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  • Sicherheit zum Karnevalsstart: Vereine und Behörden sehen sich vorbereitet, mussten aber auch dazulernen

    Mainz. Die Narren in Rheinland-Pfalz freuen sich auf den Startschuss zur fünften Jahreszeit am Montag um 11.11 Uhr. In Sachen Sicherheit sehen sich Veranstalter und Vereine gut gerüstet, wie eine Umfrage ergab.

    In Mainz und Trier mussten die Verantwortlichen Konsequenzen aus schlechten Erfahrungen ziehen, andere Städte sehen allerdings nur wenige Probleme mit Gewalt oder Alkohol.

    Der Start in die Karnevalssaison wird in Trier wie jedes Jahr ausgiebig auf dem Kornmarkt gefeiert: Das Narrenzepter «Wuppdus» wird aus seiner Truhe geholt, und die närrischen Gesetze werden verkündet. «Da gibt es prinzipiell nie Probleme», sagt der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK), Andreas Peters. Bei der Feier, zu der gut 1000 Narren erwartet werden, habe es noch nie ein Glasverbot, ein Alkoholverbot oder Verletzte gegeben. Anders bei Weiberfastnacht: Nach Alkoholexzessen im Jahr 2011 gab es in Trier in diesem Jahr auf Plätzen und Straßen der Innenstadt ein striktes Alkoholverbot - mit der Folge, dass wenig Narren kamen.

    Für 2014 sei ein Kompromiss geplant, sagt Peters. In einem abgesperrten Bereich des zentralen Hauptmarktes soll bei einer ATK-Veranstaltung gefeiert werden - mit Bühnen und Ständen, an denen auch Alkohol ausgeschenkt wird. Außerhalb des Bereiches soll Alkohol auf öffentlichen Plätzen wieder verboten sein. Die Stadt hat schlechte Erfahrungen gemacht: 2011 mussten in Trier an Weiberfastnacht 60 junge Menschen mit lebensbedrohlichen Alkoholvergiftungen notärztlich behandelt werden. Zudem seien 1000 bis 2000 Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Hauptmarkt angetrunken gewesen. Glasflaschen sind auf dem Hauptmarkt seit 2008 tabu.

    In Mainz ziehen die Karnevalisten Konsequenzen aus den vergangenen Jahren. Aus Sicherheitsgründen will der Mainzer Carneval-Verein (MCV) keine große Rosenmontagsparty mehr am Rheinufer veranstalten. Nach Schlägereien bei vergangenen Feiern habe die Polizei dazu geraten, teilte der Verein mit. An der Malakoff-Terrasse am Rhein hatten sich tausende Menschen versammelt. Um für Sicherheit zu sorgen, musste der MCV dort 6000 Euro Verlust hinnehmen. Die Partyzonen in der Innenstadt am Höfchen und am Schillerplatz sollen erhalten bleiben. Hier feierten die Narren friedlicher. An beiden Orten versammeln sich vor allem nach dem Rosenmontagszug je rund 4000 bis 5000 Menschen.

    In Ludwigshafen feiern die Karnevalisten besonnen. Gregor Seelinger, Vorsitzender der Karnevalgesellschaft Klotzgrumbeer, hat kaum schlechte Erfahrungen gemacht. Zu einer gemeinsamen Feier mehrerer Vereine bei der Altweiberfastnacht kämen regelmäßig 3000 Gäste - 16 Sicherheitsleute reichten dort aus. Das kostet die Vereine rund 3000 Euro. Vorfälle gebe es nur sehr wenige, sagt Seelinger - vor allem, seit die Gäste nicht mehr herein- und herausgehen können, wie sie wollen. «Früher sind manche raus, weil sie die harten Sachen im Auto hatten, und kamen dann wieder rein.» Betrunkene dürften gar nicht erst herein. Auch beim gemeinsamen Umzug der Ludwigshafener und Mannheimer Vereine bleibe die Feier friedlich, sagt Seelinger.

    Ab dem 11. November beginnt die nächste Karnevalsaison. Foto: dpa
    Ab dem 11. November beginnt die nächste Karnevalsaison.
    Foto: dpa

    Das bestätigt die Polizei in Ludwigshafen: In den vergangenen Jahren sei es zu keinen nennenswerten Vorkommnissen gekommen. Beim Umzug sorgen rund 300 Polizisten für Ordnung. Ein konkretes Sicherheitskonzept für den Umzug 2014 gibt es bisher nicht. Noch sei die Polizei in Vorbesprechungen mit Veranstaltern und Organisationen.

    In Heimbach-Weis, Stadtteil von Neuwied, erwarten die Veranstalter wieder rund 30 000 Menschen zum Karnevalsumzug am Veilchendienstag. Etwa 25 große Wagen und zahlreiche kleine ziehen dann durch den Ort. Keine Sicherheitsprobleme erwartet Stephan Bleidt, Präsident der Karneval- und Kirmesgesellschaft Weis. «Wir arbeiten eng mit Polizei und Ordnungsamt zusammen. Die Polizei zeigt auch in der Nacht noch Präsenz», sagte Bleidt. Daher gebe es nur sehr selten Schlägereien und keine massiven Probleme mit Alkohol. Rund 3500 Euro zahlen die Veranstalter für den Sicherheitsdienst bei zwei Umzügen, der die Zuschauer von den Wagen fernhält. «Alle Wagen haben einen Unterfahrschutz, damit niemand daruntergeraten kann», betont Bleidt.

    In Koblenz setzen die Verantwortlichen an den tollen Tagen auf das gleiche Konzept wie in den Vorjahren. Dazu zählt an Rosenmontag ein Glasflaschenverbot an der Oberen Löhr in der Innenstadt, wie Stadtsprecher Thomas Knaak sagt. Außerdem steigt an Rosenmontag erneut in einer Diskothek in der Innenstadt eine alkoholfreie Feier für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Wer vorher schon Alkohol getrunken hat, darf nicht rein. «Für den Karnevalsauftakt am 11.11. gibt es keine Neuerungen», sagt Knaak.

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