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  • Kräutermischung "Lava red": Zwei Jugendliche vorübergehend im Koma

    Landau. Sie rauchten offenbar eine Kräutermischung, die das inzwischen verbotene "Spice" abgelöst hat. In der Pfalz sind zwei Jugendliche nach dem Genuss von "Red Lava" vorübergehend ins Koma gefallen.

    Landau - Sie rauchten offenbar eine Kräutermischung, die das inzwischen verbotene "Spice" abgelöst hat. In der Pfalz sind zwei Jugendliche nach dem Genuss von "Lava Red" vorübergehend ins Koma gefallen.

    Die Polizei in Landau wurde stutzig: Nacheinander waren drei Jugendliche und ein Mann in Landau nach dem Konsum im Krankenhaus gelandet. Dann geriet ein 36-jähriger Ladenbesitzer ins Visier der Ermittler, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten. Polizei und Staatsanwalt standen am Mittwoch bei ihm im Laden, durchsuchten das Geschäft. Dabei stießen die Beamten auf einen größeren Geldbetrag und 500 Päckchen der Kräutermischung. Die Beamten stellten die Funde sicher. Unklar ist offenbar noch, wie viele Päckchen der Mann bereits verkauft hat. Der Preis für die Mischung lag bei  12 Euro pro Gramm. Gegen den 36-Jährigen wurde ein Strafverfahren eingeleitet, es liegt der Verdacht des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz vor, so die Polizei.

    Die Giftinformationszentrum der Bundesländer in Erfurt hatte bereits im November eine Warnung herausgegeben, nachdem innerhalb weniger Tage mehrere Konsumenten im Krankenhaus gelandet waren. "Eine Lebensbedrohung durch Herzrhythmusstörungen ist nicht auszuschließen. Es muss deshalb ausdrücklich davor gewarnt werden, Lava red  missbräuchlich zu verwenden."

    Wie bei Spice vermuten auch hier Experten, dass die Wirkung nicht von den Kräutern ausgeht, sondern chemische Substanzen zugesetzt sind und die Kräuter lediglich als Trägermaterial dienen. Üblicherweise sind die Wirksubstanzen synthetische Cannabinoide. Offiziell wird "Lava Red" zum Räuchern verkauft und ist auch bisher nicht illegal. Aber nur der Hersteller kennt die Zusammensetzung, Konsumenten sind Versuchskaninchen.

    Auch "Chill Out", Potsdamer Fachstelle für Konsumkompetenz, nennt die Lava-Mischungen "höchst risikoreich". Das Aufkommen solcher Mittel wie vorher schon „Spice“ zeige aber auch, dass findige Produzenten immer wieder einen Weg finden, das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen, um dem Bedürfnis vieler Menschen nach einem „legalen Rausch“ nachzukommen.

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