- und Masterniveau verbunden, die auch formal mit den entsprechenden akademischen Abschlüssen gleichgestellt sind.

    Die meisten der befragten Absolventen kamen im Bezirk der IHK Koblenz aus Unternehmen der Industrie (29 Prozent) oder aus dem Bereich Sonstige Dienstleistungen (17 Prozent). Dieser reicht von der Gebäudebetreuung über die Reisebranche bis hin zu den Sicherheitsdiensten.

    Die IHK Koblenz unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen mit bis zu 3000 Euro Förderung für eine berufliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Denn die Mitarbeiter sind nach Ansicht der Kammer der entscheidende Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. "Betriebe, die ihre Mitarbeiter qualifizieren und auf dem Laufenden halten, bringen auch ihr Unternehmen voran", betont Meiser.

    Was die Teilnehmer zum Weiterlernen motiviert
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