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    Rheinland-PfalzE-Auto-Alltagstest: Umweltschutz elektrisiert die Pfarrerfamilie [mit Video]

    Unsere Zeitung macht gemeinsam mit Volkswagen und der Motor-Nachrichtenagentur SP-X die Probe aufs Exempel: Passt Elektromobilität in unser eher ländlich geprägtes Bundesland? Fünf Familien testen mit. Heute berichtet Familie Stursberg aus Koblenz von ihren Erfahrungen.

    Von unserem Redakteur Jochen Magnus

    Das Ehepaar ist schon von Berufs wegen sehr mobil: Peter Stursberg ist evangelischer Pfarrer der Gemeinde Koblenz-Pfaffendorf im Bezirk Tal, zu dem Ehrenbreitstein, Horchheim, Pfaffendorf und ein Teil der Horchheimer Höhe gehören. Ehefrau Petra ist als Familiengesundheits- und Kinderkrankenpflegerin in der Koblenzer Region unterwegs. Normalerweise fahren die Stursbergs zwei Fords - Kuga und Fiesta. Jetzt sind sie 14 Tage lang auch mit dem VW E-Up unterwegs. Sie sind überwiegend begeistert, haben aber auch Kritisches zu berichten.

    "Es ist das optimale Auto für die Stadt, umweltschonend und kompakt. Man passt in jede Parklücke", freut sich der Pfarrer. Seine Frau teilt die Begeisterung. Doch die wird etwas gebremst von der noch fehlenden Erfahrung mit der Reichweite der Akkuladung: "Vor der Rückfahrt von Neuwied noch 56 Kilometer Restreichweite, da fange ich schon an, zu überlegen. Für mich ist das nervig: ich gucke immer auf die Ladeanzeige", erzählt sie. "Ich habe gleich den Eco-Modus ausprobiert, aber dabei bleibt die Heizung kalt, nicht schön in dieser Jahreszeit."

    Bitte einen Reservekanister Strom … 

    "Man kann ja nicht soeben mal nachtanken oder einen Reservekanister Strom mit sich führen", ergänzt ihr Mann. Und: "Man wäre ziemlich hilflos, wenn man liegen bleibt." Stursberg stört, das man längere Fahrten genau planen muss, vor allem, wenn mehrere Familienmitglieder das Fahrzeug nutzten.

    Dem eigentlichen Fahrvergnügen tut das seiner Meinung nach aber keinen Abbruch: "Geht ab wie Schmitz's Katz'", findet Frau Sturberg, "ich muss ihn nur antippen". "Ja, er ist direkt mit voller Kraft da", ergänzt ihr Mann, "ich fahre gern Auto und das zügig. Mit dem E-Up kann man das ruhigen Gewissens tun - wir haben ja Ökostrom, auch für den Up. Das ist ein völlig neues Gefühl beim Autofahren: Statt einen endlichen Rohstoff zu verbrennen, nutzt man Energie, die sich erneuert." Der Pfarrer bedauert, dass die Anschaffungspreise von E-Autos noch so hoch sind und die 4000-Euro-Prämie - ohnehin nur zur Hälfte vom Staat bezahlt - nur ein Tropfen auf den heißen Stein: "Junge Leute können sich so ein Fahrzeug doch überhaupt nicht leisten."

    Vorreiter gesucht!

    Andererseits erinnert sich Stursberg an die Zeiten, als bleifreies Benzin und später der Katalysator eingeführt wurden. "Anfangs war das teuer, später mussten es alle nutzen und der Preis sank. So wird das auch mit den Elektroautos passieren. Wir brauchen jetzt Vorreiter." Deswegen lobt er auch unsere Testaktion: "Das hat nicht nur bei uns ein Nachdenken übers Autofahren und -kaufen ausgelöst, sondern auch in der Gemeinde. Das passt genau in die Zeit, wo Politiker schon ein Verbot von Verbrennungsmotoren planen."

    Fazit von Petra Stursberg: Hätte sie nicht erst vergangenes Jahr einen neuen Fiesta gekauft, käme der E-Up in Frage, allerdings nicht zum Kaufpreis von 26.000 Euro. Für ihre Touren würde der Akku reichen - ein bisschen mehr wäre ihr zur Sicherheit lieber. Tochter Antonia belastet dagegen keine Reichweitenangst": "Sie ist einfach losgefahren und war total begeistert. Ihre einzige Frage war: ,darf ich den nochmal fahren?'"

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