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  • Burg SooneckRundgang durch Burg Sooneck: Hier wird der Burgenblogger arbeiten

    Die Bewerbungsphase für den Burgenblogger geht in die Schlussphase. Was erwartet den Mann oder die Frau in Burg Sooneck, die sechs Monate die Unterkunft sein wird? Ein Rundgang durch die Burg mit atemberaubendem Panorama, wertvollen Antiquitäten, 35 Quadratmetern für den Blogger und einem lauten Steinbruch in der Nähe.

    Von Christian Lindner (Fotos) und Lars Wienand (Text)

    Sie wird von Mai bis Oktober 2015 das Zuhause für den Blogger sein, der sich sein ganz persönliches Bild auf den Mittelrhein, seine Schönheiten und seine Probleme verschafft (mehr Infos). Auf einen interaktiven Blick - das ist Burg Sooneck:


    Die Gastgeber für den Burgenblogger haben das Domizil bereits gemeinsam inspiziert. Es sind von links: Rainer Zeimentz (Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V.), Thomas Metz, Generaldirektor Generaldirektion Kulturelles Erbe, Burgverwalter Klaus Collerius und RZ-Chefredakteur Christian Lindner. Nach Bewerbungsschluss wird der Kreis der mehr als 300 Bewerber auf zunächst 50 eingeengt, dann auf zehn. Diese zehn Bewerber sollten am 3. November Zeit haben, um sich der Jury auf der Sooneck vorzustellen: Der Burgenblogger wird gekürt. 

    Dabei sind die folgenden Bilder entstanden: Annäherung an das Heim des Burgenbloggers.

    Die Sooneck ist eine Hangburg, unschwer zu erkennen, wenn man sich ihr nähert. Gut 120 Meter über dem Rhein liegt die Burg. 


    Sie liegt am Rheinburgen- und am Jakobsweg – und jederzeit bis ans Tor vorzufahren, wird auch für den Burgenblogger nicht möglich sein. Etwa 300 Meter vor dem Tor ist gewöhnlich Schluss. 


    Das Telefonkabel für die Burg. Für den Blogger wird es WLAN geben. 


    Es führt ein serpentinenartiger Weg hinauf, bis man vor dem heutigen Zugang steht. Ein nach Norden zeigendes, schweres Zugtor. 


    Am Eingang erfährt der Besucher, wer Herr der Burg ist: Verwalter Collerius.


    Ab 18 Uhr schellt die Klingel bisher vergebens, das Tor bleibt zu. Die Burg steht ab dem Abend leer – bisher. Der Blogger wird dort nachts allein sein. 


    Nach dem Gang durch das Burgtor steht der Besucher auf dem terassenartig angelegten Gelände unterhalb der mächtigen Kernburg. 


    Bevor es in die Räume geht, erst ein Abstecher zu einem vorgelagerten Aussichtspunkt. 


    Von hier geht der Blick rheinaufwärts nach Bingen, rheinabwärts (Foto unten) schweifen die Augen nach Oberwesel. "Hindenburgblick" heißt das Panorama, nach Hindenburg, der es auch schon genossen hat. 


    Vom tiefsten Punkt der Burg ist jetzt der höchste das Ziel, die Spitze des Bergfrieds, des Hauptturms. Doch vorher geht es vorbei an dem Südturm mit der Burgschenke im Untergeschoss. 


    Doch den Südturm als Heim des Bloggers heben wir uns für später auf. Unter der Brücke, auf dem Foto von oben zu sehen, geht es wieder in die terrassenartige Anlage, auf der früher Wein angebaut wurde. Ein Baum hat sich ein Geländer einverleibt.


    Dann steht der Besucher vor der Treppe, die in die Kernburg führt:


    Um dann nach den Stufen vor dem Betreten des Palas noch einmal hochzuschauen:


    Alles auf einen Blick – zum Ertasten, auch mit Blindenschrift erfahrbar.


    Und jetzt in den Palas, zum Rundgang durch die historischen Räume mit wertvollen Antiquitäten und Bildern. Aus der Zeit der Renovierung und des Umbaus zum  Jagdschloss sind lediglich Täfelung oder Wandkamin erhalten. Die Möbel und Bilder hier sind überwiegend von Schloss Stolzenfels in Burg Sooneck gebracht worden. In einem Wohnraum, heute als "Schreibzimmer des Königs" bezeichnet, fällt ein klassizistischer Schreibsekretär mit einem Drehstuhl aus dem Biedermeier ins Auge. Auch wenn es reizvoll ist - das ist noch nicht der Arbeitsplatz des Burgenbloggers. 


    Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV., der Sooneck mit drei Brüdern erworben hatte und zum Jagdschloss umbauen ließ, starb 1861 vor Vollendung des Innenausbaus. "Einfach und solide" war die Maßgabe für den Wiederaufbau der Ruine an den Bauingenieur Schnitzler, der mittelalterliche Charkter sollte erhalten bleiben. Die preußischen Prinzen waren begeistert vom Rheintal, hatten sich wie an einer Perlenkette Burgen zugelegt. Bei solchen Aussichten:

     
    Es geht vom Speisezimmer mit zwei großformatigen gemalten Schlachtenszenen, feuervergoldeter Kaminuhr und klassizistischem Leuchter über eine schmale Wendeltreppe in das erste Obergeschoss. Hier stehen Himmelbetten in den Schlafzimmern, hier ist der Rittersaal. Über einem Sofa in einem Eckkabinett hängen Stadt- und Landschaftsansichten:


    Jetzt geht es noch höher, in den Bergfried, hinauf auf den nicht ausgebauten Turm. 


    Ganz oben: Burgverwalter Klaus Collerius (im Vordergrund) gibt auf dem Bergfried Informationen.


    Und jetzt – das Panorama. Hier der Blick nach Norden:


    Der Blick zur anderen Seite offenbart zugleich einen wunden Punkt: Unweit der Burg liegt ein Steinbruch, an dem seit dem 17. Jahrhundert Steinwacke abgebaut wird - zum Teil für den Küstenschutz in den Niederlande. Von morgens bis weit in den Abend wird hier gearbeitet. Die Kulturlandschaft ist ein Schatz, aber der Schatz wird hier auch gehoben. Da donnern den ganzen Tag Steine auf Metalle, da staubt es. 


    Und zum Steinbruch hin ist auch die Unterkunft des Burgenbloggers – im Südturm. Wer unterstellt, der Blogger bekomme eine rosarote PR-Welt vorgeführt: Er erlebt auch ganz unromantische Seiten des Mittelrheintals. 


    Und zu seiner Unterkunft geht es jetzt. Zwei Eingänge hat er. Von unten, wieder vorbei an viel Grün ...


    ... und von oben:


    Der obere Eingang – und darunter die Wohnräume.


    Derzeit werden die beiden Räume noch genutzt, um mit Kindern Wappenschilde zu basteln. 35 Quadratmeter reine Wohnfläche hat der Burgenblogger:

    Der Raum wird dann anders möbliert sein als derzeit mit den bunt bemalten Tischen. 


    Der Blick aus dem Südturm. Die Schönheit der Region und ihre Wunden liegen hier nahe beieinander. Der nahe Steinbruch:



    Und der Blick auf den Rhein:


    Hinauf und hinunter in die Räume führt eine schmale, steile Treppe. In einem anderen Stockwerk werden WC und Dusche und eine Kochnische sein. 

    Neugierig geworden? Auch wer nicht Burgenblogger wird, kann die Sooneck zumindest besichtigen.
     

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