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  • Nürburgring: Betriebsratsvorsitzender Strack schmeißt hin

    Neuer Knatsch am Nürburgring: Manfred Strack, Betriebsratsvorsitzende der Nürburgring GmbH (NAG), hat sein Amt nach Informationen der Rhein-Zeitung mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Hintergrund sind die geplanten Stellenstreichungen.

    Vörläufig hat die Nürburgring Automotive GmbH keinen Betriebsratsvorsitzenden mehr. Manfred Strack - hier mit Verdi-Chef Frank Bsirske - legt sein Amt nieder.
    Vörläufig hat die Nürburgring Automotive GmbH keinen Betriebsratsvorsitzenden mehr. Manfred Strack - hier mit Verdi-Chef Frank Bsirske - legt sein Amt nieder.
    Foto: Jan Lindner

    Neuer Knatsch am Nürburgring: Manfred Strack, Betriebsratsvorsitzende der Nürburgring GmbH (NAG), hat sein Amt nach Informationen der Rhein-Zeitung mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Hintergrund sind die geplanten Stellenstreichungen.

    Am Nürburgring stehen derzeit bis zu 140 Stellen auf der Kippe, knapp 60 Mitarbeiter sollen entlassen werden, weil die Besucherzahlen deutlich niedriger als die ursprünglichen Prognosen ausfallen.

    Stracks überraschender Rückzug wurde seinen Angaben nach durch die jüngsten Aussagen der Ring-Betreiber ausgelöst. Deren Sprecher hatte gegenüber unserer Zeitung erklärt: „Der Betriebsratsvorsitzender Manfred Strack kennt die wirtschaftlichen Kennzahlen genau.“ Über diese Aussage empört sich der Arbeitnehmervertreter im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wahr ist, ich kenne die wirtschaftliche Kennzahlen nicht.“

    Strack bezeichnet die bisherigen Gespräche über etwaige Entlassungen im Gegensatz zur NAG keineswegs als harmonisch. „Auf uns wird ein riesiger Druck aufgebaut, damit wir unsere Beschlüsse schnell fassen.“ Und weiter: „Die NAG will einen Persilschein, um den Leuten umgehend kündigen zu können.“ Strack verlangt mehr Zeit für die Arbeitnehmerseite, sich in die Materie einzuarbeiten.

    Die jüngsten Differenzen bezeichnet er als Auslöser für seinen Schritt. „Über meinen Rückzug vom Vorsitz denke ich bereits seit Monaten nach – aus persönlichen Gründen.“ Strack will dem Betriebsrat weiter angehören, nur nicht mehr als Chef. Bereits am Donnerstag soll eine neue Spitze bestimmt werden. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. Januar geplant. Gerüchte, dass ein Streit mit Verdi der Demission Stracks vorausging, bestätigten weder der scheidende Vorsitzende noch andere Betriebsratsmitglieder.

    Von unserem Landeskorrespondenten Dietmar Brück

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