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    KoblenzDoppelmord-Prozess dauert länger: Psychiater untersucht Henrike Schemmer

    Der Doppelmordprozess um die Bluttat von Koblenz-Horchheim dauert länger als geplant. Grund: Die Angeklagte Henrike Schemmer (46) hat Anfang der Woche entschieden, dass sie sich im Gefängnis von einem Psychiater begutachten lässt.

    Die 46-jährige Angeklagte Henrike S. steht vor dem Koblenzer Landgericht zwischen ihren Anwälten Johann Schwenn (links) und Julia von Dreden.
    Die 46-jährige Angeklagte Henrike S. steht vor dem Koblenzer Landgericht zwischen ihren Anwälten Johann Schwenn (links) und Julia von Dreden.

    Von unserem Redakteur Hartmut Wagner

    Dies teilten ihre Anwälte am 18. Prozesstag am Landgericht Koblenz mit. Außerdem stellten sie Beweisanträge. Das Gericht soll unter anderem prüfen lassen, ob der BMW, den die Angeklagte in der mutmaßlichen Tatnacht gefahren haben soll, überhaupt einsetzbar war für eine Fahrt zum Tatort. Bisher war der 15. Mai als letzter Prozesstag geplant.

    Bis dahin kann der Psychiater das Gutachten aber nicht erstellen. Darum sind weitere Prozesstage nötig. Henrike Schemmer soll ihre Schwiegereltern Waltraud (68) und Heinrich (75) Schemmer heimtückisch ermordet haben, außerdem aus Habgier und niedrigen Beweggründen.

    Laut Anklage fuhr sie am 7. Juli 2011 mit ihrem BMW von Haren (Niedersachsen) rund 350 Kilometer nach Koblenz, drang ins Haus ihrer Schwiegereltern ein – und erstach beide. Dann soll sie zurück nach Haren gefahren sein. Sie bestreitet die Tat, verstrickte sich aber nach ihrer Festnahme im Polizeiverhör in Widersprüche.

    Die Anwälte von Henrike Schemmer betonten im Prozess, dass der BMW zur mutmaßlichen Tatzeit möglicherweise einen Motorschaden hatte und nicht geeignet war, die 700 Kilometer lange Strecke Haren-Koblenz-Haren zu fahren. Sie begründeten dies mit der Aussage eines Mechatronikers aus Haren, der den BMW schon mehrfach reparierte.

    Er hatte im Prozess ausgesagt, dass er das Auto Anfang Juli 2011 zur Reparatur bekam. Es sei nur auf drei Zylindern gelaufen und für lange Strecken nur schwer einsetzbar gewesen.Die Anwälte von Henrike Schemmer wollen im Prozess weitere Zeugen vernehmen.

    Darum geht es: Die Angeklagte fuhr am 9. Juli 2011 mit ihrer Familie zu ihren Schwiegereltern – und fand deren Leichen. Später sagte sie bei der Polizei, der Besuch in Koblenz sollte eine Überraschung sein, da die Schwiegermutter Geburtstag hatte. Jetzt wollen die Anwälte zwei Zeuginnen befragen, um zu belegen, dass die Schwiegermutter an ihrem Geburtstag seit Längerem eine Familienfeier geplant hatte. Die Schwiegermutter soll darüber mit den Zeuginnen gesprochen haben.

    Der Prozess geht am 15. Mai weiter. Wann die zusätzlichen Verhandlungstage stattfinden, ist unklar.

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