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  • 7,5 Millionen: Mainz 05 verkündet Rekordgewinn - dennoch: In Bundesliga nur "ein kleiner Fisch"

    Mainz. Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 blickt auf das wirtschaftliche beste Jahr in der Vereinsgeschichte zurück. Die Rheinhessen schlossen das Geschäftsjahr 2011/2012 mit einem Gewinn vor Steuern von 7,479 Millionen Euro ab. Als Überschuss können 5,66 Millionen Euro verbucht werden.

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    Ein Superergebnis präsentiert der 05-Vorstand aus Vizepräsident Karl Heinz Elsässer (v. links), Vizepräsident Peter Arens, Präsident Harald Strutz, Vizepräsident Jürgen Doetz und Manager Christian Heidel. Wenn sie hier auch nicht gerade die passenden Gesichter dazu machen.
    Ein Superergebnis präsentiert der 05-Vorstand aus Vizepräsident Karl Heinz Elsässer (v. links), Vizepräsident Peter Arens, Präsident Harald Strutz, Vizepräsident Jürgen Doetz und Manager Christian Heidel. Wenn sie hier auch nicht gerade die passenden Gesichter dazu machen.
    Foto: Bernd Eߟling

    Personalsorgen
    Trainer Thomas Tuchel muss beim Spiel gegen Düsseldorf personelle Engpässe stopfen.
    Foto: Fredrik von Erichsen - DPA

    Der FSV Mainz 05 hat auf seiner Jahreshauptversammlung am Montagabend im großen VIP-Raum in der Coface Arena für einen Fußball-Bundesligisten dieser Größenordnung beachtliche Zahlen vorgetragen. "Der Umzug in die Coface Arena war für uns unter wirtschaftlichen Aspekten ein großer Schritt in der Entwicklung des Vereins", erklärte Harald Strutz in seiner Rede vor der stattlichen Zahl von 527 anwesenden Mitgliedern (von insgesamt 14 185).

    Der neue 05-Finanzcontroller Christopher Blümlein, der als hauptamtlicher Fachmann am 1. Juli das operative Finanzgeschäft von Vorstandsmitglied Friedhelm Andres übernommen hat, war zuständig für die Verkündung der Jahresbilanz. Der Klub hat die Spielzeit 2011/12 mit einem Rekordumsatz und mit einem Rekordgewinn abgeschlossen. Der Gesamtumsatz (Mainz 05 e.V., MSM GmbH, Reha GmbH) lag bei 68,3 Millionen Euro. Im Vergleich zur letzten Saison im alten Bruchwegstadion (2010/11) steigerte der Bundesligist seinen Umsatz um gewaltige 26 Millionen Euro.

    Transfererlöse von 12,1 Millionen

    Der Klub weist für die Saison 2011/12 einen Gewinn von 7,5 Millionen Euro vor Steuern (5,7 Mio. nach Steuern) aus. Ein Ergebnis, wie es auch wirtschaftlich weit stärkere Bundesligisten nur ganz selten vorlegen können. Die Basis für diese Ergebnisse sind die gestiegenen Zuschauereinnahmen sowie die wesentlich besseren Vermarktungsmöglichkeiten in der neuen Arena sowie die geschickte Transfer- und Finanzpolitik von Manager Christian Heidel. 12,1 Mio. an Transfererlösen für den Zeitraum vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2012 sind exorbitant, natürlich nicht jede Saison darstellbar. Diesmal hatte das erheblich zu tun mit dem Verkauf von Jungnationalspieler André Schürrle nach Leverkusen.

    Markante Steigerungen brachte der Umzug in die Coface Arena im Bereich des Kartenverkaufs (16,9 Mio. gegenüber 7,1 am Bruchweg) sowie im Bereich Hospitality (7,2 Mio. gegenüber 2,0). Auch dem sportlichen Erfolg verdanken die 05er die 21,6 Mio. Fernsehgeld (gegenüber 19,4 im Vorjahr).

    In der aktuellen Spielzeit arbeitet der Klub mit einem Gesamtetat in Höhe von 53 Millionen. Davon werden rund 22 Millionen für den Lizenzspielerbereich aufgewendet. Auch in diesem Bereich hält der Klub trotz der verbesserten wirtschaftlichen Möglichkeiten seine Vernunftlinie bei. Es blieb immer bei überschaubaren Veränderungen im Bereich der Ausgaben für die Profifußballer: 20 Millionen (2010/11, Bruchwegstadion/16,5 Mio. für Spielergehälter), 22,7 (2011/12, Coface Arena/18,1 Mio. für Spielergehälter), 22 Mio. (aktuelle Saison/Spielergehälter dürften in etwa auf Höhe der Vorsaison geblieben sein). "Die wirtschaftliche Solidität bleibt das oberste Gebot bei Mainz 05", erklärte Heidel. "Wir haben in der vergangenen Saison die Bundesliga souverän gehalten, obwohl wir einen starken personellen Umbruch vollziehen mussten."

    Finanzsolidität oberstes Gebot

    Der 05-Manager: "Dieses ist uns gelungen, ohne ein wirtschaftliches Risiko einzugehen. Und es ist uns gelungen, obwohl die meisten Konkurrenten in der Bundesliga mit deutlich besseren wirtschaftlichen Daten planen können." Die Eigenkapitalquote von 23 Prozent, so Blümlein, sei sehr gut, Zins und Tilgung für die Bauverbindlichkeiten von 10,4 Millionen beherrschbar.

    Heydel: In der Bundesliga ist Mainz immer noch "ein kleiner Fisch"

    Zur Versammlung gekommen war am Montagabend auch Thomas Tuchel. Die sehr guten Zahlen, betonte Heidel, machten aus Mainz 05 in der Bundesliga aber immer noch nicht mehr als einen "kleinen Fisch". Und von daher leiste der Cheftrainer eine überragende Arbeit. "Thomas Tuchel ist der erfolgreichste Trainer, den der Klub je hatte", rief der Manager in den Saal. In einer aus der Ära Tuchel (drei Jahre und acht Spieltage) errechneten Bundesligatabelle rangiere Mainz 05 mit 155 Punkten auf dem 6. Platz. Bei dieser Zahl brandete Applaus auf in der Mitgliederversammlung. Tuchel bedankte sich in seiner kurzen Rede für die "erlebte und gelebte" Unterstützung im Klub und für das "vorbehaltlose Vertrauen durch den Manager".

    Heikles Thema "Problemfans"

    Der Klubchef sparte in seiner Ansprache das heikle Thema "Problemfans" nicht aus. Das jüngste Strategiepapier von DFL und DFB zur Eindämmung der Gewaltbereitschaft haben mittlerweile acht Profiklubs abgelehnt. Mainz 05 noch nicht. "Wir wollen das mit den Fanvertretern noch intensiv diskutieren", erklärte Strutz. "Wir stehen im Dialog." Eine staatliche Verordnung am Ende der Fahnenstange, das stellte der 05-Chef aber schon mal klar, sei der "falsche Weg, denn dass die Politik eigene Versäumnisse abdrücken will auf den Fußball, das funktioniert nicht mit uns". Strutz sprach sich im Hinblick auf das bundesweit heftig umstrittene Strategiepapier gegen "willkürliche Personenkontrollen", gegen "Stadionverbote ohne Anhörung" und auch gegen Kartenkontingentreduzierungen für auffällige Fangruppen aus. Strutz, Vizepräsident der DFL und des DFB: "Dazu sagen wir als Verein Nein." Eine klare Ansage in aufgewühlten Fanzeiten. Das kam gestern Abend gut an bei den Mitgliedern.

    Reinhard Rehberg

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