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    Rheinland-PfalzRheinland-Pfalz stürzt im Bildungsmonitor ab

    Rheinland-Pfalz ist nach einem Zwischenhoch in einer bundesweiten Studie zu Bildungschancen wieder kräftig zurückgefallen. Das Land rutschte im Bildungsmonitor 2012 des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln vom fünften Platz im Vorjahr auf den elften ab.

    Lob für die Grundschulen und die Schulqualität ingesamt, aber insgesamt nur ein elfter Platz im Bildungsmonitor für Rheinland-Pfalz. 
    Lob für die Grundschulen und die Schulqualität ingesamt, aber insgesamt nur ein elfter Platz im Bildungsmonitor für Rheinland-Pfalz. 

    Als einziges Land konnte es sich nicht verbessern und stagnierte in der Bewertung. 2011 hatte sich das Land gegenüber der vorigen Studie von 2004 erheblich verbessert, 2004 hatte das Land auf dem 10. Rang gelegen. Doch während die Studie allen anderen Ländern weitere Fortschritte seit 2011 bescheinigt, habe sich in Rheinland-Pfalz nichts getan. Die Bundesländer im Mittelfeld liegen alle dicht beeinander.

    Auftraggeber ist die arbeitgebernahe Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die Überzeugunsgarbeit für die „Notwendigkeit marktwirtschaftlicher Reformen“ leisten will. Das drückt sich immer wieder auch in der Bewertung einzelner Felder in ihren Studien aus.

    In den meisten der 13 untersuchten Handlungsfelder liegt das Land nah am Bundesdurchschnitt. Das sind die Stärken und Schwächen, wie sie die Studie darstellt:

    Die Stärken:

    • Zwar gab es bei der Schulqualität gegenüber dem Bildungsmonitor 2011 keine Veränderungen, doch hatte sich das Land da schon weit nach vorne geschoben: Die Neuntklässler waren beim Lesen und Hörverständnis in Englisch kompetenter als die in vielen anderen Bundesländern. Auch in PISA-Tests nahm Rheinland-Pfalz einen der vorderen Pätze ein.
    • Das Land ist führend beim Fremdsprachenunterricht an Grundschulen - 100 Prozent (Bundesdurchschnitt: 69,7 Prozent).
    • Die Hochschulen im Land haben auch überdurchschnittlich viele Kooperationen ins Ausland.
    • Die Zahl der ausländischen Schulabbrecher geht aber zurück - von 653 im Jahr 2000 auf 389 im Jahr 2010 - obwohl die Zahl der ausländischen Schüler gestiegen ist.
    • Die Studie wertet es als Stärke, dass bei den Hochschulabsolventen ein vergleichsweise hoher Anteil aus den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften kommt - 18,9 Prozent.
    • Im Land werden mehr Ingenieure ausgebildet als benötigt. Der Anteil der Ingenieurwissenschaften fiel allerdings unterdurchschnittlich aus. 
    • Die Zahl der erfolgreichen Studienabschlüsse liegt deutlich höher, als angesichts früherer Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Die Studie errechnet für diese zusätzliche Ausbildungsleistung der Hochschulen einen  jährlichen Wachstumsbeitrag von gut 320 Millionen Euro.

    Die Schwächen: 

    • Bei der Forschungsorientierung liegt Rheinland-Pfalz in vielen Feldern hinten und insgesamt auf dem letzten Platz. Die Gründe: Unterdurchschnittliche Promotionsquoten, wenig Habilitationsverfahren pro 100 Professoren, kaum Drittmittel und die zweitniedrigste Zahl an Forschern an Hochschule bezogen auf die Wirtschaftskraft. "Der Handlungsbedarf bei der Forschungsorientierung verhindert eine bessere Platzierung", heißt es.
    • Was bei den Grundschulen prima läuft, sieht an Berufsschulen ganz anders aus: Mit 16,8 Prozent Schulen mit Fremdsprachenunterrichtliegt das Land hier auf dem letzten Platz.
    • Die Studie sieht "erheblichen Ausbaubedarf" bei dem Ausbau der Infrastruktur, bei der Sicherung der Teilhabechancen und bei der Stärkung der Wachstumskräfte. Sie gesteht dem Land aber erhebliche Fortschritte beim Anteil der Kinder in der frühkindlichen Förderung und an Ganztagsschulen zu.

    Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern liegen im Bildungsmonitor  an der Spitze. Die übrigen Bundesländer liegen eng beieinander.  

    (law)

     

    Bildungsmonitor: Die komplette Studie
    Rheinland-Pfalz
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