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  • Marek Lieberberg: Wenn Mönchengladbach scheitert, ist auch Mendig ein guter Festivalstandort

    Rheinland-Pfalz. Bleibt Rock am Ring nun doch am Ring? Insolvenzverwalter und künftiger Nürburgring-Eigentümer Capricorn wollen zwar nicht mehr mit Konzertveranstalter Marek Lieberberg zusammenarbeiten, melden aber Ansprüche auf die Titelrechte für das traditionelle Musikfestival an.

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

    Über die Nutzung des Werktitels, wie es im Juristendeutsch heißt, ist jetzt ein Rechtsstreit ausgebrochen. Die Nürburgring GmbH, bis Ende 2014 noch offizieller Besitzer von Rennstrecke und Freizeitpark, hat beim Landgericht Koblenz nach Informationen der Rhein-Zeitung eine Einstweilige Verfügung gegen Lieberberg und dessen Konzertagentur (MLK) beantragt. Lieberberg und die MLK reagierten mit einer Schutzschrift. Für Ende kommender Woche (vermutlich Freitag) ist ein mündlicher Verhandlungstermin anberaumt.

    Gemeinsame Gründung 1985

    Nachdem Lieberberg mit der Nürburgring GmbH und dem künftigen Ring-Eigentümer Capricorn nicht handelseinig wurde, will er das Rock-am-Ring-Festival 2015 an einem neuen Ort auferstehen lassen – zur gleichen Zeit (5. bis 7. Juni) und in der gleichen Größe. Das ist aber laut Insolvenzverwalter nicht so ohne weiteres möglich. Denn ihrer Ansicht nach wurde Rock am Ring 1985 gemeinsam von der Nürburgring GmbH und der Konzertagentur Mama Concerts (Mitgesellschafter Lieberberg) gegründet. Demnach würde es sich um ein gemeinschaftliches Projekt handeln, an dem Lieberberg nicht automatisch und schon gar nicht allein die Rechte hat. Gewinnt die Nürburgring GmbH den Rechtsstreit, kann sie entscheiden, ob sie ihr Pfingstfestival weiter Rock am Ring nennt oder, wie geplant, Grüne Hölle – Rockfestival am Nürburgring. Wollte Lieberberg den Namen nutzen, müsste er zahlen oder zumindest fragen.

    „Alles nicht stichhaltig“

    Der Konzertveranstalter ist überzeugt, dass er den juristischen Kampf gewinnt. „Das ist alles nicht stichhaltig“, meinte er gegenüber der Rhein-Zeitung. „Man versucht nur mit allen möglichen Tricks, mich daran zu hindern, das Festival an einem neuen Ort aufzuziehen“, ergänzte er. „Das wird nicht gelingen, selbst dann nicht, wenn wir den Namen Rock am Ring nicht mehr nutzen könnten.“ Davon geht Lieberberg aber nicht aus.

    Die Insolvenzverwalter werfen Lieberberg indes Verdrehung der Tatsachen vor. Sie stört, dass er sich als alleiniger Erfinder und Schöpfer von Rock am Ring hinstellt. Eine Sichtweise, die ihrer Ansicht nach keineswegs den Tatsachen entspricht.

    Lieberberg wiederum plant den Umzug des Megafestivals vom Nürburgring nach Mönchengladbach. Sollte dies nicht möglich sein, sieht er das Flughafengelände in Mendig (Kreis Mayen-Koblenz) als erstklassige Alternative. „Das wäre auf jeden Fall auch ein prima Veranstaltungsort“, sagte er.

    Endet Streit um Namen Rock am Ring mit Vergleich? Konzertagentur: Trotz Klagemisserfolg möglicher FinanzanspruchNoch sind es Spekulationen: Kehrt der Rock an den Ring zurück? Was wird aus Rock am Ring in Mendig? Missklänge bei Rock am Ring weitere Links
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