Gabi Wieland: "Bürgerbüro gibt mir Bodenhaftung"
Westerwaldkreis - Die Christdemokratin Gabriele Wieland vertritt nun schon seit einem guten Dreivierteljahr den Westerwaldkreis im Mainzer Landtag. Am 27. März vergangenen Jahres wurde die 1960 in Oberschwaben geborene Politikerin mit 44 Prozent für den Wahlkreis 6 (Montabaur) in das Landesparlament gewählt. Und sie fühlt sich rundum wohl dort – der neue Job, der macht ihr sichtlich Spaß. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Fraktion und in den Ausschüssen ist sehr gut“, sagt die Kommunalpolitikerin, die zugleich Mitglied des Montabaurer Stadtrates ist und den CDU-Ortsverband der Kreisstadt führt, entspannt.
Zehn Politneulinge hat die CDU-Fraktion in Mainz. „Wir kommen aus ganz unterschiedlichen Berufen und bringen unsere Erfahrung in die Arbeit ein. Wir werden als Bereicherung für die Parlamentsarbeit wahrgenommen“, sagt Gabi Wieland selbstbewusst. Für sie ist es selbstverständlich, dass sie „die Politik im Land“ mitgestaltet. Dabei arbeitet sie eng mit dem CDU-Abgeordneten Ralf Seekatz (Westerburg) zusammen. Doch auch über die Parteigrenzen hinweg verstehen sich die Westerwälder in Mainz bestens: Gabi Wieland und die SPD-Politikerin Dr. Tanja Machalet haben einen guten Draht zueinander. „Wenn es um den Wahlkreis geht und um Themen, die den Westerwald betreffen, ergänzen wir uns gut“, gesteht die CDU-Kreisvorsitzende Wieland mit einer sympathischen Offenheit.
Die Politikerin hat ihren Platz in Mainz gefunden und ihre Rolle definiert. Auch der Politik-Alltag der Landtagsabgeordneten hat sich eingespielt, ist zur Routine geworden. Mittwochs und donnerstags ist die Politikerin in der Regel in Mainz, verfolgt die Plenardebatten oder arbeitet in den Parlamentsausschüssen mit. Der Dienstag gehört ebenfalls der Landespolitik: „Da sind wir zumeist mit den Ausschüssen bei Vor-Ort-Terminen im Land unterwegs“, schildert Wieland. Der Montag und der Freitag sind hingegen dem Wahlkreis vorbehalten. „Dann bin ich in meinem Büro in Montabaur und biete Sprechstunden an oder ich nehme Termine wahr“, erläutert die Politikerin. Die Zeit im Wahlkreis genießt die Abgeordnete: „Dann kann ich mich in aller Ruhe in Themen einarbeiten und mit den Menschen aus der Region sprechen“, sagt sie.
Für die gebürtige Schwäbin ist es selbstverständlich, dass Politik vor Ort lebt und sich nach den Bedürfnissen der Menschen richten muss. Entsprechend wichtig ist es ihr, für die Menschen in der Region ansprechbar zu sein und ein offenes Ohr zu haben. „Die Wahlkreistage sind die Tage mit Bodenhaftung. Das sind die aktiveren Zeiten, an denen ich mehr gestalten und Visionen für den Westerwald entwickeln kann. Als Opposition im Landtag haben wir dagegen nur eine kleinere gestalterische Kraft“, sagt die Politikerin mit ihrer ruhigen und gut überlegten Art. „Durch diese Kontakte lerne ich, wo die Probleme liegen. Es sensibilisiert mich für die Bedürfnisse der Menschen“, unterstreicht Gabi Wieland.













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