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  • Live-Ticker aus dem Landtag in Mainz: Malu Dreyer löst Kurt Beck ab

    Rheinland-Pfalz. Wachwechsel im Landtag von Rheinland-Pfalz: Kurt Beck (SPD) hat sich nach 18 Jahren als Ministerpräsident verabschiedet. Zur neuen Ministerpräsidentin wurde Malu Dreyer gewählt. Die Ereignisse im Live-Ticker.

    Rheinland-Pfalz - Wachwechsel im Landtag von Rheinland-Pfalz: Kurt Beck (SPD) hat sich nach 18 Jahren als Ministerpräsident verabschiedet. Zur neuen Ministerpräsidentin wurde Malu Dreyer gewählt. Die Ereignisse im Live-Ticker.

    19.00 Uhr: Mit diesem Bild verabschiedet sich der Live-Ticker für heute - draußen ist es einfach zu kalt zum Tippen - dem Laptop natürlich, nicht uns. ;) Mehr zum krönenden Abschluss des Tages gibt es bald in der Print-Ausgabe der RZ. Guten Abend!

    18.59 Uhr: Zu den Klängen von "Die Gedanken sind frei" begibt sich die ganze Gesellschaft jetzt nach draußen. Dort warten schon die Soldaten.

    18.46 Uhr: Auch Journalisten und Politiker erliegen den Stars. Nur nach der Nennung von Mario Adorf, einem guten Freund Becks, gibt es Applaus. Zu seiner Frau sagt er: "Es ist nicht immer so einfach. [...] Lippenbekenntnisse und Realität, naja, es ist nicht immer so einfach. Auf diese Unterstützung ist man angewiesen. Deshalb möchte ich dir heute herzlich danken." Auch seinem Vater Oskar, der in wenigen Tagen 91 wird, dankt er und der Schwiegertochter Kerstin, die übrigens heute hier ihren Geburtstag feiert. Ihm gehe das "Herz über", sagt Beck. Seinen Blumenstrauß, den er nach der Rede erhält, trägt er postwendend zu seiner Frau. Alle im Saal stehen und applaudieren. Damit ist die Feierstunde vorbei.

    18.44 Uhr: Beck betont, dass auch Mainz 05 in seine Grüße eingeschlossen sind - Lacher im Saal: Beck ist glühender 1. FCK-Fan.

    18.42 Uhr: Ja, er muss auch möglichst alle Anwesenden in seiner Rede nennen. Hmpf.

    18.39 Uhr: Beck: "Ich grüße alle Menschen, die für andere Menschen Verantwortung tragen." Danach spricht er die Repräsentanten der Glaubensgemeinschaften stellvertretend für alle an: "Für die Menschen da zu sein, in einem respektvollen Miteinander, das hat uns gute Begegnungen gebracht und auch in der Politik gute Ansatzpunkte."

    18.36 Uhr: Beck scheint sich für seine letzte große Rede die Völkerverständigung in und über Europa hinaus auf die Fahnen geschrieben zu haben. Ein Mann und Politiker, der am Ende noch einmal über die alltäglichen Querelen und die Skandale hinaus klarstellen will, was seiner Meinung nach wirklich wichtig ist. Jetzt spricht Beck aber wieder ganz wie ein Staatsmann. Die Leichtigkeit, die zu Beginn aus seinem Gesicht strahlte, ist nicht mehr da.

    18.28 Uhr: Besonders freue er sich über die Anwesenheit von Jürgen Zöllner, mit dem ihn heute eine persönliche Freundschaft verbinde.

    18.22 Uhr: Beck spricht Hans-Artur Bauckhage (FDP, bis Mai 2006 Wirtschaftsminister unter Beck) persönlich an, dankt stellvertretend für alle loyalen Partner, die zu Freunden geworden seien, und erinnert auch noch einmal an Peter Caesar (FDP), der 1998 bis 1999 Becks Stellvertreter war. Auf dessen Beerdigung hielt Beck die Traueransprache.

    18.20 Uhr: Kurt Beck dankt den Rednern und erklärt sogleich, dass er wisse, dass bei solchen Anlässen Erfolge größer und Misserfolge kleiner gemacht würden. Das klingt sehr demütig.

