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Neuwieder Grüne listen in der Gänsekeulen-Affäre etliche Fehler auf

Neuwied - Nach dem fristlosen Rauswurf von Stadtwerke-Geschäftsführer Dirk Hillesheim (SPD) kommt das politische Neuwied nur schwer zur Ruhe. Die einen lecken ihre Wunden, die anderen sind um Schadensbegrenzung gemüht. Und während sich gerade neben Dirk Hillesheim jetzt auch Geschäftsführer Stefan Herschbach (CDU) und Aufsichtratsvorsitzender Nikolaus Roth (SPD) in Urlaub befinden, veröffentlichen die Grünen eine zweieinhalbseitige Erklärung, die erklären soll, warum ihre Fraktion entgegen vorheriger Ankündigung doch gegen eine Entlassung gestimmt hat.

Grünen-Fraktionschef Ralf Seemann war gegen die Entlassung des SWN-Geschäftsführers.

Nach den Erkenntnissen der Grünen ist Folgendes geschehen, was wir nachfolgend wörtlich zitieren:
„Im November 2011 gibt es in der Wirtschaft der Lebensgefährtin von Dirk Hillesheim einen „Notfall“, weil in der Küche der Convectomat ausgefallen ist. Daraufhin passiert der gravierendste aller Fehler in einer langen Kette von weiteren Fehlern: Dirk Hillesheim ruft die Badmanagerin der Deichwelle an und fragt diese, ob seine Lebensgefährtin den Convectomaten der Deichwelle nutzen könne. (...)

Wie das „Gänsebraten“ bekannt wurde, ist in der Rhein-Zeitung nachzulesen. Der damals suspendierte (nicht entlassene) Koch hat seine Version der Geschichte in einer mehrseitigen Aktennotiz niedergeschrieben, die fast wörtlich als Auftaktartikel in der Rhein-Zeitung nachzulesen war.

Den nächsten Fehler in der Kette machten die beiden „Aufklärer“ Martin Hahn und Stefan Herschbach. Ihnen wurde die Aktennotiz des Kochs durch ein CDU-Mitglied zugeleitet. Anstatt das Material dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates zu übergeben und die Aufklärung der Sache einzufordern, haben die beiden die Sache selbst in die Hand genommen und sogenannte „Klärungsgespräche“ mit Dirk Hillesheim geführt.

Dirk Hillesheim hat die Fehlerkette weitergeführt, als er glaubte, die Angelegenheit im kleinen Kreis mit der CDU aus der Welt schaffen zu können. Zumindest er hätte den Weg über den Aufsichtsrat oder den Aufsichtsratsvorsitzenden wählen müssen. Stattdessen wurde das Thema in der Aufsichtsratssitzung am 7. Dezember nicht einmal erwähnt.

Ebenfalls in der Zeitung nachzulesen war die fragwürdige Verteidigungsstrategie des SPD- Fraktionsvorsitzenden Sigurd Remy. Anstatt für sofortige Aufklärung zu sorgen und den Aufsichtsratsvorsitzenden mit der Klärung zu beauftragen, entscheidet er sich für den Angriff als Verteidigung. Nach unserer Meinung in diesem Fall die schlechteste aller Strategien. Wenn Fehler passiert sind, hilft kein Schweigen oder gar lautstarkes „Herumpoltern“, sondern einzig und allein ein offener und transparenter Umgang mit den Tatsachen.

Durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und Oberbürgermeister Nikolaus Roth wurde die Fehlerkette fortgesetzt. Er übertrug die Personalgespräche, die zur Klärung des Sachverhaltes dienen sollten, an den zweiten Geschäftsführer der Stadtwerke, Stefan Herschbach. Unserer Ansicht nach hätte er das Heft des Handelns sofort selbst in die Hand nehmen, oder zumindest in neutrale Hände legen müssen

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Leserkommentare (14)

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von Fischkopp vom 04.01 - 20:42 Uhr
[QUOTE=feirefix;45212]hier passt einiges nicht zusammen. Mir drängt sich der Verdacht auf, daß so einiges seitens der Parteien vertuscht werden ...
2
von nur ein Bürger vom 06.01 - 09:42 Uhr
Fernab, dass ich eine [B]unentgeltliche[/B] Nutzung einer Küche der öffentlichen Hand für eine private Gaststätte auch nicht gerade toll finde. ...
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von Roscommon vom 06.01 - 10:49 Uhr
Ist die beschriebene Fehlerkette wirklich der Grund der Enscheidung der Grünen Stadtratsfraktion? Ich hätte mir auch mehr Tranzparenz und vor allem ...

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