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    Koblenz/NürburgKonzertstreit: DEAG verliert erste Runde

    Millionenschweres Nachspiel um das geplante und geplatzte Megakonzert „Grüne Hölle Rock“ am Nürburgring vor dem Landgericht Koblenz: Die Deutsche Entertainment AG (DEAG) will wegen des von ihr abgesagten Events von der Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) in einer ersten Rate einen Schadensersatz von 1,8 Millionen Euro erstreiten.

    DEAG-Chef Peter Schwenkow gab sich im Juni siegessicher.  Foto: dpa
    DEAG-Chef Peter Schwenkow gab sich im Juni siegessicher.
    Foto: dpa

    Von unserer Redakteurin Ursula Samary

    Diese Summe war nach ihren Angaben bis zur Kündigung angefallen. Aber in der Verhandlung macht Vorsitzender Richter Andreas Dühr deutlich, dass die Klage wenig Chancen hat. Die endgültige Entscheidung wird er am 14. Januar verkünden.

    Rückblick: Eskaliert war der Konflikt im Frühjahr, als sich ein absolut mieser Vorverkauf abzeichnete, obwohl weltberühmte Bands wie Metallica und Kiss die Fans locken sollten. Für höchste Nervosität sorgte zudem, dass beim Frankfurter Konzertveranstalter Marek Lieberberg, der im Streit mit Capricorn mit Rock am Ring ins nahe Mendig abgezogen war, der Vorverkauf boomte. Das Ende ist bekannt: Aus "Grüne Hölle Rock" wurde "Rock im Revier" - aber auch Tickets für die Gelsenkirchener Arena mussten verramscht werden.

    Richter empfiehlt gütliche Einigung

    Richter Dühr nennt bewusst keine Summen. Trotzdem ist zu vernehmen, dass die DEAG die 1,8 Millionen Euro als Vorschuss ansehen könnte - als Anspruch auf die doppelte Summe, die sie von der CNG fordert. Deshalb appelliert die Kammer mehrmals, sich doch angesichts der Kosten und des möglicherweise langen Instanzenwegs gütlich zu einigen. Der Richter schließt nicht aus, dass die DEAG Ansprüche aus dem gemeinsamen Vertrag ableiten kann - aber mit ihrer Klage vor der Zivilkammer wohl das falsche Instrument gewählt hat. Sein dringender Rat an DEAG-Anwalt Cornelis Lehmet (Hamburg): eine genaue Abrechnung vorlegen, in der alle Verluste und möglicherweise auch Gewinne von dem Gelsenkirchener Konzert aufgelistet sind.

    Da CNG-Anwältin Julia Sophia Habbe (Frankfurt) die jetzigen Vorlagen der DEAG als ziemlich ungeordnet empfindet, zeigt sie sich zunächst wenig gesprächsbereit, aber mit guter Laune, den Konzertstreit in der ersten Ring-Runde wohl zu gewinnen. Ob sich die entzweiten Partner nicht doch noch zum Kassensturz zusammensetzen und je zur Hälfte die Kosten tragen, bleibt bislang offen.

    Festival war kein Geschäftserfolg

    Der DEAG-Vertreter, der die erste Niederlage auch vor Augen hat, schließt nichts aus - auch nicht eine Berufung vor dem Oberlandesgericht. Er verhehlt am Rande des Prozesses nicht, dass "Rock im Revier" kein Geschäftserfolg war.

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