    18.19 Uhr: Kurt Beck am Mikrofon: Was für ein gelöstes Lächeln bei der Begrüßung!

    18.14 Uhr: Das hat was: In Rekordtempo trägt Sandra Kreisler eine Oper vor - die bei Steinfeld spielt: Kurt Becks Heimatort. Das ist Sport! Und am Ende sind alle tot - so gehört es sich ja auch, so nach den Regeln der Kunst. Gut, dass sie am Ende nochmal auf die Metaebene wechselt und schließt mit: "Meine Oper wird für Kurt Beck gespielt."

    18.07 Uhr: Frau Kreislers Showkonzept ist recht dialektisch: Erst "Die Gedanken sind frei" und jetzt ein Lied über Unfreiheit in Deutschland. Machen mal ein Kurzmedley:  "Freiheit hat mit Deutschland nichts zu tun - Natürlich hat es doch was mit Deutschland zu tun - Wenn man wirtschaftlich denkt - Einige müssen eben unfrei bleiben, damit andere frei sein können." Wir werden nachdenklich ...

    18.06 Uhr: Vielleicht verdrückt Beck seine Tränchen ja, bis er im neuen Büro alleine ist?

    18.03 Uhr: Oooh, ein Überraschungsgast: Künstlerin Sandra Kreisler, Frau des verstorbenen Komponisten Georg Kreisler, hat es nicht unterlassen, sich vorzustellen. Jetzt stimmt sie "Die Gedanken sind frei an" - und will, dass alle mitsingen. Au Weia. Keiner singt mit - war klar. Kreisler sagt trotzdem "Bravo!". Milde von ihr. Übrigens wurde im Gustav-Stresemann-Saal ein Halbsatz mitgesungen!

    17.59 Uhr: Also wenn Kurt Beck bei dieser Rede kein Tränchen in den Augen hatte, dann weiß ich nicht! Hmmmm, auf der Leinwand war es schlecht zu erkennen. Doch als Martin Schulz vom Podium steigt, springt Beck ihm entgegen, legt beide Arme um Schulz und ja, er drückt ihn doch tatsächlich fester, als man es tun würde, wenn man was darauf gäbe, dass jemand zuguckt. Bewegende Bilder!

    17.54 Uhr: Schulz widerspricht den Stimmen in der Presse, dass Kurt Beck in Berlin gescheitert sei. Er sagt: "Ich glaube, dass der um sich selbst kreisende Politikzirkus in Berlin an Kurt Beck gescheitert ist!" Er erinnert an den Aufruhr, den Becks Vorschlag, mit moderaten Taliban zu reden, ausgelöst hat. Jetzt sei der Vorschlag in aller Munde und akzeptiert. Schulz geht sehr hart mit der Kultur in Politikerkreisen ins Gericht, hossa! Zynisch fällt, "Tempel der Anpassung" fällt (was Kurt Beck gesagt haben soll). "Er hat seinen Charakter um keinen Millimeter verändert", sagt Schulz, der Becck schon lange kennt. Seine eindringliche, verbindliche Art zu reden, seine Wut, die durscheint, wenn er Kritik übt an Politikern, die "so reden, dass die Menschen sie nicht verstehen", das alles signalisiert: Er meint es wohl ziemlich ernst.

    17.50 Uhr: Ui, fast hätte Martin Schulz aus drakonischen Sparmaßnahmen drakonische Spaßmaßnahmen gemacht. Das war mal haarscharf...;)

    17.45 Uhr: Nochmals Lacher, als Schulz Beck wieder zitiert: "Menschen sind keine Kostenfaktoren mit Ohren!" - beide letzten Os zieht er schööön lang. Und damit leitet er galant zu Becks letztem Appell im Landtag heute morgen an die Menschen in Rheinland-Pfalz über: "Das Wir muss vor dem Ich stehen." Haben sich da etwa zwei abgesprochen? Auch ein Hinweis darauf, was Beck wirklich wichtig ist - der Mensch? Das Menschliche?

    17.43 Uhr: Schulz beschreibt Becks Liebe zu seinem Land mit einer Anekdote, die für Lacher sorgt: "Ich erinnere mich, wie Beck sich echauffierte, als die Südpfalz einmal mit der Toscana verglichen wurde - Er empfand das als Zurücksetzung der Südpfalz!"

    17.30 Uhr: Nun spricht Martin Schulz (SPD). Natürlich baut er seine Ansprache auf Internationales auf (klar, ist ja auch der Präsident des Europaparlaments) und verweist auf Becks Engagement für Europa und auch Ruanda. Aber er sagt auch: "So ein Typus von Politiker, wie Kurt Beck ihn darstellt, gibt es selten in unserem Land. Daran krankt die Politik in unserem Land. [...] Er lässt sich nicht verbiegen und ist deshalb stilprägend gewesen."

