Deutsche Bahn wollte Costa-Schiffbrüchige nicht mitnehmen
Doch trotz dieses unfassbaren Ereignisses ist die ganze Familie froh, dass das Ehepaar Bleser die Schiffstragödie der „Costa Concordia“ überlebt hat und wieder wohlbehalten im Westerwald ist. Doch eines dürfte klar sein: „Mit der Deutschen Bahn werde ich so schnell nicht mehr fahren“, sagt Marianne Bleser bestimmt.
Dramatische Rettung von der "Costa Concordia"
Seit Sonntagnachmittag sind Marianne und Erwin Bleser wieder zurück im Westerwald. Außer dem Schock sind sie mit ein paar blauen Flecken und einer starken Erkältung davon gekommen. „Bis zu jenem Freitag, dem 13., war es eine wunderschöne Reise“, erzählt Marianne Bleser. Das Paar feierte an Bord des Kreuzfahrtschiffes noch den 70. Geburtstag von Erwin Bleser. „Das Bordpersonal hat sich viel Mühe gegeben“, schwärmt die 66-Jährige. Am letzten Tag ihrer Reise geschah dann das Unglück: Die Blesers waren gerade im Theater, als „es plötzlich ein komisches Geräusch gab. Der Schiffskörper vibrierte“, erzählt sie. Schnell holte das Paar die Schwimmwesten aus seiner Kabine und eilte auf Deck 4 zu den Rettungsbooten. „Wir haben über eine Stunde gewartet, bis mal die Order kam, in die Boote zu steigen. Von den Offizieren war niemand zu sehen“, empört sich Marianne Bleser. Auf der Insel Giglio wurde das Paar nachts mit Decken und Tee versorgt, später ans Festland gebracht und dann mit dem Bus nach Frankfurt gefahren. Eine lange Odyssee.
Von unserer Redakteurin Stephanie Kühr













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