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    Rheinland-PfalzJunge Union JU Rheinland-Pfalz vermischt Kurt Beck-Puppe mit Ägypten-Protesten

    Ein eigentlich zum Schmunzeln anregendes Video der Jungen Union empört die SPD Rheinland-Pfalz. Auf ihrem Blog vermischt die JU Kritik der CDU an Kurt Beck mit den Ereignissen in Ägypten.

    Der Ministerpräsident als rote Socke mit Filz im JU-Video.
    Der Ministerpräsident als rote Socke mit Filz im JU-Video.
    Foto: Screenshot

    Rheinland-Pfalz - Ein eigentlich zum Schmunzeln anregendes Video der Jungen Union empört die SPD Rheinland-Pfalz. Auf ihrem Blog vermischt die JU CDU-Kritik an Beck mit den Ereignissen in Ägypten.

    Rote Socke, Filz, etliche Scheine, ein Kronkorken und ein ausgeschnittenes Gesicht des SPD-Ministerpräsidenten: Das sind die Zutaten, um sich eine "König-Kurt-Handpuppe" zu basteln - zu sehen in der Bastelanleitung, die die Junge Union gedreht und auf ihren "König Kurt"-Blog gestellt hat. Die Seite soll das Amtsgehabe des Ministerpräsidenten auf die Schippe nehmen, der "nach 16 Jahren wie ein König vor sich hin reagiert", sagt JU-Landesvorsitzender Johannes Steiniger. 

    Das Video auf der Seite könnte eine passende Antwort darauf sein, dass der SPD-Landtagsabgeordnete Martin Haller eine Kartoffel als Landtagsbegordneter Michael Billen und eine Prinzessinen-Handpuppe als Julia Klöckner verfilmt.

    Über das Filmchen könnte auch SPD-Generalsekretärin Heike Raab noch lachen, sagt sie. "Kurt sieht da sympathisch aus."

    Was sie aber empört und sie "unterirdisch" nennt: Im Text, der das Video ankündigt, rührt die Jungen Union die CDU-Oppositionsarbeit mit den dramatischen Ereignissen in Ägypten zusammen. Sie lässt auf der - satirischen - Seite König Kurt verkünden, dass ganz viele König Kurts her müssten. Das sei nötig als strategisches Mittel "jetzt, wo der christdemokratische Widerstand immer stärker wird und sich die Unruhen in Ägypten überschlagen könnten". Wenn viele König Kurts existierten, "dann wissen diese Widerständler nicht, welcher Wir wirklich sind", heißt es dort.

    "Wie kann man ein Massaker - nichts anderes ist es - an Menschen, die für Demokratie kämpfen, mit dem Wahlkampf hierzulande verbinden?", so die Generalsekretärin. "Das gehört dort nicht hin, das ist unterirdisch und unwürdig." Sie fordere die CDU auf, "dem Nachwuchs in der Jungen Union klarzumachen, welche Bedeutung Menschenrecht und Völkerrecht haben".

    JU-Landesvorsitzender Steiniger, der den Beitrag selbst nicht geschrieben hat, mahnt dagegen, man solle im Auge behalten, dass die Seite "satirisch formuliert und überspitzt ist. Da sollte man auch den Schwenk zu Ägypten nicht überinterpretieren."

    Raab nimnmt aber auch die Verbindung von "roter Socke" mit Kurt Beck zum Anlass für Spott: "Der Slogan 'Zukunft statt Vergangenheit' sollte vielleicht doch 'Vergangenheit statt Zukunft' heißen." Die CDU hatte vor allem im Bundestagswahlkampf 1994 rote Socken plakatiert - mit dem Spruch "Auf in die Zukunft, aber nicht auf roten Socken“. Das hatte sich damals auf mögliche rot-rote Bündnisse bezogen.

    (law)

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