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    Rheinland-PfalzLehrerin fordert mehr Geld: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"

    Zweiter Prozess um die Gehälter an der Realschule plus: Eine Westerwälder Lehrerin arbeitet an derselben Schule wie ihre Kollegen, unterrichtet dieselben Klassen, macht die gleiche Arbeit - aber erhält weniger Lohn. Sie hält dies für ungerecht und klagt gegen das Land. Sie fordert: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!"

    Eine Westerwälder Lehrerin arbeitet an derselben Schule wie ihre Kollegen, unterrichtet dieselben Klassen, macht die gleiche Arbeit - aber erhält weniger Lohn. Symboldbild: dpa
    Eine Westerwälder Lehrerin arbeitet an derselben Schule wie ihre Kollegen, unterrichtet dieselben Klassen, macht die gleiche Arbeit - aber erhält weniger Lohn. Symboldbild: dpa

    Von unserem Redakteur Hartmut Wagner

    Jetzt hat das Oberverwaltungsgericht in Koblenz unter Vorsitz von Präsident Lars Brocker in einem Berufungsprozess über ihre Klage verhandelt (2 A 10574/13.OVG). Es gibt sein Urteil innerhalb der nächsten zwei Wochen bekannt. Wenn das Land den Prozess verliert, muss es wohl rund 6000 Lehrern mehr Lohn bezahlen.

    Die Klägerin verlangt bis zu 450 Euro mehr Geld im Monat. Sie ist ausgebildete Grund- und Hauptschullehrerin, unterrichtet aber seit dem Jahr 2009 an der Realschule plus in Nentershausen (Westerwaldkreis). Sie leitet eine siebte Klasse und wird derzeit nach der Besoldungsgruppe A 12 bezahlt - nicht nach A 13 wie ihre ausgebildeten Realschulkollegen.

    Die Lehrerin hatte bereits im April vor dem Verwaltungsgericht Koblenz geklagt. Das Gericht wies ihre Klage ab und begründete dies unter anderem damit, dass die Ausbildungen für Grund- und Hauptschullehrer auf der einen sowie Realschullehrer auf der anderen Seite unterschiedlich lang seien. Zudem habe der Gesetzgeber bei der Beamtenbesoldung großen Gestaltungsspielraum. Die Lehrerin legte gegen das Urteil Berufung ein.

    Ihr Anwalt bezeichnete im Prozess die ungleiche Bezahlung von Lehrern mit gleichen Aufgaben als Willkür. Das Land verfolge nur das Ziel, Geld zu sparen. Die Vertreter des Landesbildungsministeriums erwiderten: Die Lehrerin habe nicht die nötige Ausbildung, um wie eine Realschullehrerin bezahlt zu werden. Wenn sie mehr Lohn wolle, könne sie eine zusätzliche Prüfung ablegen, die zwei Jahre dauert.

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