    17.25 Uhr: Hendrik Hering (SPD-Fraktionsvorsitzender) sagte: "Kurt, wir können es uns ohne dich einfach noch nicht vorstellen." Und in der Tat, wenn man sich alte Bilder von Beck ansieht, wird nochmal klar, wieviel (Lebens-)Zeit Beck der Politik gewidmet hat.

    17.13 Uhr: Lemke spricht eine Aussage Becks an, die er jüngst gegenüber der Presse im Zusammenhang mit seinen Plänen für den Ruhestand tätigte und wendet sich dann an seine Frau, Roswitha Beck: "Im Ruhestand willst du, lieber Kurt, ja jetzt nicht ein Zepter schwingen, das dir nicht gehört. [...] Liebe Roswitha, wenn er sich doch einmischt, darfst du dich mit einem Zitat Loriots trösten: Es ist sein erster Ruhestand. Er übt noch!" Dann macht sie nach eigener Aussage ein misslungenes Geburtstagsgeschenk wieder gut und zaubert einen echten pfälzischen Saumagen von Becks Lieblingsmetzger aus dem Hut. Chapeau.

    17.12 Uhr: Ah - Treue ist das Stichwort, das Lemke mit dem Wissenschaftsjargon aufbauen wollte. WQären wir nie drauf gekommen. Echt nicht!

    17.08 Uhr: Jetzt spricht Eveline Lemke. Auch sie sucht immer wieder Kurt Becks Blickkontakt - ihre ersten Sätze, die sie direkt an Kurt Beck richtet, klingen bewegt und ehrlich berührt. Als sie über die Koalitionszeit spricht, hält sie wieder eher eine gut vorbereitete, anspruchsvolle, aber eben professionell distanzierte Rede. Außerdem hat sie gerade "spieltheoretischer Allokationsmechanismus" gesagt. Schnarch.

    17.05 Uhr: Dreyer: "Und weil ich weiß, woran dein Herz wirklich hängt, wünsch ich dir von Herzen den Wiederaufstieg deines geliebten 1. FCK in die erste Bundesliga." Lacher im Saal. Jetzt dürfen wir auch verraten: Beck bekommt ein Bild der Fraktion geschenkt. Darauf sind auf künstlerische Weise Details aus den Gesichtern der Menschen abgebildet, mit denen er so lange und eng zusammengearbeitet hat.

    17.00 Uhr: Malu Dreyer betont Becks Bürgernähe - seine Pfälzische Art. Sie nennt ihn den Markenkern rheinland-pfälzischer Politik und einen wandelnden Vermittlungsausschuss. Sie betont, wie beliebt Beck bei den Bürgern war und bemüht das fast schon zur Landeskultur gehörende Sprichwort: "Kurt Beck hat jedem Rheinland-Pfälzer mindestens einmal die Hand geschüttelt." Und: "Kurt Beck ist der Unterhalter schlechthin. Sein Fundus an Witzen ist unbegrenzt."

    16.51 Uhr: Einblick von Malu Dreyer in die Person des Kurt Beck - und bewegend: "Kurt, ich weiß, wie gern du es immer hattest, wenn das Kabinett zu Feierlichkeiten vollständig erschien. Und heute sind wir sozusagen beschlussfähig - und alle dir zu Ehren da."

    16.46 Uhr: Die Musiker marschieren aus. Und aus. Und aus. Hm. Peinliche Pause. Und dann tritt Malu Dreyer ans Mikrofon - und macht einen süßen Fehler: "Ich begrüße natürlich zuerst dich, lieber Kurt, und natürlich deine Familie, Roswitha Kurt - äh - Beck ..." Und schon deutet sich an: Mit Malu Dreyer hat Julia Klöckners strahlendes Lachen große Konkurrenz bekommen ...

    16.40 Uhr: Und wieder die Musiker von der Bundeswehr. Diesmal ohne Rrrrammmtammm, sondern mit sanften, feierlichen, erhabenen Tönen mit Klarinetten, Posaunen, Oboen und einer quirligen Querflöte: Die Einstimmung zur Feierstunde für Kurt Beck. Und dann wird es doch wieder schneller: Die Füße der Journalisten im Gustav-Stresemann-Saal wippen mit ...

