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  • Unwetterwarnung auch im RZ-Land: Nach Frostnacht kommt gefährliches Glatteis - DWD: "Bleiben Sie im Haus!" [5. Update]

    Rheinland-Pfalz. "Es treten starke Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr auf. Vermeiden Sie Autofahrten! Bleiben Sie im Haus!" So warnte der Deutsche Wetterdienst seit Samstagabend vor Glatteis im ganzen Land. Inzwischen wurden die Unwetterwarnungen im ganzen RZ-Land wieder aufgehoben. Es gab etliche Unfälle, doch insgesamt, so die Polizei, fanden die Warnungen Gehör.

    Am Abend und in der Nacht kann es auf den Straßen in Rheinland-Pfalz gefährlich werden. 
    Am Abend und in der Nacht kann es auf den Straßen in Rheinland-Pfalz gefährlich werden. 
    Foto: dpa

    Der Deutsche Wetterdienst schickt am Samstagabend eine Glatteiswarnung für Rheinland-Pfalz über die elektronische Kanäle, darin wird gewarnt vor Glatteis der Stufe 3 von 3. Die zunächst bis 22 Uhr geltende Warnzeit wurde inzwischen mehrfach verlängert, derzeit auf 10 Uhr Sonntagmorgen.

    Detaillierte Warninformationen erhalten Sie unter  http://www.wettergefahren.de und Warnungen für die Landkreise.

    Wie gefährlich das angedrohte Blitzeis ist, ließ sich am Samstagnachmittag bereits an der Situation in Niedersachsen beobachten, wo die Polizei gegen 17 Uhr dem NDR mitteilt: "Es knallt im Minutentakt". Innerhalb von 45 Minuten hatte es rund 50 Unfälle gegeben.

    "Wir haben eine spiegelglatte Einsatzstelle vorgefunden", sagen Einsatzkräfte der Feuerwehr auf der A1 und bestätigen damit die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes ( http://www.wettergefahren.de/warnungen/warnsituation.html). Auch im Norden hieß es: "Bleiben Sie zu Hause!", als der DWD vor Minustemperaturen, Eisregen und extremer Glätte gewarnt hatte. Die Unwetterwarnung wurde bisher mehrmals verlängert und gilt nun ebenfalls, wie bei uns in Rheinland-Pfalz, bis 22 Uhr.

    [1. Update, Sa 21:56 Uhr] Nachdem der Zeitraum für die Warnung zunächst auf 18:26 Uhr bis 22 Uhr bestimmt wurde, verlängerte der DWD diesen später. Es heißt nun, dass bis mindestens 3:00 Uhr mit extremer Straßenglätte zu rechnen ist. 

    [2. Update, So 6 Uhr] Inzwischen wurde die amtliche Unwetterwarnung vor Glatteis auf Sonntagmorgen, 10 Uhr, verlängert. Auch über Katwarn geht die Meldung raus. 

    Am frühen Sonntagmorgen sind die Straßen in den Höhenlagen, wie hier auf dem Hunsrück, gefährlich glatt. 
    Am frühen Sonntagmorgen sind die Straßen in den Höhenlagen, wie hier auf dem Hunsrück, gefährlich glatt. 
    Foto: Bettina Tollkamp

    Erste Bilanzen der Polizeiinspektionen

    [3. Update, So 6:30 Uhr] Das Polizeipräsidium in Koblenz zieht gegen 6 Uhr eine erste Bilanz der rutschigen Nacht: Aufgrund der überfrierenden Nässe wurden dort bis zum frühen Morgen insgesamt 37 Verkehrsunfälle von den Polizeiinspektionen gemeldet. Bei den Unfällen wurden insgesamt 7 Personen leicht verletzt, den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf 108000 Euro.

    Bis Sonntagmorgen meldet die Polizeiautobahnstation Montabaur, die für die A3 und die A 48 zuständig ist, vom Wochende insgesamt fünf Verkehrsunfälle, wovon nur einer auf nicht angepasste Geschwindigkeit bei Schneefall und Glätte zurückzuführen war. Auch die Polizeiinspektion Montabaur musste nur von zwei Unfällen aufgrund der Wetterlage berichten.

    Die Polizeiinspektion Andernach nahm am Samstagabend vier Verkehrsunfälle auf, die unmittelbar auf die eisglatten Straßen zurückzuführen waren. Dabei wurden keine Personen verletzt. Insgesamt hielten sich auch hier die wetterbedingten Verkehrsunfälle in Grenzen. Anscheinend, so die Bilanz der Polizei Andernach, hatten die meisten Verkehrsteilnehmer die ausgegebenen Warnungen beachtet.

    Von Freitag- bis Sonntagmittag ereigneten sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Neuwied insgesamt dreizehn Verkehrsunfälle mit Sachschaden. Während vier dieser Unfälle unmittelbar auf die widrigen Witterungsverhältnisse zurückzuführen waren, teilte die Polizei mit, dürfte bei einem Unfall alleinig Alkoholeinfluss des Fahrzeugführers die Ursache gewesen sein.

    Auch auf dem Hunsrück lobt die Polizei die Autofahrer: Zu witterungsbedingten Unfällen kam es nämlich nicht. Die zuständigen Straßenmeistereien konnten rechtzeitig streuen, hieß es, "und offensichtlich legten auch die Verkehrsteilnehmer angemessenen Fahrweisen an den Tag".

