Saunaklub: Ochtendunger will in Region Bordell eröffnen
Andernach/Region - Ein Bordell direkt an der B 256 bei Miesenheim: Genau davon hat ein 51-Jähriger aus Ochtendung geträumt. Und genau damit beschäftigt sich am Donnerstagabend der Andernacher Stadtrat. Der Ochtendunger hat noch ein weiteres Objekt im Auge: Es liegt in Plaidt.
Wie der Ochtendunger im RZ-Gespräch erklärt, plant er seit zwei Jahren einen sogenannten FKK-Saunaklub in der Region und ist schon an mehreren Stellen gescheitert. Der Standort an der B 256 in Miesenheim sei ideal dafür wegen der vielen Pendler und Fernfahrer, die hier täglich vorbeikommen. In einem ehemaligen Verwaltungshaus einer Fabrik wollte er zehn bis zwölf Zimmer für die Damendienste einrichten. Er hatte bereits über den Kauf des Hauses verhandelt. Doch als er im November 2012 eine entsprechende Bauvoranfrage für eine Nutzungsänderung bei der Stadt Andernach einreichte, machte diese ihm einen Strich durch die Rechnung: Sie stellte die Entscheidung über seinen Antrag ein Jahr zurück, weil sie noch eine Bebauungsplanänderung für das Areal durchsetzen will. Diese Änderung des Bebauungsplans "Gewerbegebiet an der B 256" wird der Stadtrat heute Abend voraussichtlich beschließen. Damit wird ein Bordellbetrieb, der dort bislang rechtlich zulässig wäre, untersagt. Hintergrund: Die Stadt will das Gebiet, in dem das Haus steht, gewerblich entwickeln. "Ein Bordell würde den Wert der anderen Grundstücke senken", erklärt Eckhard Koch, Leiter der Andernacher Bauverwaltung.
Das Objekt an der B 256 wurde mittlerweile an andere Interessenten verkauft, berichtet der Ochtendunger, der selbst bislang nicht im Rotlichtmilieu tätig ist. Die Verwaltung hätte nach seiner Anfrage direkt Kontakt zum Verkäufer aufgenommen und habe diesem signalisiert, dass dort kein Bordell erlaubt werden wird, berichtet er. Deshalb bekamen andere Interessenten das Gebäude. Der 51-Jährige bedauert sehr, dass ihm die Stadt eine Abfuhr erteilt hat. "Ich weiß, dass Leute für einen Klub, wie ich ihn plane, 100 Kilometer weit fahren."
Zusammen mit einer Bordellbetreiberin, die bereits ein großes Etablissement in Süddeutschland hatte und nun ein kleineres mit vier Frauen in der Region betreibt, möchte er einen FKK-Saunaklub eröffnen - ähnlich einer bekannten Einrichtung in Dierdorf. "Die Männer und die Frauen bezahlen Eintritt. Essen, Trinken, Zimmer und Sauna sind inklusive. Was die Frauen mit den Männern tun, rechnen sie extra ab", beschreibt der Ochtendunger sein Konzept.













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