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  • Neue Kritik an Hochmoselbrücke: Grünen-Expertin schreibt an Minister

    Mainz (dpa/lrs). Nach der neuen fachlichen Kritik am Bau der umstrittenen Hochmoselbrücke pocht die grüne Verkehrsexpertin Jutta Blatzheim-Roegler auf Aufklärung. Sie werde dem rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD) «noch in diesem Jahr» einen Brief schreiben, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

    Geplante Hochmoselbrücke
    Weiterhin umstritten: Die Hochmoselbrücke.
    Foto: V-Kon.media Trier - DPA

    Sie erwarte eine Reaktion auf die Warnung des Direktors des Landesamtes für Geologie und Bergbau, Harald Ehses, die möglichen Risiken seien noch nicht ausreichend untersucht worden. An der Baustelle zwischen Ürzig und Rachtig fehle ein sogenanntes hydrogeologisches Gutachten, hatte der Experte in einem dpa-Interview gesagt. Dabei nehmen Fachleute die Wasserverhältnisse unter die Lupe. Zu spät ist es laut Ehses für so ein Gutachten noch nicht.

    Blatzheim-Roegler sagte: «Ich halte dieses für dringend notwendig.» Die Sicherheit am westlichen «Rutschhang» bei Ürzig gehe vor, selbst wenn sich die bis 2016 veranschlagte Bauzeit verlängere. Blatzheim-Roegler hatte einst eine Bürgerinitiative gegen das rund 130 Millionen Euro teure Verkehrsprojekt des Bundes mitbegründet. Es ist die größte Brückenbaustelle Europas. Unter das geplante 160 Meter hohe und 1,7 Kilometer lange Bauwerk würde der Kölner Dom passen. Es soll unter anderem den Hunsrück-Flughafen Hahn besser mit der Eifel verbinden.

    Das Verkehrsministerium blieb bei seiner Einschätzung, wonach die hohen Pfeiler sicher an den Moselhängen stehen werden. «Wir sind weiterhin der Auffassung, dass der Brückenbau zwar anspruchsvoll, aber ingenieurtechnisch beherrschbar ist», sagte der Sprecher Joachim Winkler. Das Ministerium sei aber auch nach wie vor mit dem Landesamt im Gespräch.

    Die Fachbehörde ist dem grün geführten Wirtschaftsministerium unterstellt. Die Grünen hatten 2011 den Hochmoselübergang in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD im Gegenzug für den vorläufigen Verzicht auf eine Mittelrheinbrücke bei der Loreley schweren Herzens geschluckt. Die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Stefanie Mittenzwei, sagte, federführend bei der Hochmoselbrücke sei das Verkehrsministerium. «Herr Lewentz hat uns zugesichert, dass die Expertise des Landesamts für Geologie und Bergbau einbezogen wird.»

    Hochmoselübergang

    Bürgerinitiative Pro-Mosel

    Landesamt

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