    Über Facebook zum Wetter ausgetauscht - und zum Glühwein verabredet 

    Über Facebook kommen viele Kommentare von Usern, die es gerade noch rechtzeitig nach Hause geschafft haben.

    Besorgte Leute fragen nach den Streufahrzeugen und bekommen Antwort:

    Andere arrangieren sich schnell und fröhlich mit dem widrigen Wetter und machen mit Nachbarn das Beste aus einem Abend zuhause:

    Und dann gab es noch diese Reaktion in Neuwied:

    [4. Update, So 7 Uhr] Der Deutsche Wetterdienst meldet in seiner Vorhersage um 7 Uhr am Sonntagmorgen: Am Vormittag muss verbreitet mit Glätte durch Überfrieren gerechnet werden. Zudem halten streckenweise leichter Regen oder Sprühregen im Tagesverlauf an und es kommt örtlich zu Glatteisbildung. Anfangs sind dabei noch unwetterartige Entwicklungen möglich. In höheren Lagen fällt teils auch etwas Schnee.
    Auch in der Nacht zum Montag kann besonders örtliches Glatteis nicht ganz ausgeschlossen werden. Zudem muss mit Glätte durch geringfügigen Schneefall oder überfrierende Nässe gerechnet werden.

    Rheinland-Pfalz sieht rot: Amtliche Warnung des DWD vor Glätte und Glatteis am Sonntagmorgen, 7:30 Uhr
    Rheinland-Pfalz sieht rot: Amtliche Warnung des DWD vor Glätte und Glatteis am Sonntagmorgen, 7:30 Uhr
    Foto: DWD

    [5. Update, So 9:30 Uhr] Für die Kreise Mayen-Koblenz, Kusel, Bernkastel-Wittlich, Simmern und Birkenfeld wird die Unwetterwarnung vor Glatteis der Stufe 3 weiter verlängert. Bis 12 Uhr ist hier weiterhin mit starken Behinderungen im Straßen- und Schienenverkehr zu rechnen; die Autos sollten stehenbleiben und die Menschen in ihren Häusern.

    Für die Stadt Koblenz, den Rhein-Lahn-Kreis, den Westerwaldkreis, den Kreis Alzey-Worms und den Kreis Bad Kreuznach wird die Unwetterwarnung aufgehoben.

    [6. Update, So 12 Uhr] Um 12 Uhr gibt der DWD Entwarnung: In allen Kreisen unseres Verbreitungsgebietes wurde die Unwetterwarnung aufgehoben.

    Rekordkälte in der Freitagnacht

    Rheinland-Pfalz hatte von Freitag auf Samstag eine der bislang kältesten Nächte des Winters erlebt. Vor allem im Hunsrück herrschte in der Nacht zum Samstag klirrende Kälte: In Idar-Oberstein im Kreis Birkenfeld ging die Temperatur auf minus 14 Grad runter, in Simmern sanken die Werte auf minus 13,6 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mitteilte. 

    Hagebutte im Frostmantel
    Eine Hagebutte ist mit Raureif bedeckt.
    Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv - dpa

    In den Höhenlagen trieb es die Wintersportler nach draußen. Auf dem Erbeskopf nahm das Wintersportzentrum bei einer Schneehöhe von zehn Zentimetern einen Lift in Betrieb. Auch die Rodelbedingungen waren den Angaben zufolge auf dem mit 816 Metern höchsten Berg in Rheinland-Pfalz gut.

    An diesem Hang auf dem Erbeskopf ging es schon am 2. Januar hoch her. Am Morgen hatte es in Rheinland-Pfalz leicht geschneit, für die Nutzung der Skipisten im Land war das noch zu wenig.
    An diesem Hang auf dem Erbeskopf ging es schon am 2. Januar hoch her. Am Morgen hatte es in Rheinland-Pfalz leicht geschneit, für die Nutzung der Skipisten im Land war das noch zu wenig.
    Foto: dpa

    "Typisch mitteleuropäischer Winter"  - und wenn's unten regnet, wird es gefährlich glatt

    Für die nächsten Tage sagen die Wetterexperten weiter Frost voraus - allerdings nicht mehr ganz so strengen. „Bis auf den Mittwoch und die Nacht zum Donnerstag, an dem unsere Vorhersagen noch recht unsicher sind, erwarten wir einen typisch mitteleuropäischen Winter mit Schnee auf den Mittelgebirgen und Schmuddelwetter in den Niederungen“, sagte ein DWD-Meteorologe am Samstagmorgen.

    Bei Temperaturen zwischen einem und drei Grad fällt in den tieferen Lagen Regen, in den höheren Schnee. Dabei kommt es verbreitet zu glatten Straßen. Denn dort, wo der Regen auf den noch frostigen Boden fällt, bildet sich laut DWD schnell Glatteis.Am Montag bleibt es bei starker Bewölkung in Rheinland-Pfalz überwiegend niederschlagsfrei.

    to

    Deutscher Wetterdienst

    Wintersportzentrum Erbeskopf

    Winter-Wochenende in Deutschland

    Winterspaß am Wochenende: Wie sieht es auf den Skipisten aus?Minusgrade im zweistelligen Bereich: Rheinland-Pfalz wappnet sich für den KälteeinbruchStürmische Ostsee: Stärkste Sturmflut seit mehr als zehn JahrenUnfälle auf spiegelglatten Straßen im Land: Mindestens zwölf Menschen verletzt
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