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  • Start des Ringracers erneut verschoben (Juni 2011)

    Nürburgring. Der Nürburgring bekommt seinen Ringracer einfach nicht zum Laufen. Die geplante Eröffnung der Achterbahn im Juni wird wieder verschoben.

    Bild mit Symbolkraft: Am Ringracer wird weiter geschraubt. Testen darf man seit Mai allerdings nicht mehr.
    Bild mit Symbolkraft: Am Ringracer wird weiter geschraubt. Testen darf man seit Mai allerdings nicht mehr.
    Foto: Martin Gausmann

    Von unserem Redakteur Uli Adams

    Nürburgring - Der Nürburgring bekommt seinen Ringracer einfach nicht zum Laufen. Die geplante Eröffnung der Achterbahn im Juni wird wieder verschoben.

    Auf Anfrage unserer Zeitung erklärte die Pressesprecherin der Nürburgring Automotive GmbH, Stefanie Hohn: "Es sind unerwartete technische Herausforderungen aufgetaucht, die zu Verzögerungen des Testablaufs geführt haben. Eine Eröffnung im Juni wird wohl nicht klappen." Glaubt man Kennern am Ring, wird die einstmals als schnellstes Fahrgeschäft der Welt angekündigte Schienenbahn überhaupt nicht mehr in diesem Jahr an den Start gehen. Derzeit kämpft die Automotive darum, den Testbetrieb wieder aufnehmen zu dürfen.

    Grund für die neuerliche Verschiebung des Fahrbetriebs sind ein Unfall im Mai und daraus resultierende Folgen. Denn als sich am 14. Mai während eines Rennens die Anlage beim Testen mit einem großen Knall verabschiedete, hatten Hunderte Beteiligte am Rennen Glück, dass sie in der Boxengasse nicht von einer umherfliegenden Schraube verletzt wurden.

    Während die Pressestelle der GmbH in ihrer Stellungnahme gegenüber der RZ kryptisch von "unerwarteten technischen Herausforderungen" spricht, wird die Automotive GmbH in einer Anfrage an die Landesregierung konkreter. Da heißt es: "Nach Angaben des TÜV Süd resultierte die Betriebsstörung aus einer nicht aktuellen Programmversion der Steuerungssoftware beim Testlauf." Zwei Tage nach dem Unfall hatte die Pressestelle noch verkündet, es habe sich um einen Teil der Sicherheitsprüfungen gehandelt, um auszutesten, was passiert, wenn stärkere Katapultkräfte wirken. "Das Ergebnis ist eigentlich eine Erfolgsmeldung. Alle Bremsen haben gegriffen", so Hohn am 17. Mai. Das war Hohn.

    Sieht man vom Reparaturaufwand für die Anlage nach dem "erfolgreichen Test" ab, haben die Ringbetreiber derzeit das Problem, ihren Coaster überhaupt wieder zu testen. Denn nach dem Unfall im Mai hat die Kreisverwaltung Ahrweiler als Genehmigungsbehörde für den Ringracer ein neues Sicherheitskonzept für den Probebetrieb gefordert. "Das soll gesundheitliche Gefährdungen von Besuchern oder Akteuren auf der Anlage komplett ausschließen", so die Verwaltung. De facto bedeutet das: Proben während Rennveranstaltungen oder bei Testfahrten auf der Grand-Prix-Strecke sind untersagt. Das Gelände muss abgeriegelt sein. Mittlerweile hat die Nürburgring GmbH einen Antrag zur Wiederaufnahme des Testbetriebs eingereicht.

    Rückblick: Der 12 Millionen Euro teure Ringracer wurde als Attraktion des neuen Freizeit- und Geschäftszentrums am Nürburgring angekündigt und sollte bereits im Sommer 2009 in Betrieb gehen. Doch zur Eröffnung des Zentrums am 15. Juli drehte der Racer bei gedrosselter Geschwindigkeit nur einige Runden mit Prominenten. Danach wurde weiter getestet. Bei einem Unfall in 2010 wurden mehrere Menschen verletzt und es entstand Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich. Im April 2011 hieß es, das Fahrgeschäft solle im Juni in Betrieb gehen. Allerdings mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h statt, wie geplant, 214 km/h.

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