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  • Ziele am Nürburgring gefährdet: Verein fordert vom Land 1,6 Millionen Euro zurück

    Nürburg. Der Verein "Ja zum Nürburgring" fordert 1,6 Millionen Euro vom Land für Investitionen in die Rennstrecke zurück. Das Geld sei unter anderen Voraussetzungen geflossen, erklärt der Verein, der "Fehlentwicklungen" und die private Betreibergesellschaft Nürburgring Automative GmbH kritisiert.

    Mythos Nordschleife: Der Verein "Ja zum Nürburgring" hat in die Sicherheit dort Geld investiert, das er nun zurückfordert. Er sieht die mit dem Land besprochene Grundlage für das Investment gefährdet - den Zugang für den Breitensport zur Strecke zu angemessenen Preisen.
    Mythos Nordschleife: Der Verein "Ja zum Nürburgring" hat in die Sicherheit dort Geld investiert, das er nun zurückfordert. Er sieht die mit dem Land besprochene Grundlage für das Investment gefährdet - den Zugang für den Breitensport zur Strecke zu angemessenen Preisen.
    Foto: dpa

    Nürburg - Der Verein "Ja zum Nürburgring" fordert 1,6 Millionen Euro vom Land für Investitionen in die Rennstrecke zurück. Er begründet das mit "Fehlentwicklungen" und kritisiert die private Betreibergesellschaft Nürburgring Automative GmbH.

    An der Spitze des Vereins steht der frühere ADAC-Präsident Otto Flimm. Der Verein will das seit 2007 in Sicherheitsmaßnahmen an der Nordschleife investierte Geld zurück, weil er die Ziele gefährdet sieht, die mit der Investition verbunden waren. Das Geld habe dem Profi-Motorsport und insbesondere dem Breitensport "den Zugang zu den Rennstrecken zu angemessenen Preisen sichern" sollen.

    Und das sieht der Verein durch das Engagement der privaten Nürburgring Automotive GmbH gefährdet, die den Ring seit Mai 2010 betreibt. Und für die stehe eine Gewinnmaximierung um jeden Preis im Fokus. Damit spricht der Verein vielen Fans aus dem Herzen. Eine Facebook-Seite "Save the ring" hat 50.000 Mitglieder, eine Online-Petition, die die EU zum Handeln auffordert, hat fast 20.000 Mitzeichner.   

    Die vom Verein beauftragte Kölner Anwaltskanzlei Frey +  Kollegen geht davon aus, dass die Geschäftsgrundlage für das Engagement "in mehrfacher Hinsicht schwerwiegend gestört ist" und die Zahlungen zurückgefordert werden können. Die Anwälte sollen die näheren Umstände bei der Durchführung des Projekts „Nürburgring 2009“ sowie der Verpachtung der Rennstrecken und weiterer im Umfeld der Strecke errichteter Beherbergungs-, Gastronomie- und Unterhaltungsunternehmungen untersuchen. Die Nürburgring GmbH sei bereits angeschrieben worden, hieß es. Die Nürburgring GmbH ist die landeseigene Gesellschaft, der der Ring gehört und die sie an die Automative GmbH verpachtet hat.

    Der Verein bereitet zudem eine Beschwerde an die EU-Kommission wegen eines Verstoßes gegen europäisches Beihilfe- und Vergaberecht am Nürburgring vor. Am kommenden Dienstag wollen Flimm, nach dem eine Straße am Ring benannt ist, und die Anwälte am Nürburgring ihr weiteres Vorgehen erläutern. Bereits 2003 hatte der Verein, der sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Rennstrecke einsetzt, mehrere Millionen Euro von der Nürburgring GmbH zurückgefordert.    

    Die Privatfinanzierung des umstrittenen Ringausbaus für rund 330 Millionen Euro scheiterte im Sommer 2009 spektakulär. Die Staatsanwaltschaft ermittelt bis heute gegen mehrere Manager. Seit Mai 2010 betreiben der Hotelier Jörg Lindner und Geschäftsmann Kai Richter in der Nürburgring Automotive GmbH die weitgehend landeseigene Rennstrecke samt Freizeitpark und anderer Attraktionen.

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