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    HunsrückFotografie: Das Hobby peu à peu weiterentwickelt

    Schon als Kind hat Janina Gringmuth leidenschaftlich gerne fotografiert. Nur selten haben ihre Freunde sie ohne Fotoapparat gesehen.

    Die Fotografin Janina Gringmuth hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Foto: Ulrike Platten-Wirtz
    Die Fotografin Janina Gringmuth hat ihr Hobby zum Beruf gemacht.
    Foto: Ulrike Platten-Wirtz

    Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

    „Mein Vater war auch ständig mit seiner Kamera unterwegs. Irgendwie habe ich mir das schon als Kind von ihm abgeguckt“, gesteht Gringmuth lachend.

    Als jugendlicher Partygast war die Hobbyfotografin stets gern gesehen. „Ich habe dann aus den Fotos ein kleines Album zusammengestellt, das wir bei der nächsten Feier zusammen angeschaut haben“, erzählt sie weiter. Und so habe sich das Hobby vom Knipsen mit Kleinbildkamera auf Kinderpartys dann peu à peu weiterentwickelt.

    Ihre erste Spiegelreflexkamera hat sie mit 15 Jahren bekommen. „Natürlich noch eine analoge“, sagt Gringmuth. „Die ersten digitalen Spielgelreflexkameras waren ja unerschwinglich teuer.“ Dass sie sich mit ihrem Hobby auch immer ein bisschen Taschengeld verdienen konnte, fand die Hobbyfotografin toll. Mit 19 ist sie von zu Hause ausgezogen. Und obwohl ihr neues Heim nur ein kleines Einzimmerappartement war, hatte sich Gringmuth dort eine Fotoecke eingerichtet, die sie mit aufgespannten Stoffen abtrennte. „Da habe ich dann Fotos für Freunde und Bekannte gemacht.“ Als die Wohnung später größer wurde, gab es selbstverständlich auch ein eigenes Studio. „Das war zwar miniklein, aber ich hatte zum ersten Mal einen eigenen Raum zum Fotografieren“, erinnert Gringmuth sich nicht ohne Stolz. So nach und nach habe sie sich dann Studioblitze angeschafft und das Equipment erweitert. Ein befreundeter Kollege, der ebenfalls Hobbyfotograf war, gab ihr die notwendigen technischen Tipps. Einen Fotokurs habe sie eigentlich nie besucht. Nach dem Motto „Learning by Doing“ habe sie sich alles selbst beigebracht und aus den eigenen Fehlern gelernt.

    Aus dem Hobby einen Beruf zu machen, kam für Gringmuth eigentlich nie in Frage. Fotografieren habe ihr immer Spaß gemacht und sollte ein Ausgleich zu ihrem Job als Vollzugsbeamtin sein, erzählt sie weiter. Inzwischen ist die 30-jährige Mutter eines kleinen Sohnes, der natürlich zu ihrem liebsten Fotoobjekt geworden ist. Allerdings mache sie die meisten Schnappschüsse von ihrem Sohn mit dem Handy. Mit den neuen Aufgaben als junge Mutter bleibt momentan wenig Zeit, um sich intensiv mit dem Fotografieren zu beschäftigen. Ihr eigens im Untergeschoss des Einfamilienhauses eingerichtetes Fotostudio wirkt tatsächlich ein wenig verlassen. Zurzeit fotografiere sie ohnehin viel lieber draußen in der Natur als im Studio, gibt Gringmuth zu. Sie hatte schon überlegt, ihre komplette Studioeinrichtung zu verkaufen und sich mehr auf Outdoor-Fotografie zu konzentrieren. Ihr Lieblingsmotiv seien immer schon Mensch und Natur gewesen. Gern begleitet sie auch Bekannte und Freunde am Tag der Hochzeit, um unvergessliche Fotos für die Brautpaare zu schießen. Außer Menschen in der Natur fotografiert Gringmuth auch gern Tiere. Im eigenen Haushalt gibt es außer Mann und Sohn auch zwei Katzen, im Freundeskreis mehrere Hunde. Tiere zu fotografieren sei sehr spannend, habe nur leider einen kleinen Nachteil, sagt die Hobbyfotografin. „Die Tiere bleiben einfach nicht ruhig sitzen, wenn ich sie fotografieren will.“

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