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  • Rheinland-PfalzWie Gefahren im Gardetanz minimiert werden sollen

    Wer im Sport etwas erreichen will, muss früh anfangen zu üben. Im Gardetanzsport strecken häufig bereits Fünfjährige ihre Beine gen Himmel, dehnen sich für einen Spagat oder heben Gleichaltrige in die Höhe. Doch die extremen Dehnübungen und Kraftaufwendungen fordern einen hohen Tribut: Für viele junge Sportler geht der Traum von einer Profikarriere verletzungsbedingt früh zu Ende. Und diejenigen, die es an die Spitze schaffen, müssen im Anschluss an ihre Karriere mit Gelenkproblemen oder Rückenbeschwerden rechnen.

    Foto: Klaus-Peter Adle

    Um dem vorzubeugen, hat sich der Verband Rheinische Karnevals Korporationen (RKK) jetzt etwas überlegt. Er will ein Konzept für seine rund 1400 Mitgliedsvereine erarbeiten, das in Zukunft als Richtlinie für das Tanztraining im Breitensport gelten soll. So sollen Langzeitschäden bei den Sportlern vermieden werden. Im Hochleistungssport möchte RKK-Präsident Hans Mayer sogar eine verpflichtende Schulung für Kinder- und Jugendtrainer etablieren. Um das Konzept hinter dieser Idee auszuarbeiten, haben die RKK eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Mithilfe von Sportpädagogen und Sportmedizinern soll sie die Richtlinien erarbeiten. Im Oktober dieses Jahres werden dann auf der Jahreshauptversammlung der RKK erste Ergebnisse vorgestellt. „Ich habe Siebenjährige bei Wettkämpfen gesehen, die regelmäßig Hebefiguren ausführen“, erläutert Mayer, wie es zu der Idee kam. „Und da kommt natürlich die Frage auf, wie lange so etwas gut geht.“ Seine Erkenntnis: Schon im Training muss sich einiges ändern. Den Trainern im Breitensport soll in Zukunft eine Art Handbuch dabei helfen, Kinder und Jugendliche möglichst schonend und doch effektiv zu trainieren. Für die Trainer im Hochleistungssportsegment soll eine spezielle jährliche Schulung, die ein Wochenende dauert, sogar verpflichtend werden.

    Mit ihrem Projekt übernehmen die RKK eine Vorreiterrolle. „Ein Gesundheitsmanagement mit diesem Schwerpunkt gab es bisher im Gardetanzsport so noch nicht“, sagt Mayer. Konkret werden den Trainern mit diesem Konzept einige Tipps und Ideen für die Aufwärm- und Dehnungsphase der Sportler vermittelt. Gerade in diesen Phasen seien gezielte und richtige Übungen besonders wichtig, so Mayer.

    Von unserer Reporterin Celina de Cuveland

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