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  • Explosion, ein Toter, mehrere Verletzte: Großer Brand bei BASF in Ludwigshafen [mit Videos] [4. Update]

    Ludwigshafen. Bei einer Explosion auf dem Gelände des Chemieriesen BASF in Ludwigshafen sind ein Mensch getötet und mehrere Menschen verletzt worden, zudem werden Personen vermisst. Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 11.30 Uhr im Landeshafen Nord.

    Die genaue Ursache war zunächst unklar. Der «Südwestrundfunk» berichtete auf Twitter von einem explodierten Tankschiff. 

    Die Feuerwehr und die BASF gaben Gefahrenwarnungen heraus. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Autofahrer sollten den Bereich großräumig umfahren. Über dem Norden der Stadt war eine große Raumwolke aufgestiegen. Es könne zu Geruchsbelästigungen und Sichtbehinderungen in den nördlichen Stadtteilen kommen, erklärte die Feuerwehr.

    Wie die "Rheinpfalz" berichtet, wurde um 12.20 Uhr Sirenenalarm im Stadtgebiet ausgelöst. Über das Katwarn-App-System wurde eine Warnmeldung wegen der Rauchentwicklung verschickt. Von den Qualmwolke sollen hauptsächlich die nördlichen Stadtteile Oppau, Edigheim und Pfingstweide betroffen sein. Nach derzeitigem Stand schließt die Polizei aus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. An Tor 11 der BASF wird zudem ein Infozelt eingerichtet, an dem sich Anwohner informieren können. 

    [Update] Mittlerweile sagte eine BASF-Sprecherin, dass die gewaltige Explosion bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse ausgelöst worden sei. Mit der betroffenen Rohrleitungstrasse würden Vorprodukte von Schiffen zu den eigentlichen Produktionsstätten transportiert.

    Aus Sicherheitsgründen wurden nach Angaben von BASF die sogenannten Steamcracker sowie weitere Anlagen am Standort heruntergefahren. Dabei hätten sich Fackeln gebildet, weil Stoffe in Leitungen verbrannt werden müssten. Die Steamcracker sind dem Unternehmen zufolge das Herzstück des Werks, an dem eine ganze Reihe an chemischen Grundbausteinen für die Produktion entstehen.

    Die Flammen im BASF-Werk am Montagmittag. 
    Die Flammen im BASF-Werk am Montagmittag. 
    Foto: Feuerwehr

    [2. Update] Acht Vermisste, mehrere Schwer- und Leichtverletzte gibt es nach Informationen der "Rheinpfalz". Zudem wurden in der Umgebung liegende Schulen und Kindergärten in den Ortsteilen Pfingstweide und Edigheim geschlossen. Die Kinder und Jugendlichen sollen zunächst in den Einrichtungen bleiben, da mehrere Personen in Edigheim über Atembeschwerden geklagt hatten. Laut der "Rheinpfalz" wurde das BASF-Kombiverkehrsterminal evakuiert. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz sei zudem auf dem Weg nach Ludwigshafen, um sich ein Bild vor Ort zu machen. 

    [3. Update] Inzwischen ist ein weiteres Video der Explosion aufgetaucht.

    [4. Update] Nach Angaben der Stadt Ludwigshafen vom Nachmittag wurde bei der Explosion mindestens ein Mensch getötet. Im Landeshafen Nord werden nach Angaben der BASF brennbare Flüssigkeiten und unter Druck verflüssigte Gase umgeschlagen, die Menge liege jährlich bei 2,6 Millionen Tonnen. Der Hafen sei für die Rohstoffversorgung des Unternehmens von großer Bedeutung.

    Nach der Explosion auf einem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Ludwigshafen haben Behörden und das Unternehmen Informations-Telefone geschaltet:

    • Feuerwehr Ludwigshafen: +49 621 57086000
    • BASF-Bürgertelefon: +49 800 5050500Umweltzentrale: +49 621 604040
    • Info-Telefon der Stadt Ludwigshafen: +49 621 57086000
    • Für betroffene Anwohner in Ludwigshafen richtet BASF zudem ein Infozelt an Tor 11 ein.

    dpa/fst/msc

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