40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Volle Energie: Andernach setzt auf regenerativ
  • Volle Energie: Andernach setzt auf regenerativ

    Andernach. Mehr Sonne, Wind und Biomasse: In der Bäckerjungenstadt sollen regenerative Energien eine größere Rolle spielen. Das hat der Stadtrat jetzt beschlossen.

    Die Stadt nutzt bereits Hackschnitzelheizungen und Solarenergie (Bild) - wie hier in der Grundschule St. Stephan. Zudem betreibt sie zwei Blockheizkraftwerke. Wind- und Biogasanlagen spielen bislang keine Rolle.  Foto: Katrin Steinert
    Die Stadt nutzt bereits Hackschnitzelheizungen und Solarenergie (Bild) - wie hier in der Grundschule St. Stephan. Zudem betreibt sie zwei Blockheizkraftwerke. Wind- und Biogasanlagen spielen bislang keine Rolle. 
    Foto: Katrin Steinert - Kathrin Steinert

    Andernach - Mehr Sonne, Wind und Biomasse: In der Bäckerjungenstadt sollen regenerative Energien eine größere Rolle spielen. Darin sind sich die Mitglieder des Stadtrates einig. Nun wird in einer Studie geprüft, wo die Stadt mehr Energie einsparen kann und wie sie den Einsatz von Naturkräften ausbauen kann. Das Ziel: Auf lange Sicht den eigenen Bedarf mit erneuerbaren Energien zu decken.

    Der Stadtrat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, eine sogenannte Machbarkeitsstudie für ein Energiekonzept entwickeln zu lassen - in enger Abstimmung mit den Stadtwerken und dem Regionalen Raumordnungsplan. Bis Ende April sollen entsprechende Angebote für Klimaschutzgutachten eingeholt werden.

    Obwohl sich die Fraktionen in dieser Sache einig waren, entbrannte ein Schaukampf. Denn: Der Antrag für diese Machbarkeitsstudie stammte ausgerechnet von der CDU. Das nahmen SPD, FWG und Grüne zum Anlass, über die Christdemokraten herzuziehen.

    Nachdem CDU-Fraktionschef Gerhard Masberg mit Blick auf die Endlichkeit der Ressourcen für eine "energieautarke Heimatstadt" geworben hatte, appellierte er: "Lassen Sie uns in Andernach eine vernünftige, für kommende Generationen angemessene Energiepolitik machen!" In den Ohren von Clemens Hoch (SPD) klang das wie Hohn und er polterte los: "Sie waren mehrere Jahre der Bremser. Aber es ist schön, wenn die CDU gelernt hat." Hoch warnte davor, mit diesem "Schnellschuss" doppelt Geld auszugeben. Denn: Im Rahmen der Fortschreibung des Landesentwicklungsprogrammes (LEP 4) würden ebenfalls Klimaschutzkonzepte gefordert und dann vermutlich auch finanziell vom Land gefördert. Hintergrund: Das Land Rheinland-Pfalz will bis 2030 energieautark sein. Hoch: "Lassen Sie uns abwarten, bis diese Dinge offengelegt und geklärt sind, bevor wir jetzt schon Geld ausgeben." Er forderte, dass zu einem ehrlichen Konzept ein Mix gehört: aus Windenergie, Biogas, Fotovoltaik und Kraft-Wärme-Energie. "Da dürfen wir nicht voreingenommen rangehen."

    FWG-Fraktionschef Hartmut Dressel ließ sich einen Seitenhieb auf die CDU nicht nehmen: "Wir erleben einen historischen Moment. Die CDU hat das Pferd umgesattelt und reitet nun in die grüne Richtung." Er stimmte Clemens Hoch zu, dass nun der große Wurf gelingen muss, der viele Faktoren berücksichtigt. "Wir sollten das mit LEP 4 abstimmen. Und wir sollten uns als Stadt dazu äußern, wo wir Flächen für Windkraft auszeichnen wollen." Ulrike Linhsen (Grüne) betonte: "Ich bin von der CDU begeistert. Sie ist lernfähig." Sie entsprach Hoch und Dressler, indem sie riet, die Studie in Verknüpfung mit dem Landesentwicklungsprogramm anzugehen, um Fördergelder nutzen zu können. Jürgen Schartmann von der Linkspartei sagte: "Wir sollten das so schnell wie möglich anpacken und die Sache in Auftrag geben." Judith Lehnigk-Emden (FDP) beschloss: "Es wurde alles gesagt." Von unserer Redakteurin Katrin Steinert

    Anzeige
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Wetter
    Samstag

    17°C - 27°C
    Sonntag

    12°C - 23°C
    Montag

    11°C - 23°C
    Dienstag

    14°C - 23°C
    epaper-startseite
    Anzeige
    Hartmut Wagner

    Hartmut Wagner berichtet vom Koblenzer Landgericht