    16.29 Uhr: Gerade betrat Julia Klöckner die Staatskanzlei - und eines muss man ihr lassen: Sie grüßt einfach jeden, an dem sie vorbeigeht, mit einem Strahlen im Gesicht. Und als Joachim Mertes sie dann begrüßte, reichte er ihr ganz langsam die Hand. Beide hielten einen Moment inne, blendeten den Trubel aus und Mertes senkte den Kopf tief hinunter - fast, als ob er ihr gleich einen Handkuss geben wollte. Hat er aber dann doch nicht gemacht. Dennoch: Ganz viel Respekt schwang mit in dieser Begrüßung - von beiden Seiten.

    16.26 Uhr: Der Feierstunde dürfen einige Journalisten beiwohnen. Die ausgewählten allerdings sehen sie über einen Bildschirm im Gustav-Stresemann-Saal der Staatskanzlei. Aber wer will schon da rein, wenn er dafür hier draufschaut...(Foto). Und mal ehrlich: Jeder weiß, dass die Stimmung beim Public Viewing sowieso besser ist.

    16.07 Uhr: Gleich, um 16.30 Uhr, findet die kleine Feierstunde für Kurt Beck in der Staatskanzlei statt. 

    15.53 Uhr: Übrigens hat Alexander Schweitzer im Anschluss an seine Vereidigung heute auch schon seine erste Kabinettssitzung als Sozialminister hinter sich gebracht.

    15.33 Uhr: RZ-Spezialmission heute: Zufällig über Rest-Häppchen vom Empfang stolpern, die Mitarbeiterin des Landtags, Seychan, um eine kleine Spende für die Journalisten im Clubraum bitten und sich bei aaaallen Kollegen beliebt machen. Check. Ausbeute: Immerhin eine Visitenkarte.

    15.16 Uhr: Kurt Beck verlässt den Landtag als Alt-Ministerpräsident. Lächelnd.

    15.15 Uhr: Und so sieht es aus, das neue Kabinett.

    15.08 Uhr: "Rrrrammtatatammm, rrrammmtatatammmm", tönt es durch den Landtag: Die Bundeswehrmusiker haben ihre Instrumente ausgepackt. Jetzt Probe mit Musik.

    15.00 Uhr: Kurt Beck hat sein Mittagessen verspeist.

    14.52 Uhr: Die neue Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat zwei Geschwister - ihre Schwester ist hier kurz vor die Kamera getreten und hat ein paar Sätze gesagt. "Sie hat vorher schon wenig Zeit gehabt, wir freuen uns immer, wenn wir Zeit füreinander finden."

    14.48 Uhr: Doch schon Misstöne aus der Opposition am heutigen Tag? CDU-Generalsekretär Patrick Schnieder beklagte sich auf Twitter, dass die Türschilder mit Ministerpräsidentin schon vor der Wahl ausgetauscht wurden - grade hat er nachgelegt: "#Beck: "Ich will dem Parlament heute nicht vorgreifen." Gestern hat SPD die Schilder der Staatskanzlei austauschen lassen (Dreyer). #stillos".

    14.40 Uhr: "Links zwo drei ... Stoooopp. Erst nach links drehen, dann Marsch. Nochmal!" Bereit für den Einsatz? Bald! Die Bundeswehr probt gerade den Einmarsch für die Serenade zu Ehren von Kurt Beck vor der Staatskanzlei heute Abend.

    14.38 Uhr: CDU-Generalsekretär Patrick Schnieder beklagte sich auf Twitter, dass die Türschilder mit Ministerpräsidentin schon vor der Wahl ausgetauscht wurden: "Mehr Demut wäre gut!"

    14.17 Uhr: Wir spielen: Finde das RZ-Logo im Presse-Clubraum ... Die Köpfe rauchen hier im Pressebereich. Journalisten aller Couleur und Medien sitzen hier - und gönnen sich meist auch keine Mittagspause. Falls jemand die Person findet, die normalerweise vor dem RZ-Logo auf dem Foto sitzt, hat er die große Ehre, ihr einen Happen zu Essen vorbeizubringen. Ausgebildete Masseure dürfen sich bevorzugt auf den Weg machen. Journalisten über sich selber. Nee, das gehört sich wohl: Metaebene, merkt ihr das? Ist schick.

