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Verkehr am ICE-Bahnhof Montabaur wird untersucht

Montabaur - Um die angespannte Verkehrssituation am Montabaurer ICE-Bahnhof zu verbessern, soll ein auf solche Fragen spezialisiertes Ingenieurbüro ein Gutachten erarbeiten. Auftraggeber sind die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Westerwaldkreises (WFG) sowie die Stadt und die Verbandsgemeinde Montabaur. Ihr gemeinsames Ziel ist ein "Masterplan 2030" für die Straßen und Parkplätze im ICE-Park. In einem ersten Schritt wird mithilfe des bestellten Gutachtens eine Bestandsaufnahme erfolgen.

Der ICE-Park in Montabaur hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem Wachstumsmotor für die Region entwickelt. Die Infrastruktur rund um den Schnellbahnhof ist inzwischen jedoch häufig überlastet. Foto: Thorsten Ferdinand
tf

Untersuchen werden die Experten unter anderem den ruhenden Verkehr im gesamten Bahnhofsumfeld. Außerdem werden die derzeitigen Verkehrsströme analysiert. Dazu sollen auch Befragungen zum Parkverhalten - insbesondere auf dem großen Parkplatz zwischen Bahnhof und Autobahn - durchgeführt werden. Nach der Erhebung des Ist-Zustands wird dann die Ausarbeitung von kurzfristigen und mittelfristigen Lösungsmöglichkeiten und der zu erwartenden Kosten erfolgen.

In einem zweiten Schritt wollen die Akteure die Perspektiven für die Zukunft aufzeigen. Ein umfassender "Masterplan 2030" soll aufzeigen, wie der prosperierende Standort den kontinuierlich steigenden Anforderungen gerecht werden kann.

Die Verkehrssituation rund um den Schnellbahnhof muss schon seit einiger Zeit als angespannt bezeichnet werden. Wer zu Stoßzeiten den ICE-Park ansteuert, erlebt nicht selten Rückstaus bis auf die A 3. Zäh fließender Verkehr auf der Bahnallee und vor den Kreiseln sowie volle Parkplätze gehören zur Tagesordnung. Besonders die in etwa einem Jahr anstehende Eröffnung des geplanten FOC macht eine kurz- und mittelfristige und gleichzeitig auch eine zukunftsweisende Verkehrslenkung rund um den Bahnhof unaufschiebbar, meinen die Auftraggeber der Studie. Um die gefährliche Kreuzung mit der Staudter Straße (K 82) etwas zu entschärfen, wurde erst kürzlich ein Rechtsfahrgebot für Fahrzeuge, die vom Parkplatz auf der Nordseite des Bahnhofs kommen, eingeführt. Eine Ampelanlage für die Rampe zur A 3/B 255 ist darüber hinaus schon seit einiger Zeit in Planung. "Der ICE-Bahnhof ist ein herausragender Standortfaktor, der nachhaltig positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Lebensqualität im Norden des Landes hat", erklärt Wilfried Noll, Geschäftsführer der WFG, in diesem Zusammenhang.

Für Noll ist es folglich auch eine Aufgabe des Kreises und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, gemeinsam mit den örtlichen Akteuren entscheidende Weichenstellungen für eine gute Entwicklung des Westerwaldkreises und der Region vorzunehmen. In den Erarbeitungsprozess des Masterplans sollen zu gegebener Zeit auch Unternehmervertreter, Kammern, die Deutsche Bahn und weitere Institutionen gebunden werden, damit die Ideen auf einer breiten Basis diskutiert werden.

Von unserem Redakteur Thorsten Ferdinand

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Leserkommentare (3)

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von Sander vom 04.03 - 11:03 Uhr
Was hat das mit der aktuellen Situation zu tun? Ganz im Gegenteil, wären die genannten Strecken aktiv, so wäre ja noch mehr PKW Verkehr zu ...
2
von goll1 vom 04.03 - 11:08 Uhr
[QUOTE=Streckengeher;93701]Daran hat die Politik im Westerwaldkreis einen wesentlichen Anteil, denn u.a. Landrat Weinert vertrat auch öffentlich die ...

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