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  • Nach Kritik der eigenen Experten: Land lässt Baugrund für Hochmoselbrücke prüfen

    Ürzig/Mainz. Nach einer Warnung des rheinland-pfälzischen Landesamts für Geologie und Bergbau vor Risiken beim Weiterbau der umstrittenen Hochmoselbrücke lenkt die rot-grüne Landesregierung nun offenbar ein und will weitere Untersuchungen anstellen.

    Es wird nun eine hydrogeologische Untersuchung in Auftrag gegeben. Dabei soll eine "Worst-Case-Betrachtung" - eine Abschätzung der schlimmstmöglichen Folgen beim derzeit auf 375 Millionen Euro veranschlagten Brückenbau - mit einbezogen werden, berichtet der Trierische Volksfreund. 

    Entschieden worden sei dies bereits im Sommer, im Herbst habe es noch Gespräche auf Fachebene zu Parametern der Untersuchung gegeben. Noch im Januar solle der Auftrag an ein unabhängiges Institut vergeben werden, mit Ergebnissen werde nach drei Monaten gerechnet.

    „Das geplante Gutachten dient zur Absicherung der bisherigen Kenntnisse und hat nach derzeitiger Einschätzung keine Auswirkungen auf den Bau“, sagte ein Sprecher von Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD), der zugleich für Infrastruktur zuständig ist, dem Trierischen Volksfreund. Die Bearbeitung dauere etwa drei Monate. Ob dadurch der geplante Bau der Pfeiler auf der westlichen Moselseite unterbrochen wird, liegt laut Ministerium im Ermessen der beauftragten Bauunternehmen.

    Das geologische Landesamt geht von einem „sehr hohen“ Risiko des Baugrunds am westlichen Moselufer aus. „Das ist der komplizierteste Baugrund, den wir kennen. Wir haben schon vor mehr als zehn Jahren darauf hingewiesen, dass es sich um einen Rutschhang handelt“, sagte Harald Ehses, Direktor des Landesamts, dem Trierischen Volksfreund. Er hält ein neues Gutachten deshalb für notwendig. Ein Versuch einer Bürgerinititiative, die Bauunterlagen einsehen zu können, scheiterte am Verwaltungsgericht, die Initiative will sich damit aber nicht abfinden.

    Die Hochmoselbrücke ist das derzeit größte Brückenbauwerk in Europa. Die Brücke steht auf 160 Meter hohen Betonpfeilern und soll 1,7 Kilometer lang werden. Auf dem östlichen Moselufer nahe Zeltingen-Rachtig (Landkreis Bernkastel-Wittlich) sind bereits Brückenpfeiler errichtet worden. Die Baukosten werden derzeit auf 375 Millionen Euro geschätzt. Gegen den Brückenbau haben Umweltschützer und auch Winzer aus der Region protestiert.

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