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  • Fünf Leser testen: Wie kommt man elektrisch durchs RZ-Land?

    Das E-Auto braucht noch Starthilfe, unser Bericht zeigt es deutlich. Zusammen mit Volkswagen und der Motor-Agentur SP-X versucht unsere Zeitung herauszufinden, wo es "klemmt". Wir hatten versprochen: Wir machen die Probe aufs Exempel und untersuchen, ob Elektromobilität auch in unsere weitläufige, überwiegend ländlich geprägte Region passt. Seit Montag können das fünf Familien aus dem RZ-Land im Alltag ausprobieren.

    Zwei rein elektrisch angetriebene Golf und drei Up stellt uns VW für den Test zur Verfügung. "VW scheint attraktive, elektrische Fahrzeuge zu haben", freute sich der Chefredakteur unserer Zeitung, Christian Lindner, während der Fahrzeugübergabe: "1109 schriftliche Bewerbungen um die Testautos sind bei uns eingegangen." Das steht, so Lindner, durchaus im Kontrast zu den Verkaufszahlen bei Elektroautos. Die Fahrerlebnisse der Leser wird unsere Zeitung in den kommenden Tagen berichten und zudem Fragen rund ums Thema E-Mobilität beantworten, kündigt Lindner an.

    Lautlos die Natur genießen

    Ralf Schwammkrug, Geschäftsführer des Volkswagen Zentrums Koblenz von Löhr & Becker, freut sich, dass sein Unternehmen, das in den 50er-Jahren die ersten VW-Käfer an den Mann gebracht und gewartet hatte, jetzt modernste elektrische Fahrzeuge anbieten kann. Eine ganz große Umstellung seien die Elektroautos auch für die Händler, neues Wissen sei in der Werkstatt und bei den Beratern gefragt. "Unglaubliche Beschleunigungswerte", verspricht er den Testfahrern und rät: "Passen Sie auf die Fußgänger auf, die hören Sie nicht mehr kommen!" Schwammkrug selbst ist bereits E-Fan. Als passionierter Jäger und Naturfreund begeistert es ihn, geräuschlos durch die Natur stromern zu können.

    Der E-Up kam Ende 2013 auf den Markt. Volkswagen hatte das Gefährt als Stadtauto entworfen. Der Viersitzer ist nur 3,5 Meter lang und 1,65 breit. Er wiegt 1214 kg (davon 230 Kilo Akku) und ist ab knapp 27 000 Euro zu haben. 82 PS treiben den Up an. Er kann beim Verzögern über die "Motorbremse" Strom erzeugen, über den Schalthebel kann man die Stärke auswählen. Der Up ist in 12,4 Sekunden auf Tempo 100 und fährt maximal 130. Praktisch kann man mit einer Akkuladung (18,7 kWh) 120 bis 150 Kilometer weit kommen. Die Aufladung zu Hause dauert sechs bis neun Stunden. An einer Schnellladesäule kann man ihn - wie auch den E-Golf - in einer halben Stunde mit 80 Prozent "druckbetanken".
    Der E-Up kam Ende 2013 auf den Markt. Volkswagen hatte das Gefährt als Stadtauto entworfen. Der Viersitzer ist nur 3,5 Meter lang und 1,65 breit. Er wiegt 1214 kg (davon 230 Kilo Akku) und ist ab knapp 27 000 Euro zu haben. 82 PS treiben den Up an. Er kann beim Verzögern über die "Motorbremse" Strom erzeugen, über den Schalthebel kann man die Stärke auswählen. Der Up ist in 12,4 Sekunden auf Tempo 100 und fährt maximal 130. Praktisch kann man mit einer Akkuladung (18,7 kWh) 120 bis 150 Kilometer weit kommen. Die Aufladung zu Hause dauert sechs bis neun Stunden. An einer Schnellladesäule kann man ihn - wie auch den E-Golf - in einer halben Stunde mit 80 Prozent "druckbetanken".
    Foto: VW

    Viele könnten durchs RZ-Land stromern

    "Warum machen wir das ausgerechnet hier?", fragt Günter Weigel von unserer Motor-Nachrichtenagentur SP-X: "Weil in dieser Gegend, wo viele Menschen am Haus oder ihrer Garage Zugang zu einer Steckdose haben, die Voraussetzungen für E-Mobilität heute schon gegeben ist. In den großen Städten muss erst noch die öffentliche Lade-Infrastruktur entstehen - bei uns kann man schon heute elektrisch fahren." Nicht alle Testfahrer vertrauen der E-Mobilität rückhaltlos: Harald Skär, Fahrer mit der weitesten Anreise von mehr als 100 Kilometern, witzelte, er hätte einen Schlafsack mitnehmen sollen. Fast wäre aus seinem Scherz ernst geworden, 15 Kilometer vor seiner Heimat nahe Bad Sobernheim musste er nachladen. Laut Anzeige fehlte dem E-Up der "Saft" für die letzten fünf Kilometer: Skär "tankte" an einer normalen Tankestelle an einer normalen Steckdose; gnadenhalber.

    Den E-Golf gibt es seit Anfang 2014. Dabei hat Volkswagen den Elektroantrieb bewusst in den "ganz gewöhnlichen" Golf eingebaut und nicht, wie zum Beispiel BMW, ein komplett neues Fahrzeug um den Antrieb herum entworfen. Das derzeitige Modell, das auch unseren Testfahrern zur Verfügung steht, hat 115 PS, beschleunigt in gut zehn Sekunden auf 100 km/h und fährt 140 km/h Spitze. Es wiegt knapp 1600 kg. Der 24,2-kWh-Akku kann in 8 bis 13 Stunden zu Hause aufgeladen werden und reicht für 130 bis 150 Kilometer. Schon bald bringt VW das Nachfolgemodell auf den Markt: Es hat 136 PS und eine um 50 Prozent höhere Reichweite. Ein E-Golf kostet ab etwa 35 000 Euro.
    Den E-Golf gibt es seit Anfang 2014. Dabei hat Volkswagen den Elektroantrieb bewusst in den "ganz gewöhnlichen" Golf eingebaut und nicht, wie zum Beispiel BMW, ein komplett neues Fahrzeug um den Antrieb herum entworfen. Das derzeitige Modell, das auch unseren Testfahrern zur Verfügung steht, hat 115 PS, beschleunigt in gut zehn Sekunden auf 100 km/h und fährt 140 km/h Spitze. Es wiegt knapp 1600 kg. Der 24,2-kWh-Akku kann in 8 bis 13 Stunden zu Hause aufgeladen werden und reicht für 130 bis 150 Kilometer. Schon bald bringt VW das Nachfolgemodell auf den Markt: Es hat 136 PS und eine um 50 Prozent höhere Reichweite. Ein E-Golf kostet ab etwa 35 000 Euro.
    Foto: VW

    Jochen Magnus

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