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  • Viele sind fehl am Platz: Selbstbeteiligung von Patienten in Notaufnahmen gefordert

    Mainz. Angesichts der oft überfüllten Notaufnahmen der Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz fordert die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landes eine Selbstbeteiligung bei Patienten mit nicht akuten Leiden. Der Gesetzgeber solle sich das überlegen, sagte Rainer Saurwein von der KV. Ein solches Vorgehen könne die Notaufnahmen entlasten.

    Eine Ärztin untersucht einen Patienten
    Einem Patienten wird von einer Ärztin das Herz abgehört.
    Foto: Frank May/Symbolbild - dpa

    In der Notaufnahme des Katholischen Klinikum Mainz zum Beispiel wurden nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr fast 30.000 Patienten behandelt. Nur etwa zehn Prozent seien Notfälle gewesen, sagte der Leiter der Notaufnahme, Torsten Schmitt. Die anderen sollten eigentlich eine der 48 Bereitschaftspraxen in Rheinland-Pfalz aufsuchen. Oder zu einem Hausarzt gehen.

    „System ist zu kompliziert“

    Für diejenigen, die Zeit haben, sei die Notaufnahme eigentlich nicht da, sagt Schmitt. Neben dem Krankenhaus und dem Hausarzt gebe es zum Beispiel noch den ärztlichen Bereitschaftsdienst, doch der sei den Bürgern oft nicht bekannt. Dabei solle er die Notaufnahme von allen nicht-lebensbedrohlichen Fällen außerhalb der Öffnungszeiten der Hausärzte entlasten. In der Realität sieht das anders aus. "Unser System ist zu kompliziert", resümiert Schmitt.

    400.000 Patienten pro Jahr kommen in die 48 Bereitschaftspraxen der Ärzte in Rheinland-Pfalz. Das macht 8300 Fälle pro Praxis - deutlich weniger als in den 88 Notaufnahmen des Landes. "Wir versuchen auf die Bereitschaftsdienste aufmerksam zu machen", sagt Rainer Saurwein von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP). "Aber es gibt Menschen, die wir trotzdem nicht erreichen."

    Außerdem sei die Notaufnahme für viele Menschen besser zu erreichen - und biete zudem eine Rundumversorgung vor Ort, die die Bereitschaftspraxen nicht leisten könnten. "Wir schlagen vor, dass auch in der Notaufnahme direkt Aufklärung geleistet wird. Und wer trotzdem mit einem geringfügigen Leiden dort behandelt werden will, sollte eine Selbstbeteiligung zahlen", schlägt Saurwein vor. Die solle zwar nicht hoch sein, aber ein solches Vorgehen sei fair und könnte die Notaufnahmen entlasten.  dpa

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