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    KoblenzProfessioneller Diesel-Klau: Polizei fasst sechsköpfige Bande

    Sie sperrten den Autobahnrastplatz hinten und vorne ab und machten sich mit professioneller Ausstattung ans Werk: Eine auf den Diebstahl von Diesel spezialisierte Bande ist der Polizei an der Autobahn 61 bei Saffig (Kreis Mayen-Koblenz) ins Netz gegangen. Mittlerweile sitzen alle in Untersuchungshaft.

    Die Beamten ertappten die sechsköpfige Gruppe bereits am 7. April auf frischer Tat, wie die Polizei am Montag in Koblenz mitteilte. Was sich an Ort und Stelle für die Beamten zunächst als „normaler“ Dieseldiebstahl darstellte, entwickelte sich in den darauf folgenden Tagen zu einem umfangreichen Ermittlungskomplex und hoch professionelle Täter. Aber kein Einzelfall,  die Polizei vermutet: Sicherlich wird es so oder ähnlich immer wieder entlang deutscher Autobahnen ablaufen. 

    Und so lief die "frische Tat" ab:
    Auf einer Streifenfahrt am 7. April 2014 war den Beamten gegen 23.20 Uhr ein Lastwagen  mit rumänischen Kennzeichen aufgefallen, der in der Zufahrt zum Parkplatz stand und ihn versperrte.

    Das ist zwar verboten, wie die Polizei anmerkt, aber dennoch in Zeiten überfüllter Autobahnparkplätze zur Nachtzeit  deutschlandweit nichts Ungewöhnliches.

    Der Verdacht, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, kam den Beamten aber sehr schnell, als sie auf der Ausfahrt des Parkplatzes einen zweiten Lkw mit rumänischer Zulassung feststellten, dessen Fahrer dort offensichtlich wartete. Die Polizisten entschlossen sich, die Sache näher zu überprüfen und stieß auf dem Parkplatz auf einen dritten rumänischen LKW.

    Dieser dritte, ein speziell präparierter Lastwagen, stand neben einem Schweizer Lkw abgestellt, dessen Fahrer gerade in der Führerkabine schlief und aus dessen Tank Diesel gestohlen werden sollte. Als die Polizei den Schweizer weckte, bemerkte der, dass in seinem Tank bereits rund 100 Liter Kraftstoff fehlten, die die Bande umgepumpt hatte.

    Ein Loch im Kotflügel des präparierten Diebes-Lkws diente als Einfüllstützen, von dort aus führten Leitungen sowohl zu einer nachträglich eingebauten Elektropumpe, als auch direkt in die Dieseltanks der Lkws. Hoch professionell und bei „normalen Verkehrskontrollen“ nur mit großem Aufwand oder nur rein zufällig zu finden. Als die Beamten die Konstruktion entdeckten, nahmen sie die Bande - alle drei Schwerlastfahrzeuge fuhren für ein und dieselbe Spedition - fest.

    Die Staatsanwaltschaft Koblenz ordnete die Vorführung bei der Ermittlungsrichterin an, die alle Tatverdächtigen in Untersuchungshaft schickte. 

    Aus dem Polizeibericht dazu: "Die sechs Festgenommenen hatten den Ernst ihrer Lage offensichtlich auch während der Vorführung nicht erkannt und nahmen die Situation sehr gelassen, was man aus der Frage eines der Männer an die Haftrichterin, „was das denn jetzt alles hier kostet“, schließen kann. Ihre Minen verdunkelten sich erst zusehends, als ihnen die Haftbefehle verkündet wurden."

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