    14.03 Uhr: Kurt Beck wirkte auf uns gefasst. Extrem gefasst. Gerade ist er übrigens ins Landtagsrestaurant gekommen und mit spontanem Applaus der weiteren Gäste empfangen worden. Wir haben mal ein bisschen spioniert: Bestellt hat er - übrigens sehr vergnügt - weißen Burgunder ... Prost und guten Appetit! (Foto) Da wollen wir mal nicht weiter stören ...

    14.00 Uhr: Unser Eindruck bisher: Hier herrscht ein respektvolles, professionelles Klima. Misstöne gibt es eher von außerhalb: Eine zweifelhafte Ehrung haben die Jungen Liberalen Rheinland-Pfalz am Dienstag noch ins Gespräch gebracht. Ihr Vorschlag: Den Berliner Pannenflughafen, der nach Willy-Brandt heißen soll, lieber Kurt-Beck-Flughafen nennen. Das sei eine "standesgemäße Würdigung" seiner "Verdienste", heißt es in der Presseerklärung. Mit den Gänsefüßchen. Immerhin schließen die JuLis mit Wünschen für seine Gesundheit und "gegebenenfalls auch viel Erfolg bei der Friedrich Ebert Stiftung".

    13.40 Uhr: Inzwischen ist auch das Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz in Bussen eingetroffen. Heute Abend bei der Serenade werden die Bundeswehrmusiker für Kurt Beck den Parademarsch Nr. 1, Der Jäger aus Kurpfalz, den Mosel-Marsch und die Nationalhymne zum Besten geben. Ein charmanter Musiker rief uns zu: "Fotogen, sogar ohne Schminke." Als Eselsbrücke nannte Ralf Schmelzer uns: "Ich schmelz die Herzen der stolzesten Frauen!" Ja, Herr Schmelzer, Kollegin Elgaß haben Sie damit schon gekriegt!

    13.29 Uhr: Beim Empfang herrscht immer noch dichtes Gedränge (Foto). Wir spielen: Finde den RZ-Bildchef. Zu gewinnen gibt es einen feuchten Händedruck von Malu Dreyer, den wir uns grade beim Gratulieren abgeholt haben. Schicken wir dann via E-Mail.

    13.25 Uhr: "Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, lieber Kurt", so adressierte Landtagspräsident Joachim Mertes (SPD) den Scheidenden zu Beginn der heutigen Sondersitzung. Ab jetzt heißt es also nur noch: "Lieber Kurt".

    13.23 Uhr: Habt ihr Wünsche an und für Malu Dreyer? In der Donnerstagausgabe möchten wir eine Art Wunschzettel zusammentragen. Empfehlungen, Ratschläge und nette Grüße an die Ministerpräsidenten tragen wir auf Facebook, Google+ und Twitter (Hashtag #Dreyerley) zusammen.

    13.13 Uhr: Alexander Schweitzer wurde übrigens auch mit allen Stimmen der Regierungskoalition gewählt. Und beim Interview sieht man sogar mal die schönen Kronleuchter im Vorraum des Plenarsaals, weil die Kamera von unten nach oben filmt. Er ist 2,04 Meter groß.

    13.08 Uhr: Schon mal versucht, nach einer Ministerpräsidentenwahl im Landtag zum Empfang zu kommen? So sieht's aus (Foto). Mit Abgeordneten, Gästen und Journalisten auf Tuchfühlung. So echt auf Tuchfühlung. :/

    13.07 Uhr: Malu Dreyer auf die Frage, wie sich der neue Titel anfühlt: "Gut, aber wir haben ja mit 'designierte Ministerpräsidentin' schon lange geübt."

    13.04 Uhr: Abschiedsgruß von Kurt Beck ans Land Rheinland-Pfalz: "Das Wir soll vor dem Ich stehen." Damit erfindet er auch das "Déja ecouté" - Schon mal gehört. Déja vu wär' ja irgendwie falsch. Hmmmm.

    12.58 Uhr: Die Sitzung ist beendet. Alle schwärmen aus. Wir schwärmen mit. Mal sehen, wer uns so vor die Linse kommt ...

    12.56 Uhr: Alexander Schweitzer spricht den Eid ohne Versprecher. Perfektionist! SWR: "Beim Anblick dieser Bilder [Schweitzer] muss man wohl auch den Begriff Augenhöhe überdenken" - als Ansdpielung auf die Körpergröße. Die große Körpergröße. Gut gebrüllt, Kollegen.

