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    NeuwiedDHL-Basis in Koblenz soll Neuwied entlasten

    Durch die neue Zustellbasis von DHL, einer Tochterfirma der Deutschen Post, gehen in Neuwied keine Arbeitsplätze verloren. Das bekräftigte Sprecher Heinz-Jürgen Thomeczek im Gespräch mit der Rhein-Zeitung.

    Hier brummt's: Wenige Tage vor Weihnachten stehen die Lastwagen vor dem Paketzentrum in der Rostocker Straße Schlange. Hier macht sich bemerkbar, dass Amazon-Mitarbeiter an einigen Standorten streiken. Deshalb wickelt der Internetriese mehr über den Standort Koblenz ab. Fotos: Markus Gerhold
    Hier brummt's: Wenige Tage vor Weihnachten stehen die Lastwagen vor dem Paketzentrum in der Rostocker Straße Schlange. Hier macht sich bemerkbar, dass Amazon-Mitarbeiter an einigen Standorten streiken. Deshalb wickelt der Internetriese mehr über den Standort Koblenz ab. Fotos: Markus Gerhold

    Von unserem Redakteur Markus Gerhold

    Vor Kurzem hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass es im Koblenzer Indus- triegebiet Rheinhafen eine neue Zustellbasis errichten wird. Der Spatenstich für die Halle, die so groß sein wird wie ein Fußballfeld, ist für das Frühjahr 2014 geplant. Es entsteht nicht nur eine moderne Anlage, die bis zu 4000 Pakete pro Stunde verteilen kann, sondern auch 85 Arbeitsplätze. Nach Informationen des SWR will das Unternehmen 20 neue Mitarbeiter einstellen, ein Großteil der Belegschaft aber soll aus dem Paketzentrum in Neuwied in die Koblenzer Hans-Böckler-Sraße wechseln. Endgültig entschieden, so betont Sprecher Thomeczek, ist aber noch nichts: "Bis es so weit ist, fließt noch viel Wasser den Rhein runter."

    Für den DHL-Standort in der Rostocker Straße in Neuwied wird das Neubauprojekt allerdings keine negativen Konsequenzen haben, davon ist der Post-Mann überzeugt. Im Gegenteil: "Wir brauchen den Platz." Denn das Paketzentrum im Industriegebiet Distelfeld spielt im wachsenden Geschäft des Konzerns eine wichtige Rolle. Es ist eines von 33 seiner Art in Deutschland und einer Zustellbasis, wie sie Koblenz entstehen soll, übergeordnet.

    Bei DHL gibt es offensichtlich derzeit viel zu tun.
    Bei DHL gibt es offensichtlich derzeit viel zu tun.
    Foto: mg

    Das Prinzip erklärt Thomeczek so: Ein Päckchen, das jemand zum Beispiel von Berlin nach Trier verschickt, kommt in der Hauptstadt in einen großen Container und den fährt ein Lastwagen zunächst nach Neuwied. In dem Paketzentrum geht es dann in die Zustellbasis, die es dort für die hiesige Region bereits gibt, und dann weiter nach Trier. Aber auch andere Basen in Limburg, Gießen oder Wetzlar bedient die Neuwieder Station.

    Weil der Bedarf insgesamt wächst, soll es künftig eine größere Basis in Koblenz geben - neben 24 weiteren in ganz Rheinland-Pfalz. Sprecher Thomeczek will sogar nicht ausschließen, dass die Neuwieder Zustellbasis erhalten bleibt. Die 60 Mitarbeiter gehören also auf jeden Fall weiterhin zum Verbund des Paketzentrums Neuwied-Koblenz dazu.

    Wie viel der Bonner Konzern in die neue Zustellbasis investiert, dazu gibt es keine Angaben. Bundesweit nimmt die Deutsche Post 750 Millionen Euro in die Hand, um seine Infrastruktur zu modernisieren und zu erweitern. Dass das Geschäft mit den Paketen brummt, wird in Neuwied allemal deutlich. Kurz vor Weihnachten stehen die Lastwagen vor den Schranken zum Paketzentrum Schlange. Dort bekommen die Mitarbeiter unter anderem die Auswirkungen des Streiks bei Amazon zu spüren. Denn das Internetkaufhaus wickelt nun noch mehr über seine Koblenzer Verteilstation ab. Damit bekommt auch das DHL-Paketzentrum noch mehr zu tun.

    Auf absehbare Zeit brauchen die Mitarbeiter dort also wohl nicht um ihre Jobs zu bangen. An einem Schild am Eingang prangt sogar ein Banner: Das Unternehmen sucht Teilzeitkräfte.

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