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  • Tunnelbohrer rumort unter Häusern

    Ediger-Eller/Cochem - Es rumort in der Cochemer Oberstadt. Der Riesenbohrer der Deutschen Bahn hat sich bis unter die Häuser vorgearbeitet, und damit hat die problematischste Phase des Projektes begonnen. Denn die Arbeiten für die zweite Röhre des Kaiser-Wilhelm-Tunnels gehen unter bewohntem Gebiet hindurch.

    Der letzte Bauabschnitt der 200-Millionen-Euro-Maßnahme ist zugleich der anspruchsvollste. 80 Häuser stehen in dem Cochemer Gebiet, das die Tunnelvortriebsmaschine unterirdisch durchquert. Zwischen den Fundamenten und der Tunneldeckeliegen meistens 10 bis 15 Meter, an manchen Stellen aber nur 4,50 Meter. Messungen haben ergeben, dass fünf Häuser eine sehr geringe Überdeckung haben. Entsprechend befürchten die Bewohner Risse oder gar ein Absacken ihres Hauses.

    Um das zu vermeiden, ist unterhalb von diesen fünf betroffenen Gebäuden bereits der Baugrund stabilisiert worden – mittels unterirdischer Betoninjektionen. Um ganz sicher zu gehen, sind oberirdisch, nämlich an den Häusern in der Oberstadt, Sensoren installiert worden. Sie reagieren, sobald sich ein Haus absenkt – auch wenn es nur im Millimeterbereich ist. Die Informationen gehen in Echtzeit zum Maschinenführer. Er kann sofort reagieren – und regulieren. Entstehen trotz der Sicherheitsmaßnahmen Schäden an den Häusern, werden sie von der Bahn erstattet.

    Etwa einen Monat lang wird die Unterquerung der Cochemer Oberstadt dauern. Pro Tag legt der Riesenbohrer fünf bis zehn Meter zurück. Unter unbebautem Gebiet waren es immerhin 18 bis 20 Meter pro Tag. Dass es jetzt langsamer vorangeht, ist reine Vorsichtsmaßnahme. „Es wird eben mehr kontrolliert“, sagt Projektleiter Bodo Tauch. Der Bohrkopf hat einen Durchmesser von zehn Metern. „Wenn er unter dem Haus ist, muss man mit einer Belästigung rechnen“, warnt Tauch, „es klingt wie ein mahlendes Geräusch.“

    Unter www.bremm.info/kaiser-wilhelm-tunnel wird der Baufortschritt dokumentiert. Hier gibt es die Position der Tunnelvortriebsmaschine auf einer Karte.

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