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  • Alles frei erfunden: Landes-Chefgeologe darf über Moselbrücke reden

    Rheinland-Pfalz. Der Bürgerinitiative Pro Mosel, die seit Jahren gegen den Bau der 158 Meter hohen und 1,7 Kilometer langen Moselbrücke zwischen Ürzig und Zeltingen-Rachtig kämpft, schwant Böses. Vorsitzender Georg Laska befürchtet, das Land wolle den Leiter des Landesamtes für Geologie und Bergbau, Harald Ehses, versetzen - und ihm damit einen endgültigen Maulkorb verpassen. Die Ministerin widerspricht dem jetzt.

    Foto: dpa

    Von unserem Mitarbeiter Frank Giarra

    Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne) sagt: "Den Maulkorb hat die Bürgerinitiative erfunden." Er werde natürlich im Innenausschuss des Landtags auch zum Gutachten zur Moselbrücke, das den Verlauf von Sickerwasser im Boden untersucht, Stellung beziehen. Sie halte sich an ihre Zusage vom 16. Januar.

    Zu Spekulationen, Ehses werde abgelöst, äußert sich Lemke nicht. "Ich behandele Personalangelegenheiten vertraulich", sagt die Ministerin. Nach Informationen des "Volksfreund" ist der Leiter des Landesamtes für Bergbau und Geologie diese Woche zum Gespräch bei Lemkes Staatssekretär Uwe Hüser. Lemke bestätigt das indirekt: "Wir reden regelmäßig mit unseren Amtsleitern." Daraus könne man nichts ableiten. Ehses hatte Bedenken zur Standsicherheit der Hochmoselbrücke geäußert. Deshalb sollte er auch gegenüber der Presse nichts zur Brücke sagen.

    Lemke betont auch: "Die Brücke wird gebaut, und zwar sicher." Das Projekt sei im Koalitionsvertrag mit der SPD vereinbart worden - im Wissen beider Seiten, dass der Ürziger Hang schwierig, weil rutschgefährdet sei. Dass es sich bei dem Eifelhang der Moselschleife bei Ürzig um einen aktiven Rutschhang handelt, ist seit Jahrzehnten bekannt. Grundwasser wirkt wie ein Schmiermittel zwischen unterschiedlichen Gesteinsschichten, die sich gegeneinander verschieben können. Die tiefste bekannte Gleitschicht liegt bei 22 Meter. Die Pfeiler der Brücke gründen in 47 Metern Tiefe. Sollte aufgrund des Gutachtens die Statik neu ausgelegt werden müssen und der Bau teurer werden, zahle der Bund die Mehrkosten.

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