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  • Missbrauch in Fluterschen: Zeugte Mann acht Kinder mit Stieftochter?

    Fluterschen. Missbrauchsdrama im Westerwald: Ein Familienvater aus dem Ort Fluterschen (Kreis Altenkirchen) steht unter dem Verdacht, jahrelang schwerste Sexualverbrechen begangen zu haben. Die Verbrechen sind so ungeheuerlich – selbst erfahrene Juristen sind schockiert. Der 48-Jährige soll seine Tochter und seine Stieftochter jahrelang sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Und: Er soll mit seiner Stieftochter seit der Jahrtausendwende acht Kinder gezeugt haben. Ab Dienstag muss er sich vor dem Landgericht Koblenz verantworten.

    Von unserem Redakteur Hartmut Wagner


    Die Missbrauchsfälle im Kreis Altenkirchen auf einer größeren Karte anzeigen


    Fluterschen - Missbrauchsdrama im Westerwald: Ein Familienvater aus dem Ort Fluterschen (Kreis Altenkirchen) steht unter dem Verdacht, jahrelang schwerste Sexualverbrechen begangen zu haben. Die Verbrechen sind so ungeheuerlich – selbst erfahrene Juristen sind schockiert.

    Der 48-Jährige soll seine Tochter und seine Stieftochter jahrelang sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Und: Er soll mit seiner Stieftochter seit der Jahrtausendwende acht Kinder gezeugt haben. Ab Dienstag muss er sich vor dem Landgericht Koblenz verantworten.

    Der 750-Seelen-Ort Fluterschen im Westerwald: Familienhäuser, ein Landgasthof, einige Handwerksbetriebe. Am Mittwochnachmittag toben Jungs und Mädchen im Kindergarten „Sternschnuppe“. In der Nähe hält ein Schulbus, Jugendliche steigen aus. Niemand ahnt, welche Verbrechen sich hier abgespielt haben sollen. Aber getuschelt wurde seit Jahren. Eine Frau aus der Nachbarschaft des Angeklagten: „Wir haben uns oft gewundert über die vielen Kinder in seinem Haus. Vor allem weil sie ihm so ähnlich sahen.“

    Der 48-Jährige ist am 10. August 2010 festgenommen worden. Seither sitzt er in Koblenz in Haft. Er schweigt zu allen Vorwürfen. Er ist nicht vorbestraft. Trotzdem hat die Staatsanwaltschaft die Sicherungsverwahrung gegen ihn beantragt. Weil die Tatvorwürfe derart schwerwiegend sind. Und weil er für die Allgemeinheit gefährlich ist – so die Begründung.

    Das wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann vor: Er soll zwischen 1987 und 2010 Hunderte Sexualverbrechen verübt haben. Er soll seine Tochter und seine Stieftochter missbraucht haben – unter anderem in seinem Pkw in einem Wald in Altenkirchen. Zudem zwang er beide, mit zwei Männern in Altenkirchen und Straßenhaus gegen Bezahlung Sex zu haben, so die Anklage. Das Geld soll der Angeklagte kassiert haben. Ende der 80er-Jahre soll er auch seinen Stiefsohn missbraucht haben.

    Der 48-Jährige hat nach Informationen unserer Zeitung mit seiner Stieftochter acht Kinder gezeugt. Eines der Kinder ist bereits tot. Nach außen behauptete die Familie, ein Unbekannter sei der Vater der Kinder. Aber: Es gibt einen DNA-Test, der die Vaterschaft des Angeklagten beweist.

    Wie konnte das alles jahrelang geheim bleiben? Das Jugendamt in Altenkirchen schweigt dazu. Ralf Lichtenthäler, Ortsbürgermeister von Fluterschen, sagt: „Die Familie fiel nicht besonders auf.“ Der Prozess belastet die mutmaßlichen Opfer sehr. Anwältin Sandra Buhr vertritt die Tochter des Angeklagten: „Meine Mandantin hofft, dass er vor Gericht alles gesteht.“

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