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  • Verein will Neustart am Ring Nürburgring

    Rheinland-Pfalz. Der ehemalige ADAC-Chef und Vorsitzende des Vereins "Ja zum Nürburgring", Otto Flimm, präsentiert der Landesregierung mit mehreren Klagen die Quittung "für Größenwahnsinn" an der traditionsreichen Rennstrecke. "Dort wurden Millionen in den Sand gebaut." Er fordert sich wieder ausschließlich auf den Rennsport zu konzentrieren und schlägt eine radikale Lösung vor.

    Hochbetrieb in der Boxengasse des Nürburgrings: Otto Flimm, Vorsitzende des Vereins "Ja zum Nürburgring", fordert, dass man sich am Nürburgring ausschließlich auf den Rennsport konzentriert.
    Hochbetrieb in der Boxengasse des Nürburgrings: Otto Flimm, Vorsitzende des Vereins "Ja zum Nürburgring", fordert, dass man sich am Nürburgring ausschließlich auf den Rennsport konzentriert.
    Foto: Wolfgang Heil

    Rheinland-Pfalz - Der ehemalige ADAC-Chef und Vorsitzende des Vereins "Ja zum Nürburgring", Otto Flimm, präsentiert der Landesregierung mit mehreren Klagen die Quittung "für Größenwahnsinn" an der traditionsreichen Rennstrecke. "Dort wurden Millionen in den Sand gebaut." Deshalb fordert Flimm vom Land die Einsicht und den Mut, sich wieder auf den Rennsport zu konzentrieren und die profitable Strecke vom übrigen Betrieb abzutrennen.

    Das 330 Millionen Euro teure Projekt "Nürburgring 2009" mit Hotels und Gastronomie sei wie ein "Insolvenzverwalter" zu verwerten, "der Rest zu schließen, abzureißen oder zu verschrotten". Das ist für Flimm "die billigste Lösung."

    Der Verein, ein Zusammenschluss von Rennveranstaltern und Privatpersonen, fordert, wie Flimm sagt, "den Befreiungsschlag". Weil er für den Neuanfang ein klares Konzept der Politik vermisst, macht er mit dem Kölner Anwalt Dieter Frey rechtlich mächtig Druck, vor allem bei der EU-Kommission. Die prüft auf Drängen des Vereins, ob 524 Millionen Euro an Beihilfen denn rechtmäßig zum Ring geflossen sind. Mit der Eröffnung des Verfahrens hat Brüssel daran aber schon starke Zweifel geäußert.

    Gleichzeitig läuft noch eine Klage des Vereins wegen der Vergabe des Pachtvertrags. Außerdem verhandelt das Landgericht Koblenz am 24. Mai über die Frage, ob die nahezu landeseigene Nürburgring GmbH dem Verein 1,6 Millionen Euro zurückzahlen muss. Mit diesem Betrag hat der Verein, der schon beim Bau der neuen Grand-Prix-Strecke drei Millionen Euro aufgetrieben hatte, 2007 die Nordschleife gesichert, als die Rennlizenz auf dem Spiel stand. Für die Spende "ist aber die Geschäftsgrundlage entfallen."

    Dabei führt Flimm "fehlgeleitete Investitionen in sportfremde Wirtschaftsaktivitäten" ins Feld, aber auch die Kritik, dass der Breitensport an der Strecke wegen steigender Preise und dem Ziel der Pächter, stärker auf Touristenfahrten zu setzen, immer mehr leide. "Ohne Breitensport gäbe es aber keinen Michael Schumacher." Aber die Betreiber wollten oder müssten wegen der Pacht vor allem "Schotter abziehen". Nach Einschätzung von Flimm fließen für das Formel-1-Rennen auch nur deshalb gut 14 Millionen Euro aus dem Landesetat, weil auch der Pachtbetrieb mit Millionen subventioniert werde. Auch dies müsse die EU prüfen, so Anwalt Frey. Er geht aber fest davon aus, dass eine nahezu landeseigne Nürburgring GmbH nach EU-Recht eine Rennstrecke betreiben kann, wenn sie sich nur auf den Sport konzentriert.

    Von unserer Redakteurin Ursula Samary

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