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  • Vergleich: Boris Becker erhält 200.000 Euro für Auftritte am Nürburgring

    Rheinland-Pfalz. Das Kapitel „Nürburgring-Botschafter“ Boris Becker ist abgeschlossen. Ein Vergleich vor dem Landgericht Koblenz sieht laut Rhein-Zeitung vor, dass der frühere Tennisstar 200.000 Euro für seine Auftritte an der Rennstrecke erhält. 

    Boris Becker 2009 mit dem Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz, im „ring°racer".
    Boris Becker 2009 mit dem Geschäftsführer der Nürburgring GmbH, Dr. Walter Kafitz, im „ring°racer".
    Foto: dpa

    Das ist weniger als die Hälfte der ursprünglich vereinbarten Summe.

    Konzept stammte von Kafitz

    Hintergrund des Streits: Der geschasste Ringchef Walter Kafitz, der mittlerweile im Ring-Prozess wegen Untreue vor Gericht steht, hatte den Vertrag einst mit Boris Becker in die Wege geleitet. Der dreifache Wimbledonsieger sollte das Gesicht des neuen Nürburgrings samt Freizeitpark werden. Dafür war der Trierer Vermarktungsgesellschaft „WH Sport international“, die die Tennis-Legende in die Eifel vermittelte, ein Honorar von 450 000 Euro netto zugesagt worden.

    Die einstige Nummer eins der Weltrangliste soll aber nur drei von sieben bis acht geplanten Auftritten absolviert haben. Legendär ist Beckers „Schleichfahrt“ im Ringracer bei der Eröffnung des „neuen Nürburgrings“ 2009. Die einst als schnellste Achterbahn der Welt gerühmte Stahlkonstruktion war noch nicht einsatzbereit. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

    Nachdem die Finanzierung des Freizeitparks im Sommer 2009 spektakulär gescheitert war, wollte die neue Betreibergesellschaft das Tennis-As nicht weiter als „Ringbotschafter“ einsetzen. „Wir nutzen den Vertrag nicht, weil er einfach nicht passt“, hieß es im Juli 2011 von der Nürburgring Automotive GmbH (NAG). Beckers Vermarkter wollte dies so aber nicht hinnehmen und klagte das vereinbarte Honorar ein. Ein Streit, der jetzt erst beigelegt werden konnte.

    Einigung am 20. November

    Zu dem Vergleich kam es 20. November vor der dritten Handelskammer des Koblenzer Landgerichts. Die Widerspruchfrist lief vor rund einer Woche ab. Damit ist die Einigung gültig, wie eine Sprecherin bestätigte.

    Im dem Vergleichs-Vertrag vom 27. November, der zur Räumung der Pächter vom Ring führte, hatten die Sanierer den Boris-Becker-Prozess übernommen. Sie erklärten sich bereit, Schadensersatzforderungen von bis zu 425 000 Euro zu begleichen, alles andere hätten die Ex-Pächter gezahlt. Nach der Einigung wird es jetzt deutlich billiger. Die fälligen 200 000 Euro wurden denn auch bereits an die Managementgesellschaft „WH Sport international“ überwiesen.

    Derweil sind die NAG-Gesellschafter Jörg Lindner und Kai Richter optimistisch, dass sie die Formel 1 an den Nürburgring holen können. Die entsprechenden Dokumente über einen Vertrag sollen bereits mit Bernie Ecclestone, dem Chefvermarkter der Königsklasse, ausgetauscht worden sein. Heute will der Motorsport-Weltrat den Formel-1-Rennkalender 2013 festzurren. Doch Experten betonen, dass auch später noch Änderungen möglich sind.

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

     

    (29.07.2011) Boris Becker tritt nicht mehr als «Ringbotschafter» auf(26.07.2011) Nürburgring: Land bei Formel 1 optimistisch - Boris Becker "außer Dienst"
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