Gänsekeulen-Affäre: Strafanzeige gegen Neuwieder Stadtwerke-Chef
Erinnerungen weckt der Fall Hillesheim noch aus anderen Gründen: Vor fast zehn Jahren musste schon sein Vorgänger, Horst-Erwin Blankenberg (SPD), vorzeitig gehen. Als im Dezember 2003 Vorwürfe gegen den damaligen alleinigen Geschäftsführer laut wurden, einigte man sich auf eine vorzeitige Vertragsauflösung: Blankenberg beendete Mitte 2004 seine Tätigkeit bei den Stadtwerken; der Vertrag des damals 62-Jährigen lief ursprünglich bis 2007.
Blankenberg war seinerzeit in die Kritik geraten, weil ihm vorgeworfen wurde, er habe sich durch einen Fahrer der Stadtwerke zum Flughafen bringen lassen, um eine private Reise anzutreten. Er soll auch wieder vom Flughafen abgeholt worden sein. Außerdem hatte Blankenberg ein „Knöllchen“ von den Stadtwerken bezahlen lassen. Ferner soll er dafür gesorgt haben, dass bei vereinzelten Tagungen auch die Unterkunft seiner Ehefrau, die ihn begleitete, von den Stadtwerken bezahlt wurde.
Damals hatte auch die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen, diese aber ein halbes Jahr später, im Juli 2004, wieder eingestellt – „wegen geringer Schuld“, wie es seinerzeit hieß. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm lediglich zur Auflage gemacht, 5000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung oder an die Staatskasse zu zahlen.
von unserem Redakteur Marcelo Peerenboom












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