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  • Ring-Pächter: Verhandlungen sind geplatzt

    Rheinland-Pfalz. Großer Knall am Nürburgring: Die privaten Pächter sehen die monatelangen Verhandlungen um den Nürburgring als gescheitert an. Das erklärte Karl-Heinz Steinkühler, der Sprecher der Nürburgring Automotive GmbH (NAG), gegenüber unserer Zeitung. 

    Die Auto-Lobby will mehr Bundesengagement in Brüssel. 
Foto: dpa
    Die Auto-Lobby will mehr Bundesengagement in Brüssel.
    Foto: dpa

    Rheinland-Pfalz - Großer Knall am Nürburgring: Die privaten Pächter sehen die monatelangen Verhandlungen um den Nürburgring als gescheitert an. Das erklärte Karl-Heinz Steinkühler, der Sprecher der Nürburgring Automotive GmbH (NAG), gegenüber unserer Zeitung.

    Die Konsequenz: Die NAG wird möglicherweise zum 1. Dezember eine besondere Form der Insolvenz, ein sogenanntes Schutzverfahren, beantragen. Das sei ein denkbares Szenario. Damit sollen etwaige Schadensersatzansprüche abgewehrt werden, heißt es. Wie es an der Rennstrecke weitergeht, ist damit vollkommen ungewiss. Die NAG hält eine Reihe von Veranstaltungsformaten am Nürburgring für gefährdet, darunter sogar das Musikfestival „Rock am Ring“. Die Formel-1-Verhandlungen wurden abgebrochen.

    Folgen sind unkalkulierbar

    Pächter und Nürburgring-Sanierer (Sachwalter Jens Lieser sowie Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt) hatten in unzähligen Beratungen versucht, einen langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden. Doch der droht nun mit unkalkulierbaren Folgen für den Eifelkurs. Die anliegenden Verfahren – eine Klage auf Räumung und auf die ausstehende Pacht – dürften wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Die NAG hat angekündigt, entsprechende Schriftstücke einzureichen, um dagegen vorzugehen. Weitere Konsequenz eines möglichen Scheiterns: Die privaten Pächter werden den Ring vorerst nicht räumen.

    Managementvertrag strittig

    Zum Bruch kam es offenbar unter anderem wegen eines zunächst geplanten Managementvertrags für die NAG. Demnach hätten deren Gesellschafter Jörg Lindner und Kai Richter sowie weitere leitende Angestellte für eine Übergangszeit bis 2014 die Geschäfte am Ring im Auftrag weitergeführt. In mehreren vorläufigen Fassungen des Vergleichs ist diese Regelung nach Informationen unserer Zeitung ganz konkret enthalten. Dabei wurden bereits Details wie die Büroausstattung besprochen. Inzwischen streben Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt und Sachwalter Jens Lieser aber eine Lösung an, die keinen Managementvertrag für die NAG-Spitze mehr vorsieht. Das bestätigte Pietro Nuvoloni, der Sprecher der Ring-Sanierer, gegenüber unserer Zeitung. Einzelne Gespräche mit Mitgliedern des Gläubigerausschusses hätten ergeben, dass es für einen solchen Vertrag keinen Rückhalt gebe.

    Hintergrund des Konflikts:

    Land und Pächter streiten über Pachtzahlungen. Nach der Insolvenz der nahezu landeseigenen Nürburgring GmbH hatten die Ring-Sanierer die Verhandlungen übernommen. Deren Sprecher Nuvoloni gibt die Hoffnung nicht auf: „Wenn die Pächter an den Verhandlungstisch zurückkehren wollen, ist unsere Tür nicht verschlossen.“

     

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

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