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  • Nürburgring: Jetzt droht auch der ADAC offen mit dem Aus

    Nürburgring. Nach "Rock am Ring"-Veranstalter Lieberberg schlägt jetzt auch der ADAC Alarm und fordert vom Land Klarheit am Nürburgring. Präsident Peter Meyer: "Ansonsten wird es im Jahr 2013 keine großen ADAC-Motorsportveranstaltungen am Nürburgring geben".

    Mit laut ADAC mehr als 200.000 Besuchern an den Veranstaltungstagen ein Magnet: Der TRuck-Grand-Prix. Der verband sieht ihn ebenso in Gefahr wie das 24-Stunden-Rennen.
    Mit laut ADAC mehr als 200.000 Besuchern an den Veranstaltungstagen ein Magnet: Der TRuck-Grand-Prix. Der verband sieht ihn ebenso in Gefahr wie das 24-Stunden-Rennen.
    Foto: Jochen Tarrach

    Nürburgring - Nach "Rock am Ring"-Veranstalter Lieberberg schlägt jetzt auch der ADAC Alarm und fordert vom Land Klarheit am Nürburgring. Präsident Peter Meyer: "Ansonsten wird es im Jahr 2013 keine großen ADAC-Motorsportveranstaltungen am Nürburgring geben". 

    Die Zeit der diplomatischen Formulierungen ist vorbei: In einem offenen Brief an Ministerpräsident Kurt Beck macht der ADAC klar, dass es am Nürburgring lichterloh brennt und Beck das Projekt zur Chefsache machen muss. Der Verband erwartet  von der Landesregierung, "dass sie schnellstmöglich dafür sorgt, dass rechtsverbindliche Verträge mit eindeutigen Zusagen für die Ausrichtung seiner Veranstaltungen kurzfristig geschlossen werden können". 

    Das Dilemma des Infrastrukturministeriums: Es muss darauf verweisen, dass das Land vor einer Einigung mit den Pächtern nicht die rechtliche Möglichkeit hat, Verträge zu schließen. Derzeit verhandeln die Rechtsanwälte beider Seiten.

    Beim ADAC ist es aber wie bei Lieberberg - es geht auch um Verträge, die die Veranstalter selbst abschließen müssen - und Fristen. Beim ADAC ist es die Internationale Motorsportbehörde FIA, bei der internationale Veranstaltungen bis zum 31. Juli gemeldet werden müssen. "Veranstalter wie der ADAC brauchen daher umgehend Rechtssicherheit", heißt es in dem offenen Brief. Ansonsten werde es "zumindest 2013" Vernastaltungen wie das 24-Stunden-Rennen und den Truck Grand Prix in der Eifel nicht geben.

    Die Landesregierung hat den privaten Betreibern der Rennstrecke in der Eifel wegen ausstehender Pacht gekündigt. Weil sich diese dagegen wehren, ist der Schwebezustand entstanden. 

    Lieberberg hatte für sich Klarheit bis Ende Juli gefordert und bereits der "Allgemeinen Zeitung" gesagt, der Nürbrugring sei auch nicht unbedingt länger erste Wahl.  Es könne sein, "dass wir bei der Suche einen Standort finden, der bessere Optionen bietet als der Nürburgring". 

    Das Ministerium hatte sich zuletzt dennoch optimistisch gesagt: Sprecher Joachim Winkler: "Wir gehen davon aus, dass wir in absehbarer Zeit auch wieder die Verfügungsgewalt über den Nürburgring erhalten, um dann verbindliche Zusagen machen zu können."

    Der ADAC macht auch klar, dass Jörg Lindner und Kai Richter, die gekündigten Pächter, nicht der Vertragspartner sein kann - denn deren Nürburgring Automative GmbH werde "entweder freiwillig zeitnah oder gezwungenermaßen den Nürburgring zurückgeben müssen." 

    An Beck gerichtet schreibt der ADAC-Präsident in dem offenen Brief: "Geben Sie ein klares Votum für die Region, für den Motorsport und für den Breitenmotorsport am Ring ab." (law)

    (Der Brief ist an den Artikel angehängt)

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