    12.55 Uhr: Lacher: Mertes spricht vom Ministerpräsidenten und korrigiert sich: "Ministerpräsidentin - ich muss mich noch dran gewöhnen!" Danach ruft er nach Schweitzer - und kann den sehr großen Mann erst nicht finden. "Aaaaah, da", ruft er schließlich. "Das erste Mal, dass man dich übersehen hat", lacht er ins Mikro.

    12.53 Uhr: Malu Dreyer verkündigt Alexander Schweitzers Ernennung zum Minister mit einem sehr herzlichen Lächeln in seine Richtung. Jetzt wird er vereidigt - wieder durch Landtagspräsident Joachim Mertes.

    12.45 Uhr: Malu Dreyer tritt ans Mikrofon und dankt ihrer Partei, der SPD und den Grünen für die Geschlossenheit bei der Wahl: Alle Abgeordneten dieser Parteien haben mit Ja gestimmt. Zu Kurt Beck sagt sie: "Du warst ein Glücksfall für unser Land! Danke!"

    12.45 Uhr: Klaus Jensen zur Wahl seiner Frau: "Ich bin stolz!" Außerdem nennt er soziale Gerechtigkeit als gemeinsames Anliegen seiner Frau und ihm.

    12.43 Uhr: Nomnom: Hungrige Horden im Landtagsrestaurant.

    12.32 Uhr: Auch Alexander Schweitzer wird gleich vereidigt. Dann darf er wieder mit den Kindern im Landtag spielen. Bis jetzt saß er auf der Tribüne. Aber unzufrieden sah er nicht aus. Man hat ihm wohl ein Zückerli versprochen. Ein Ministeramt vielleicht.

    12.25 Uhr: Aaaaaaaw! Klaus Jensen, Malu Dreyers Ehemann, gratuliert seiner Frau. Malu Dreyer ist seit Juli 2004 mit dem amtierenden Trierer Oberbürgermeister und früheren Staatssekretär verheiratet.

    12.19 Uhr: Die Sitzung ist unterbrochen - alle scharen sich um die Frau, die jetzt ban der Spitze der rheinland-pfälzischen Regierung steht. Erste Amtshandlung ist also: Händeschütteln bis zum Abwinken. Was muss, das muss. :) Glückwunsch zur Wahl, Frau Dreyer!

    12.17 Uhr: Geschenkkorb von Julia Klöckner. Geschmackvolles Zellophanarrangement. *räusper

    12.15 Uhr: Malu Dreyer wird vereidigt. Im Stehen übrigens - sie habe es sich gewünscht, erklärt Mertes, der ihr den Eid abnimmt. Malu Dreyer leidet an Multipler Sklerose, und ist manchmal auf den Rollstuhl angewiesen. Jetzt lacht sie glücklich - der Eid ist gesprochen.

    12.12 Uhr: Ooooh, die Abgeordneten klatschen der neuen Ministerpräsidentin im Rythmus Beifall...Vielleicht fängt ja einer mit dem Takt von Queens "We will rock you" an. Ich sehe Abgeordnete, die abwechselnd klatschen und auf die Bänke hauen. Dann tritt Malu Dreyer vor: "Buddy you're a GIRL make a big noise
    Playin' in the street gonna be a big WOMAN some day"...Leider nur in meinem Kopf.

    12.10 Uhr: Wahlergebnis: 60 Ja-Stimmen zu 40 Nein-Stimmen für Malu Dreyer. Damit ist sie neue Ministerpräsidentin. Die roten Rosen beißen sich ein bisschen mit dem Knallpink von Dreyers Jackett ...
    12.07 Uhr: Die Wahl ist durch. Gerade wird ausgezählt. Ob Malu Dreyer tatsächlich wieder auf den Platz auf der Regierungsbank darf? Naja, so spannend ist es nicht wirklich. Alle gehen davon aus, dass sie gewählt wird. Wisst ihr übrigens, dass im Biotop Landtag seltene Pflanzen sehr gut gedeihen? Zum Beispiel ist es ein Paradies für die gemeine Limosine Spritfresseriensis ... (Beweisfoto anbei).

    11.56 Uhr: Julia Klöckner wird gefragt, ob sie Kurt Beck nochmal begegnen wird. Sie weicht schon ein bisschen aus und sagt, dass sie sich ja schon oft begegnet seien. Und dann verweist sie auf die Rolle der Opposition. So in etwa: Wir müssen ja angreifen. Es ist bekannt, dass die beiden auch persönlich nicht besonders gut zurecht kamen. Gedankt hat sie ihm gerade trotzdem. Wir sind gespannt, wie die beiden Frauen Julia Klöckner und Malu Dreyer miteinander arbeiten werden ...

