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    Rheinland-PfalzLand verbessert Hygiene im Krankenhaus

    Die Landesregierung will die Krankenhaushygiene verbessern. "Hier existiert eine starke Sensibilität", meinte Gesundheitsminister Alexander Schweitzer (SPD) bei der Vorstellung des rheinland-pfälzischen Investitionsprogramms für die Krankenhäuser. "Es ist in diesem Bereich immer mal wieder zu Missständen gekommen", so der Minister. "Ich spreche allerdings nicht von Rheinland-Pfalz."

    Desinfektionsmittel benutzen
    Auch Besucher eines Krankenhauses sollten sich die Hände desinfizieren.
    Foto: Carmen Jaspersen - DPA

    Von unserem Mainzer Korrespondenten Dietmar Brück

    In rheinland-pfälzischen Kliniken soll die Sterilisationspraxis weiter verbessert werden. Zudem wird nach Auskunft des Ministers in Isolierräume investiert. Weitere Schritte im Kampf gegen schädliche Keime: Betriebliche Abläufe werden optimiert, pflegerische Kräfte besser geschult. Gefährliche Krankenhausinfektionen gelten als großes Problem in der Medizin. Frank Martin Brunkhorst, Professor am Universitätsklinikum Jena, erklärte jüngst beim Internistenkongress in Wiesbaden: Durch bessere Hygiene in den Kliniken könnten jährlich bis zu 180 000 Infektionen verhindert werden, darunter bis zu 4500 Todesfälle.

    Rheinland-Pfalz fördert in diesem Jahr die Modernisierung von 40 Krankenhäusern mit 63 Millionen Euro. "Das sind 3 Millionen Euro mehr als im Vorjahr", freute sich Gesundheitsminister Schweitzer. Darüber hinaus bekommen alle 81 rheinland-pfälzischen Kliniken (an 96 Standorten) eine Pauschalförderung von insgesamt 51,2 Millionen Euro. Diese Gelder werden nach einem bestimmten Schlüssel ausgegeben, der sich unter anderem an den Fallzahlen orientiert. Die Gelder dienen kleineren Investitionen, etwa in neue Krankenhausbetten. Rechnet man Schuldendienste hinzu, wendet das Land 119,8 Millionen Euro für die Kliniken des Landes auf.

    Neben der Krankenhaushygiene wird stark in die Erweiterung und Modernisierung von OP-Abteilungen und Intensivstationen investiert. Hier fließen beispielsweise jeweils 3 Millionen Euro in das Herz-Jesu-Krankenhaus in Dernbach (Westerwald) und in die Paracelsus-Klinik in Bad Ems.

    Daneben sollen Bettenhäuser, also die Patiententrakte, komfortabler werden. Vor allem Sanitärbereiche (Bad und WC) werden modernisiert, barrierefrei gestaltet und mit Duschen ausgestattet. "Zum Teil verströmen sie noch den Charme der 70er-Jahre", meinte Alexander Schweitzer. Hier erhält beispielsweise das St. Elisabeth-Krankenhaus als Teil des Marienhaus Klinikums in Neuwied 3 Millionen Euro. Zusätzlicher Investitionsschwerpunkt: der Ausbau psychiatrischer Angebote oder etwa der Endoskopie, die bei Magen- und Darmspiegelungen zur Anwendung kommt.

    Während Minister Schweitzer von einer Versorgung auf "hohem Niveau" spricht, übt der Gesundheitsexperte und MdB Erwin Rüddel Kritik. Seiner Ansicht nach unterstützt das Land seine Kliniken zu wenig. Konsequenz aus Sicht des CDU-Politikers: Die Kliniken müssen Mittel aus den Fallpauschalen der Krankenkassen für Investitionen nehmen, die eigentlich nur für die Patienten gedacht sind.

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