Mit Gitarre im Gepäck nach Nigeria
Pünderich - Nach dem Abitur zieht es viele junge Menschen in die Ferne. Stephan Mertes aus Pünderich erfüllt sich seinen großen Wunsch und geht für ein Jahr nach Nigeria in den sozialen Dienst. Viele Vorbereitungen liegen hinter ihm – und viele Abenteuer vor ihm.
Stephan wird an einer Computerschule Unterrichtsstunden in digitalen Anwendungen geben. Außerdem ist es seine Aufgabe, junge nigerianische Menschen zwischen sechs und 18 Jahren in Musik und in Französisch zu unterrichten. Als ehemals britische Kolonie spricht der Großteil der Nigerianer Englisch. Doch für den Notfall hat Stephan auch immer seine Wörterbücher der Landessprachen Hausa und Ibo dabei.
140 Millionen Menschen leben in dem afrikanischen Land. Es ist kein einfaches Einsatzgebiet, das sich der Moselaner ausgesucht hat, denn Nigeria ist arm. Nach vielen Jahren der Militärdiktatur gedeihen dort erst langsam Demokratie und Marktwirtschaft. Korruption und Gewalt sind an der Tagesordnung.
„Ich will wissen wie die Nigerianer leben“, sagt der 19-Jährige. Er möchte erkennen, was er im Leben wirklich braucht. „Letztens habe ich meine Handy verloren“, erzählt er. „Da hatte ich einige Wochen mehr Ruhe, bis mein Neues eintraf.“ So ähnlich wird es auch in Nigeria sein: Hier muss Stephan mit dem wirklich Wichtigen auskommen.













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