    11.50 Uhr: „Ich habe meine Entscheidung, vom Amt zurückzutreten, wohl abgewogen. Sie ist mir nicht leicht gefallen. Aus Rücksicht auf meine Gesundheit ist sie gleichwohl richtig.“ Kurt Beck kündigte außerdem an, am 5. Februar 2013 auch sein Landtagsmandat niederzulegen. Bis zu diesem Tag soll er übrigens auch in der Fraktion nochmal verabschiedet werden - ich weiß schon, was er geschenkt bekommt. Aber ich will ihm ja nicht die Überraschung verderben, das versteht ihr sicher! ;)

    11.47 Uhr: Nach ihrer Stimmabgabe ist Doris Ahnen direkt zum SWR-Interview rausgelaufen. Gesagt hat sie nicht viel. Auf die Frage, ob sie gerne selbst Becks Nachfolgerin werden wollte, sagt sie: "Wir freuen uns, dass Malu Dreyer heute gewählt wird!" Auf alle folgenden Fragen sagt sie: "Wir freuen uns, dass Malu Dreyer heute gewählt wird!" So viel Freude ist aber auch einfach auch mal schön, nicht wahr?

    11.45 Uhr: 100 Stimmzettel werden jetzt in alphabetischer Reihenfolge abgegeben. Kurt Becks erste Amtshandlung als einfacher Abgeordneter - und mit B ist er ja immer noch ganz vorne mit dabei :). Ein CDU-Abgeordneter hat sich das Bein gebrochen. Gute Besserung von uns!

    11.42 Uhr: Sitzplatzwechsel im Landtag... Ein bisschen wie Reise nach Jerusalem. Wär witzig, wenn einer übrigbliebe. Nee, hat alles geklappt, alle sitzen wieder...;) Diejenigen, die ihr Amt wechseln, sind auf die Abgeordnetenbank gewechselt. Jetzt kommen Wahlen, Wahlen, Wahlen ...

    11.38 Uhr: "Hosen mit Schlag, Lederjacke und auf dem Kopf pechschwarz!" (O-Ton Joachim Mertes) Ein Bild von Kurt Becks erstem Tag im Landtag entsteht ... 

    11.34 Uhr: Kein Tränchen von Kurt Beck. Bis jetzt. Joachim Mertes spricht ihn jetzt persönlich an und schwelgt in der Vergangenheit. Becks politische Stationen gibt's übrigens auch in unserer Slideshow: http://ku-rz.de/2g24 Jetzt blickt Joahim Mertes auf die 18-jährige Amtszeit Becks zurück.

    11.32 Uhr: Der Applaus hält an. Alle stehen. Aber die Opposition hat sich früher gesetzt - und auch nicht gaaaanz solange applaudiert ...

    11.30 Uhr: Becks Appell zum Schluss: "Wir sollten das Wir vor dem Ich betonen." Ein schöner Vorsatz. Ein idealistischer Wunsch. Schön auch, dass der Satz auch gleichzeitig das ausführt, was er aussagt.

    11.29 Uhr: So berichten andere Medien über das große Ereignis heute,

    11.25 Uhr: "Wer arbeitet, macht Fehler. Menschen machen Fehler", sagt Kurt Beck in der Bilanz. "Das tut mir leid." Er verweist aber auch auf seine Erfolge. Da nennt er die Soziale Gerechtigkeit bei Bildung und die Familienfreundlichkeit, und dankt Doris Ahnen: "Da haben wir einen Schwerpunkt gelegt und ich bin froh, dass wir da vorangekommen sind und keine materiellen Voraussetzungen im Bildungsbereich haben. Es erfüllt mich mit einiger Zufriedenheit, dass da wir große Stücke vorangeschritten sind."

    11.21 Uhr: Becks Rücktrittsschreiben wurde formal am Anfang der Sitzung von Joachim Mertes verlesen: „Sehr geehrter Herr Landtagspräsident, hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich mein Amt als Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz mit dem heutigen Tag niederlege“, heißt es da nüchtern und kurz.

    11.19 Uhr: Bisher hält Beck seine Emotionen ganz gut im Zaum - man meint nur zu erahnen, dass er bewegt ist. Weil man halt weiß, dass er es sein dürfte. Ich würde ihm ein Tränchen verzeihen. Jetzt dankt er allen Rheinland-Pfälzern - die Nähe zu Menschen waren Kurt Beck immer wichtig.

