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    Rheinland-PfalzMit Skype & Co: Fremde locken Opfer in Sex-Chat

    Bundesweit häufen sich die Fälle, bei denen Internetnutzer Opfer einer Erpressung werden. Auch in Koblenz wurden in den vergangenen Wochen mehrere ähnlich gelagerte Fälle angezeigt. Die Vorgehensweise der Täter ist dabei immer gleich: Über soziale Netzwerke, Spiele-Chats auf Konsolen oder auch WhatsApp wird zunächst ein loser Kontakt geknüpft und eine Unterhaltung initiiert. Bereits nach nur wenigen Nachrichten schlägt der Gesprächspartner dann vor, sich zu einem privaten Videochat zu verabreden, meist über die kostenlos verfügbare Software Skype.

    Im Videochat geht es dann gleich zur Sache. Der vermeintliche Chatpartner sitzt schon halb nackt vor der Kamera. Seinem Gegenüber suggeriert er, dass man sich in einem „geschützten Raum“ befinde. Nichts von dem, was vor der Kamera passiere, könne nach außen dringen. Dann wird man aufgefordert, sich auszuziehen. Später geht es noch einen Schritt weiter: Man soll sexuelle Handlungen an sich vornehmen.

    Die wenigsten Opfer bedenken in der Situation, dass der Chat alles andere als geschützt ist. Der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung kann jederzeit einen Screenshot oder ganze Videosequenzen von seinem Gegenüber aufzeichnen – und tut das auch.

    Nicht selten werden die Opfer schon während des Chats unverblümt aufgefordert, Geld dafür zu bezahlen, dass die peinlichen Aufnahmen nicht übers Internet verbreitet werden. Strafrechtlich handelt es sich dabei um Erpressung, doch oft scheuen die Opfer aus Angst und Scham den Weg zur Polizei. Margot Brenk, Leiterin des Kommissariats für Sexualdelikte beim Polizeipräsidium Koblenz, rät: „Opfer sollten auf keinen Fall auf die Forderungen der Täter eingehen. Oft ist dies nur der Anfang, die Täter fordern immer wieder weiteres Geld, und die Erpressung hört nie auf.“

    Man sollte den Kontakt sofort abbrechen. Margot Brenk empfiehlt: „Bezahlen Sie nicht, sichern Sie Beweise, zum Beispiel das Chat-Protokoll oder den E-Mail-Verkehr. Und erstatten Sie Anzeige.“ Nur so ist es möglich, die Täter oder ganze Banden zu ermitteln.

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