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    Rheinland-PfalzSozialverbände: Zu wenig Freiwillige

    Aus dem "Zivi" wird der "Bufdi", aus dem Wehrpflichtigen ein Freiwilliger. Wehr- und Zivildienst sind Geschichte. Zum 1. Juli wurden der Pflicht- und der Ersatzdienst ausgesetzt. Doch während die Bundesregierung von einem gelungenen Start für die neue Freiwilligkeit spricht, sind Sozial- und Wohlfahrtsverbände weiter skeptisch. In Rheinland-Pfalz ist nach Angaben von Familienministerin Irene Alt (Grüne) noch nicht einmal jeder zehnte frühere Zivildienstplatz besetzt. Rund 17.300 Freiwillige sind nach Angaben des Bundesfamilienministeriums bundesweit in den neuen Bundesfreiwilligendienst gestartet.

    Zivi
    Bufdis erledigen die gleichen Aufgaben wie Zivis - allerdings dürfen sie länger Dienst leisten und bekommen weniger Geld. (Bild: dpa)
    Foto: DPA

    Berlin/Rheinland-Pfalz - Aus dem "Zivi" wird der "Bufdi", aus dem Wehrpflichtigen ein Freiwilliger. Wehr- und Zivildienst sind Geschichte. Zum 1. Juli wurden der Pflicht- und der Ersatzdienst ausgesetzt. Doch während die Bundesregierung von einem gelungenen Start für die neue Freiwilligkeit spricht, sind Sozial- und Wohlfahrtsverbände weiter skeptisch. In Rheinland-Pfalz ist nach Angaben von Familienministerin Irene Alt (Grüne) noch nicht einmal jeder zehnte frühere Zivildienstplatz besetzt.

    Jugendliche demonstrieren für Freiwilligendienste
    Seit dem 1. Juli ersetzt der Bundesfreiwilligendienst den Zivildienst.
    Foto: DPA

    Rund 17.300 Freiwillige sind nach Angaben des Bundesfamilienministeriums bundesweit in den neuen Bundesfreiwilligendienst gestartet, der den künftigen Wegfall der Zivildienstleistenden zumindest teilweise kompensieren soll. Ab 2012 rechnet man im Ministerium mit 35 000 sogenannten Bufdis pro Jahr. Eine Lücke reißt die Reform dennoch. Im vergangenen Jahr etwa hatten noch insgesamt 78.000 Zivildienstleistende in den Einrichtungen gearbeitet.

    Und nur weil 14.300"Zivis" von der Übergangsregelung Gebrauch machen und ihren Dienst freiwillig verlängern, ist die Zahl der Bufdis mit 17.300 zum Start noch vergleichsweise hoch. Nur etwa 3000 Menschen haben sich also bundesweit für den neuen Dienst gemeldet. Im Ministerium, das erst seit einigen Wochen mit Plakaten für den Bufdi trommelt, ist man optimistisch. "Es entsteht eine neue Kultur der Freiwilligkeit", sagte ein Sprecher.

    Auch die Bundeswehr muss jetzt um ihren Nachwuchs werben. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden seit Jahresbeginn knapp 14.000 Freiwillige für den Dienst in der Armee gewonnen, darunter sind aber auch 5700 Wehrdienstleistende, die ihren Dienst nun freiwillig verlängern. Die FDP-Verteidigungsexpertin Elke Hoff sagte: "Die Bundeswehr muss als Arbeitgeber attraktiv werden." Dafür seien "umgehend schlüssige Konzepte notwendig".

    Die Träger sozialer Einrichtungen, die bisher Zivildienstleistende beschäftigten, sprechen von einem holprigen Start für die Bufdis. Wichtige rechtliche Informationen seien ihnen erst in der vergangenen Woche zugegangen. Deshalb werde das Angebot nur "sehr, sehr zögerlich" angenommen.

    Von unserer Berliner Korrespondentin Rena Lehmann

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