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  • Der tierische Fuhrpark des Weihnachtsmanns: Natur Rentiere aus Niederhausen

    Niederhausen. Sonja Persch-Jost liebt Rentiere. So sehr, dass sie gleich neun Exemplare auf einer Alm nahe ihrem Wohnhaus in Niederhausen an der Nahe hält. „Das sind die fantastischsten Tiere der Welt“, schwärmt die 42-Jährige und umarmt sie zur Begrüßung der Reihe nach. Dann wünscht sie „Frohe Weihnachten!“ in die Runde.

    Das ist das Stichwort für die weiße Mari, die Persch-Jost den Huf gibt – und dafür Apfelstücke bekommt. „Ich kenne in Deutschland niemanden, der Rentiere so hält wie ich“, sagt Persch-Jost.

    Warten auf den Weihnachtsschlitten? Sonja Persch-Jost und Ehemann Stefan Persch besitzen neun Rentiere. Trotz 6000 Quadratmetern Auslauf halten die sich hin und wieder auch im Garten oder im Haus auf. Foto: dpa
    Warten auf den Weihnachtsschlitten? Sonja Persch-Jost und Ehemann Stefan Persch besitzen neun Rentiere. Trotz 6000 Quadratmetern Auslauf halten die sich hin und wieder auch im Garten oder im Haus auf.
    Foto: dpa

    Klar, in der Vorweihnachtszeit sind die Paarhufer auf dem 6000 Quadratmeter großen Gelände besonders gefragt: Denn für immer mehr Deutsche fährt der Weihnachtsmann mit einem Rentierschlitten, wenn er die Geschenke verteilt. Daher erreichen Persch-Jost und ihren Mann Stefan Persch (52) mittlerweile viele Anfragen für Auftritte auf Weihnachtsmärkten quer durch die Republik.

    Begonnen hat alles vor ein paar Jahren mit einer Reportage über Rentiere, die sie mit ihrem Mann, einem gelernten Bankkaufmann, im Fernsehen gesehen hat. „Als ich die Rentiere gesehen habe, war das Liebe auf den ersten Blick“, sagt sie. In einem Wildpark im Kreis Kusel besuchte sie dann regelmäßig welche und spürte gleich „eine besondere Verbindung“. „Bald schon ging ich mit den Tieren im Park spazieren“, sagt die gelernte Steuerfachangestellte.

    Im Sommer 2012 kauften sie und ihr Mann die ersten fünf Weibchen bei einem Züchter in den Niederlanden. Später kam Bulle Dancer aus dem Wildpark dazu. Inzwischen gab es zweimal Nachwuchs. Dass die Hirschart vom Polarkreis stammt, sei kein Problem, sagt Persch-Jost. „Rentiere können kalt, aber müssen nicht kalt.“ Im moderaten Klima in dem 500-Einwohner-Ort an der Nahe führten sie ein „Luxus-Leben“.

    „Die Rentiere gehören bei mir zur Familie.“ Dreimal am Tag schaut Persch-Jost nach ihnen. Sie geht mit ihnen durch die Weinberge spazieren, auch ohne Leine. Sie kommen in ihren Garten oder ins Haus. Und im Sommer geht es in die Nähe zum Baden. „Ich bin froh, mit ihnen befreundet zu sein.“ Fachwissen müsse man sich aber schon aneignen, zum Beispiel in Sachen Ernährung. Die Rentiere bekommen bei Persch-Jost unter anderem gequetschten Hafer und eigene Pellets aus Skandinavien.

    Auch 2017 haben die Rentierbesitzer viel vor: Sie planen neben ihrer Alm eine Almhütte: Da soll dann die erste Adresse des Weihnachtsmanns sein.

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