    11.15 Uhr: Perspektive aus dem Plenarsaal - dort, wo die Fotografen stehen.

    11.08 Uhr: Beck spricht: Mit ruhiger Stimme dankt er seinen poliutischen Weggefährten. Ausdrücklich nennt er Karl Peter Bruch, der in zwei Kabinetten Becks Innenminister war und 2011 ausschied.

    11.01 Uhr: Auch Familie Jensen, die Familie von Malu Dreyer wird begrüßt mit: "Mainz ist auch schön!"

    11.00 Uhr: Ei, auf den Punkt um 11 Uhr - Jetzt gehts los! Joachim Mertes eröffnet die Sondersitzung des Parlaments mit der Begrüßung der Ehrengäste. Familie Beck zum Beispiel ist da - mit Oskar Beck, Kurt Becks Vater!

    10.55 Uhr: Alexander Schweitzer ist gerade auf der Tribüne angekommen, auch vier ehemalige Abgeordnete, die als Gäste des Landtags einen der begehrten Plätze im Hochsitz ergattert haben, stehen dabei. Alexander Schweitzer muss nämlich bis zu seiner Vereidigung als neuem SPD-Sozialminister der Platz zwischen Gästen und Journalisten auf der Tribüne reichen - erst danach wird er sich unten im Saal aufhalten dürfen. Um zirka 12.45 Uhr wird es für ihn soweit sein - sagt der Ablaufplan.

    10.51 Uhr: Au weia, erste Misstöne vor dem Clubraum: Pressesprecher des Landtags Klaus Lotz erklärt in sehr bestimmtem Ton ein paar aufgebrachten Kollegen, warum sie nicht auf die Tribüne können. Ich übersetze mal seine förmlich-höflichen Ausführungen: WEIL ES VOLL IST! Und jetzt ab in den Clubraum mit euch. Hier gibt es auch einen Fernseher, auf dem alles Live übetragen wird, was nachher im Landtag passiert - das muss den Kollegen dann wohl genügen.

    10.44 Uhr: Gerade ist Malu Dreyer zum ersten Mal gesichtet worden. Ratet mal, wer da war und auf den Auslöser gedrückt hat: Unser fixer Bildchef Jens Weber, zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Tatataaaaa.

    10.32 Uhr: Gerade betritt Landtagspräsident Joachim Mertes den Plenarsaal. Im Schlepptau hat er die neue Direktorin des Landtags, Ursula Molka. Früher war die übrigens die stellvertretende Chefin der Staatskanzlei - Jaja, das einzig Beständige in der Welt ist wohl die Veränderung ... Ansonsten ist der Plenarsaal übrigens noch ziemlich leer.

    10.29 Uhr: Die Tribüne über dem Plenarsaal ist bereits brechend voll - die Kollegen melden schon einen Kampf um die besten Plätze. Dass auch nur diejenigen mit Berechtigung auf die Tribüne kommen, regeln zwei sehr nette, aber bestimmte Sicherheitsbeamte.

    10.08 Uhr: Guten Mooorgen, Rheinland-Pfalz! Endlich sind wir angekommen. Nach einer 45-minütigen Verspätung bei der Bahn sind eure Reporter vor Ort in den Landtag eingelaufen. Hier wimmelt es von mit Kamera- und Laptoptaschen, grünen, blauen und roten Karten beladenen Journalisten. Die Karten regeln nämlich, wer wohin darf. Meine blaue Karte lässt mich bis in den Presseraum (Clubraum) vordringen - und natürlich habe ich mir den Platz vor dem Bildschirm, auf dem nachher live aus dem Landtag gesendet wird, gesichert. Auch die erste Mission ist schon erfüllt: Die Stromversorgung im Clubraum des Landtags ist sichergestellt - wir fanden nämlich nur zwei Steckdosen für alle vor. Aber wir kennen da ja nichts: Mehrmals nachhaken war uns nicht peinlich, und so haben wir jetzt Mehrfachstecker für alle. Die Dankesmails aller anderen Kollegen nehme ich gern via E-Mail entgegen. Um 11 Uhr geht die Sitzung los - und ich schau mir jetzt mal bis dahin weiter das Journalistengewusel in der Lobby an ...

    Unser Live-Ticker beginnt am Vormittag. Die Sitzung ist für 11 Uhr angesetzt.

    Von unserer Reporterin Sandra Elgaß

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