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  • Kreuznacherin macht Sexvideos von 10-jähriger Tochter: 3 Jahre Haft

    Bad Kreuznach. Nur dem beherzten Verhalten eines Mannes ist es zu verdanken, dass die abscheuliche Tat ans Licht kam. Eine 37-jährige Mutter hat ihre minderjährige Tochter gezwungen, eine gynäkologische Untersuchung nachzustellen. Die Frau hat die Szenen selbst auf Video aufgezeichnet.

    Bad Kreuznach. Nur dem beherzten Verhalten eines Mannes ist es zu verdanken, dass die abscheuliche Tat ans Licht kam. Eine 37-jährige Mutter hat ihre minderjährige Tochter gezwungen, eine gynäkologische Untersuchung nachzustellen. Die Frau hat die Szenen selbst auf Video aufgezeichnet.

    Von unserer Reporterin Denise Bergfeld

     Es mag sich wohl niemand ausmalen, was noch alles hätte passieren können, wenn nicht der Bekannte einer 37-jährigen Bad Kreuznacherin Alarm geschlagen hätte. Bei einer Silvesterfeier setzt er sich an den Computer der dreifachen Mutter, um über das Portal Wer-kennt-wen Grüße loszuschicken. Als er aus Versehen auf den falschen Ordner klickt, öffnet sich eine Datei mit grauenvollem Inhalt - kinderpornografische Aufnahmen. Auch von der eigenen Tochter. Per anonymem Brief wendet sich der Mann an die Polizei.

     

    Der Fall wurde jetzt vor der Zweiten Großen Strafkammer des Bad Kreuznacher Landgerichts verhandelt, die dreifache Mutter wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Besitz von kinderpornografischem Material zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Diese Strafe hatte auch die Staatsanwaltschaft gefordert.

     Sechs Minuten langes Video

    Die 37-Jährige hatte nicht nur Nacktfotos in eindeutigen sexuellen Posen von ihrer Tochter gemacht, sondern auch ein sechs Minuten langes Video von der damals Zehnjährigen gedreht, bei dem sie eine gynäkologische Untersuchung nachstellte. Die 37-Jährige gestand die Taten, nachdem sie anfangs noch behauptet hatte, ihre Tochter habe sie dazu gedrängt, die Aufnahmen zu machen.

    Unklar blieb ihr Motiv. Die 37-Jährige verneinte, die Aufnahmen für das Internet gemacht zu haben und behauptete, sie habe den Vater des Kindes verdächtigt, sich an dem Mädchen vergangen zu haben, und wollte dies prüfen. Zu einem Arzt ging sie angeblich nicht, weil sie die Krankenversichertenkarte der Tochter nicht finden konnte. Im Verlauf des Prozesses verstrickte sie sich in Widersprüche. Zu den Fotos sagte sie: „Die wollte ich nur für mich haben.“ Sie habe so etwas früher gern angesehen, mittlerweile aber nicht mehr.

    Auch ihr jetziger Lebensgefährte saß auf der Anklagebank. Bei ihm wurden das Video und weitere kinder- und jugendpornografische Dateien gefunden. Der 50-Jährige stritt aber ab, von den Kinderpornos gewusst zu haben. Ein Gutachter wird den Computer nun untersuchen. Das Verfahren gegen den 50-Jährigen wird fortgesetzt.

    Grauenhafte Vorgeschichte

    Beide Angeklagte sind bereits einschlägig vorbestraft. Die Mutter, deren drei Kinder beim Vater leben, stand vor Jahren schon einmal vor Gericht. Ihre erste Tochter, die sie 1994 zur Welt brachte, wurde nur zwei Monate alt. Ihr damaliger Lebensgefährte packte das Baby an den Füßen und schleuderte es gegen die Wand als es schrie. Das Kind starb an den Verletzungen. Der Täter verbüßt eine lebenslange Haftstrafe. Das Gericht warf der Mutter damals die Misshandlung Schutzbefohlener vor, weil sie Verletzungen des Kindes ignoriert hatte, und verurteilte sie zu einer Bewährungsstrafe.

    Der Richter bezeichnete die Taten in seiner Urteilsbegründung als „Schande“. Das Video, das das Gericht unter Ausschluss der Öffentlichkeit zeigte, belegte, dass das Kind sich wehrte, weinte und die Mutter anflehte, aufzuhören. „Man sollte eigentlich erwarten, dass eine Mutter, die schon einmal auf so schreckliche Art und Weise ein Kind verloren hat, ihre übrigen Kinder schützt“, so der Richter. In seiner Laufbahn als Richter habe er so etwas noch nicht erlebt.

    Die Angeklagte selbst saß regungslos im Gerichtssaal. Sie verzog keine Miene. Auch nicht, als der Tod ihrer kleinen Tochter zur Sprache kam. Das Urteil nahm sie ebenso emotionslos entgegen.

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