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  • Zu starke Strahlen: Einsatzkräfte dürfen neue Digitalfunkgeräte nicht im Auto nutzen

    Rheinland-Pfalz. Wirbel um eine Dienstanweisung an die rheinland-pfälzischen Einsatzkräfte: Die neuen digitalen Funkgeräte dürfen nach Informationen des Trierischen Volksfreunds nicht im Auto genutzt werden – sie strahlen zu stark.

    Polizeibeamter hält digitales Handsprechfunkgerät
    Der digitale Empfang gilt als störungssicher.
    Foto: Jens Büttner/Archiv - DPA

    Mehrere Jahre hat die Polizei in Rheinland-Pfalz am Austausch der alten Analogfunkgeräte gegen moderne Digitalfunkgeräte gearbeitet. Eine Dienstanweisung aus Mainz vom 12. Dezember 2013, die dem Trierischen Volksfreund vorliegt, sorgt nun allerdings für Verunsicherung im Umgang mit den Handfunkgeräten (Handheld Radio Terminal, HRT): „Die Nutzung von HRT ist in Fahrzeugen grundsätzlich nicht zulässig!“, teilt die zum Mainzer Innenministerium gehörende Autorisierte Stelle Digitalfunk dem Bericht zufolge nicht nur den rheinland-pfälzischen Polizeidienststellen per Dienstanweisung mit, sondern auch allen anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, die auf Digitalfunk umgestellt haben. 

    Die von den Funkgeräten erzeugten elektromagnetischen Felder würden von den Fahrzeug-Karosserien reflektiert. Dadurch könne es „in ungünstigen Fällen bereits nach wenigen Minuten zu Überschreitungen der gesetzlichen Grenzwerte kommen“, heißt es. Nicht nur im reinen Sendebetrieb, sondern auch im Passiv-Modus würden die Geräte Wellen erzeugen, die „auf den menschlichen Organismus und elektronische Geräte einwirken.“ In den Fahrzeugen sind allerdings auch noch Funkgeräte fest installiert, die genutzt werden können.

    Zwei Kommissare der Polizeiinspektion Trier werfen ihren Dienstherren in einem internen Schreiben, das dem Trierischen Volksfreund nach dessen Angaben ebenfalls vorliegt, eine Vertuschung der Gesundheitsgefahren vor. Die beiden Polizisten fordern, dass bis zur Behebung der Gefahrenquellen statt der digitalen HRT wieder die alten Analoggeräte verwendet werden sollen. Das Mainzer Innenministerium und das Trierer Polizeipräsidium weisen das zurück: Dass die digitalen Handgeräte nicht in Autos benutzt werden dürfen, sei bereits bei der Einführung der Geräte in Schulungen bekannt gemacht worden. Beim bestimmungsgemäßen Gebrauch der HRT bestünden keinerlei Gesundheitsrisiken.

    Ursprünglich sollten in Deutschland Teile des digitalen Netzes schon zur Fußball-WM 2006 funktionieren. Zunächst hatten Bund und Länder jedoch um die Kosten gestritten, dann gab es technische Probleme. Die Umstellung hat allein in Rheinland-Pfalz etwa 90 Millionen Euro gekostet.

     

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