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  • Zeitungsbericht: Staatsanwälte ermitteln nun gegen Limburgs Bischof Tebartz-van Elst

    Limburg. Gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird nach einem Zeitungsbericht jetzt wegen des Verdachts der Abgabe von falschen eidesstattlichen Erklärungen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg nimmt offenbar einen Ball auf, den die Limburger Ermittler weitergespielt hatten. 

    Limburg - Gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird nach einem Zeitungsbericht jetzt wegen des Verdachts der Abgabe von falschen eidesstattlichen Erklärungen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Hamburg nimmt offenbar einen Ball auf, den die Limburger Ermittler weitergespielt hatten.

    Von unserem Redakteur Lars Wienand

    ARCHIV - Franz-Peter Tebartz-van Elst, Bischof von Limburg (Hessen), steht am 03.12.2012 in der Kapelle des Bischofshauses auf dem Areal der alten Vikarie gegenüber dem Limburger Dom. Ehen und Familie
    ARCHIV - Franz-Peter Tebartz-van Elst, Bischof von Limburg (Hessen), steht am 03.12.2012 in der Kapelle des Bischofshauses auf dem Areal der alten Vikarie gegenüber dem Limburger Dom. Ehen und Familie
    Foto: dpa
    Die Staatsanwaltschaft Hamburg nimmt sich nach einem Bericht der Frankfurter Neuen Presse offenbar den Limburger Franz-Peter Tebartz-van Elst vor. Sie geht demnach jetzt der Frage nach, ob er in einem Rechtsstreit mit dem "Spiegel" gelogen hat. Es geht um den Vorwurf der falschen eidesstattlichen Versicherung - Paragraf 156 des Strafgesetzbuchs. Darauf steht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

    Auslöser des Streits war der Umgang des Bischofs mit einem Erste-Klasse-Flug nach Indien. Der war mit Bonusmeilen von Tabartz-van Elsts Generalvikar bezahlt worden, doch der Bischof hatte bestritten, überhaupt Erste Klasse geflogen zu sein. 

    Bei der Staatsanwaltschaft  Limburg waren drei Anzeigen gegen den Bischof eingegangen. Doch die Limburger Behörde hatte im März erklärt, nicht zuständig zu sein. Der Bischof habe die strittigen Aussagen ja beim Landgericht in Hamburg eingereicht.

    Dort war der Kirchenmann damit auch zunächst erfolgreich gewesen: Als der Spiegel berichtet hatte, dass der wegen der Ausgaben immer wieder in der Kritik stehende Bischof den Flug Erster Klasse nach Indien geleugnet hatte, holte sich der Bischof eine einstweilige Verfügung. Dem Magazin wollte er untersagen lassen, einen Satz von ihm dazu zu zitieren. Den habe er nie gesagt, erklärte er in der eidesstattlichen Versicherung. Der Bischof bestritt also, die Unwahrheit gesagt zu haben - und log damit möglicherweise erneut. 

    Denn dann legte der Spiegel in einem Blogbeitrag unter der Überschrift "Der Bischof und das 8. Gebot - Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten" nach: Es gab Videobilder der Szene. Im August 2012 hatten sich ein Redakteur der Zeitschrift und der Bischof zufällig vor dem Limburger Dom getroffen, der Reporter ließ die Kamera laufen.

    Es ist zu sehen, wie der Bischof auf die Frage des Journalisten „Aber Erster Klasse sind Sie geflogen?“ antwortet: „Business Class sind wir geflogen." In der eidesstattlichen Versicherung hatte der Bischof aber "nach Belehrung über die strafrechtlichen Folgen vorsätzlich und fahrlässiger unrichtiger Angaben" behauptet, der Journalist habe diese Frage nicht gestellt und er den Satz nie gesagt.

    Von der Staatsanwaltschaft Hamburg war am Freitagabend keine Stellungnahme mehr zu bekommen. 

    Autor:
    Lars Wienand
    (Mail, )

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