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    An den Tankstellen wird die Luft teurer - Shell verlangt 1 Euro für fünf Minuten Aufpumpen

     Rheinland-Pfalz/Berlin - An einigen wenigen Tankstellen in Deutschland wird schon länger Geld fürs Luftaufpumpen verlangt – jetzt wagt sich bundesweit auch erstmals ein großer Mineralölkonzern vor.

     

    Rheinland-Pfalz/Berlin - An einigen wenigen Tankstellen in Deutschland wird schon länger Geld fürs Luftaufpumpen verlangt – jetzt wagt sich bundesweit auch erstmals ein großer Mineralölkonzern vor.

     

    Der Energieriese Shell will in den kommenden sechs Monaten an zehn ausgewählten Tankstellen nahe der niederländischen Grenze kostenpflichtige Reifenluftdruckgeräte aufstellen – zunächst im Rahmen eines Tests. Die deutschen Autofahrer müssen aber keine flächendeckende Einführung kostenpflichtiger Geräte fürchten.

     

    „Soweit wir hören, schätzen die Kunden an den Stationen, die entsprechende Automaten installiert haben, dass die Geräte jederzeit verfügbar sind“, sagt Unternehmenssprecher Matthias von Glischinski-Kurc.

     

    Auch in der Region gibt es die Automaten bereits: Edi Sürth, Besitzer eines Autohauses in Mayen, erklärt dazu: „Der eine Euro ist für die Investition des Druckluftterminals. Wobei das Gerät nicht mir, sondern der Herstellerfirma gehört. Mit dem Euro ist auch der Wartungsservice der Firma abgegolten. Ein Riesenvorteil für Fahrzeugführer: Jetzt können sie Tag und Nacht Luft tanken. Denn dieses Terminal hat einen eigenen Kompressor, der nicht an den hauseigenen angeschlossen ist.“

     

    Dem Protest seiner Kunden versucht er mit der verbesserten Verfügbarkeit den Wind aus den Segeln zu nehmen.

     

    Auch Shell will standhaft bleiben. Bereits jetzt setzen zehn weitere Shell-Tankstellen auf Reifendruck-Regulierung gegen Bezahlung. Deutschlandweit sind es lediglich rund 200 Tankstellen – „von mehr als 14 000 bundesweit“, wie der Rechtsexperte des Bundesverbandes Tankstellen und Gewerbliche Autowäsche (BTG), Thomas Drott, betont. Autofahrer zahlen hier in der Regel 1 Euro für fünf Minuten Luft.

     

    Shell will das Ganze innerhalb der nächsten sechs Monate zu einem Modellprojekt ausweiten, um Erfahrungen zu sammeln. Nach einem halben Jahr soll Bilanz gezogen werden. Die meisten Pächter und Tankstelleninhaber, die schon umgestellt haben, sind Vertragspartner der Firma Air-Serv, die auf Wunsch entsprechende Geräte aufstellt. Auf seiner Internetseite bietet das Unternehmen ein Modell an, das äußerlich den Eindruck eines Kaffeeautomaten erweckt.

     

    „Das sind Kästen mit einem Schlauch dran, wo man einprogrammieren kann, wie viel Luftdruck man braucht“, sagte Sabine Behr vom Automobilklub ADAC. Vorteil der modernen Anlagen: Sie werden regelmäßig gewartet und sind im Zweifel auch unter ungünstigen Witterungsbedingungen einsatzfähig – eher als mobile Geräte.

     

    Die einheimische Konkurrenz von Shell bleibt zunächst zurückhaltend, wie Sprecher von Aral und Esso bestätigten. „Wir haben das auch überlegt, dann aber für uns entschieden, dass wir das nicht machen wollen“, sagte Esso-Sprecherin Gabriele Radke. Das Aufpumpen der Autoreifen soll für Kunden kostenfrei bleiben, hieß es.

     

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    Rheinland-Pfalz
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